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Author Berühmte Rapper und das Poker-Spiel Geschrieben am: 22.05.2019 um 12:18

Premium User _Van_



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Zu den Ursprüngen des Rap gibt es viele Theorien, teils aus verschiedenen Richtungen, die mangels konkreter Quellen nur schwer nachzuweisen sind. Eine These ist, dass Rap ursprünglich aus Westafrika kommt, und zwar von den Griots, eine Art Geschichtenerzähler und Berufssänger, die zur Unterhaltung und Kommunikation die Obrigkeit kritisch in die Mangel nahmen. In Nigeria reimten Frauen Spottgedichte, die sie auch für einen öffentlichen Streit einsetzten. Aber auch in der Karibik setzte man früh Trommeln zur Unterstützung des Sprechgesangs ein – lange bevor Rap nach Amerika mit den Sklaven kam. Diese wiederum legten den Grundstein für den Rap in der afroamerikanischen Kultur. Feldarbeiter nutzten den Sprechgesang und natürlich ist Religion tief verankert in dieser frühen Form, aus der sich dann auch Blues und Jazz entwickelten. Erste Blues-Aufnahmen aus den 1920er Jahren beinhalten die Mischung aus Gesang und Sprechgesang. Der Blues, kommt von „blue“ was so viel wie traurig oder niedergeschlagen bedeutet, und sich hauptsächlich mit den Problemen und den schwierigen Lebensumständen der afroamerikanischen Bevölkerung beschäftigt. Religion war hierbei stets ein tief verankertes Thema im Gesang und dem Sprechgesang.

Seit den 1960er Jahren kamen die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung, die Black Panthers und Musikgrößen wie James Brown hinzu, die dem Blues sowie dem Sprechgesang weitere Bedeutung gaben. Seit den 1970er Jahren verwendeten DJs den Slang der Jugendlichen in Reimen und Rhythmik zur Musik und machten die Musik dabei vor allem der afroamerikanischen Bevölkerung in den Problemgegenden zugänglich, beziehungsweise gaben den Jugendlichen eine eigene Identität. Rap wurde das Mittel der Schwarzen Musik, um die Probleme des Alltags, Gewalt, Drogen, Menschenverachtung und Kriminalität zu vokalisieren.

Rap scheidet daher oft die Geister. Manche sehen darin eine Möglichkeit, Dinge zu verarbeiten, andere empfinden diese Musik als provozierend, aggressiv und als Ermunterung zur Kriminalität. Vor allem was als „Gangsta-Rap“ bezeichnet wird, findet nicht überall Zustimmung. Aus den ursprünglichen und auch heute noch weit verbreiteten Umständen, nicht nur der schwarzen Bevölkerung, ist die Entwicklung dieser Kategorie sicher keine Überraschung. Neben den „üblichen“ Themen beschäftigt sich Rap auch mit der Welt der Casinos, pokern und anderen Glücksspielen. Das kann man als Zusammenführen zweier dekadenter Welten mit diversen Ähnlichkeiten betrachten, oder auch als Gegensätzlichkeiten zu den glamourösen Casinos der Schönen und Reichen im James-Bond-Stil sehen.



Rap Musik charakterisiert, in diesem Fall das Glücksspiel. Der schnelle, steile Aufstieg, wie in Lil Waynes‘ Song „Young Playa“ thematisiert, mit Luxusautos, Uhren und Geld. Oder in Kombination mit dem ebenfalls tiefen Absturz. Rap möchte eine breite Zielgruppe ansprechen. Die Beliebtheit des Glücksspiels deckt das mit ab. Zudem kommt das Element der Kontrolle, des Reizes des Glücksspiels und die sich ergebenden Möglichkeiten hinzu. Wer hört das nicht gerne?

Jay-Z und Beyoncé Knowles sind bekannte Poker und Blackjack Spieler. Jay-Z verarbeitet seine Erfahrungen in seiner Musik wobei zum Beispiel sein Hit „American Dream“ eher eine Metapher für das Leben ist. Können wir unsere Karten selbst spielen, oder steht unser Schicksal in den Sternen geschrieben? Jay-Z verwendet das Glücksspiel eher im übertragbaren, fast poetischen Sinn.

Ghostface Killah bezieht sich in seinem Song „Pokerface“ sogar auf die World Series of Poker und beschreibt den Druck unter dem die Spieler stehen. Gleichzeitig baut der Song die Spannung auf, wie beim Poker. Natürlich ist das Pokerface, die wichtigste Eigenschaft des Spielers. Er beschreibt im Detail in seinem Song eine Pokerrunde, wie er einen Bluff enttarnt und dann All-In geht. Er gewinnt mit vier Buben über seinen Gegner, zieht einen Bluff durch und gewinnt viertausend Dollar.



Notorious Big dagegen spricht offen über seine Niederlagen. Also wie überall im Leben, gibt es viel Auf und Ab. Ludacris in „Put Your Money“ beschreibt den Rausch des Glücksspiels in Vegas, wie die Spannung durch die Adern fließt, wenn man setzt. In seinem Song „Things Done Changed“ bezieht sich Notorious auf seine jungen Jahre und wie er mit seinen Freunden spielte. Auch hier wird nichts verherrlicht, sondern eine dramatische Lebensgeschichte verarbeitet, mittlerweile übrigens auch in einer Dokumentation.

Auch in vielen anderen Songs finden sich unzählige Assoziierungen zu Casinos, Poker und Glücksspiel. Die beiden Szenen scheinen also stärker miteinander verbunden zu sein, als man vielleicht gedacht hätte.

Auch in der deutschen Sprache hat sich Rap Musik eingebürgert und auch das Thema Glücksspiel. Auftakt-Crew hat mit dem Song „Glücksspiel“ den Rap als eigentliches Glücksspiel eindrucksvoll beschrieben. Auch die Fragen nach dem Sinn des Lebens, ob das Leben gerecht sei oder nicht, wird behandelt. Ein vielschichtiger Song mit vielen möglichen Interpretationen.

Interessant und erwähnenswert ist auch, dass sich viele Künstlernamen auf die Casino Welt beziehen. Zum Beispiel Frank Casino, ein junger südafrikanischer Rapper, der zunächst mit einer Band namens Casino Royale startete, bevor er sein erstes Solo Album veröffentlichte. Der Beatmaker Clams Casino, mit bürgerlichem Namen Michael Volpe, hat bisher nicht verraten, wieso er diesen Künstlernamen wählte. Vielleicht basiert sein Erfolg auf Glück, aber auch Strategie.

Rap hat mit den Themen Glücksspiel, Casinos und dem beliebten Poker ein weiteres Themengebiet erschlossen, von dem wir in Zukunft sicher noch mehr hören werden. So vielseitig wie die Geschichte und die Ursprünge der Rap Musik sind, so auch die aktuellen Themen. Auch wenn beim echten Poker Spiel nur wenige Rapper erfolgreich sind, geht es übrigens auch umgekehrt. Der Poker Profi Prahlad Friedman hat sich im Alter von 40 Jahren noch für eine Rapper und Musikproduzenten Karriere entschieden. Und warum auch nicht, denn beim Rap oder auch beim Glücksspiel ist alles möglich, man muss es nur versuchen, an sein Glück glauben und etwas Ehrgeiz investieren.




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