18 Karat: Gerichtsurteil besiegelt Abschiebung!
BlackBeats News

18 Karat: Gerichtsurteil besiegelt Abschiebung!

Gerichtsurteil Fällt: Droht Black Music Star 18 Karat nun die Abschiebung nach Portugal? Mo., 06.07.2026 - 14:45 Uhr | Von Michael Ebenger für BlackBeats.FM Gerichtsurteil Fällt: Droht Black Music Sta...

7. Juli 2026
3 Min. Lesezeit
Tobias Frank
VonCharts & Statistik
Auf einen Blick

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat den Eilantrag von 18 Karat gegen seine Abschiebung abgelehnt und bestätigt damit die Verfügung der Stadt Dortmund. Trotz familiärer Bindungen sieht das Gericht aufgrund seiner Drogenstraftaten eine zu hohe Wiederholungsgefahr.

Gerichtsurteil Fällt: Droht Black Music Star 18 Karat nun die Abschiebung nach Portugal?

Mo., 06.07.2026 - 14:45 Uhr | Von Michael Ebenger für BlackBeats.FM

Gerichtsurteil Fällt: Droht Black Music Star 18 Karat nun die Abschiebung nach Portugal?

Die deutsche Hip-Hop-Szene blickt gespannt nach Gelsenkirchen, denn das Schicksal von 18 Karat nimmt eine weitere, entscheidende Wendung. Nachdem der Rapper alias Ivo Vieira Silva seit Dezember 2022 aufgrund einer Verurteilung wegen Drogenschmuggels in Haft sitzt, wirft nun ein jüngstes Gerichtsurteil lange Schatten auf seine Zukunft. BlackBeats.FM beleuchtet die aktuellen Entwicklungen, die eine Abschiebung nach Portugal immer wahrscheinlicher machen könnten.

Verwaltungsgericht Gelsenkirchen bestätigt Vorgehen der Stadt Dortmund

Bereits im August 2025 hatte die Stadt Dortmund ihren Willen bekundet, einen Antrag auf Abschiebung des Rappers zu stellen. Was zunächst als reine "Formsache" galt, entpuppte sich aber als juristisches Tauziehen. 18 Karat und seine Familie legten einen Eilantrag gegen die damalige Verfügung ein. Nun kam die ernüchternde Nachricht: Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat diesen Eilantrag, wie von JustizNRW und den Ruhrnachrichten berichtet, abgelehnt. Die Ordnungsverfügung der Stadt Dortmund sei demnach rechtens.

Die Begründung des Gerichts ist eindeutig: Das "öffentliche Vollziehungsinteresse" überwiege in diesem Fall. Drogenhandel und -schmuggel werden als "besonders schwere Beeinträchtigungen eines grundlegenden gesellschaftlichen Interesses" eingestuft. Das Gericht sieht eine "konkrete Wiederholungsgefahr", da sich 18 Karat "nicht ersichtlich" von seinem Netzwerk gelöst habe. Als Indiz dafür wird unter anderem die fortführende Leitung seines Labels Supremos genannt, dessen Mitbegründer ebenfalls wegen Drogenhandels verurteilt wurde. Dies lasse befürchten, dass der Goldmaskenträger "in Zukunft keinen ausreichenden Abstand zum Drogenmilieu halten und in sein altes Netzwerk zurückfallen könnte."

Familiäre Nöte vs. Gerichtsbeschluss: Die harten Fakten

Die familiäre Situation des Rappers findet in der gerichtlichen Abwägung wenig Gewicht. Obwohl 18 Karats Ehefrau Maya bereits im letzten August erklärte, dass die Familie nach der Entlassung ohnehin eine Umsiedlung nach Portugal plane, wollte sie die drohende Abschiebung anfechten. Der Hauptgrund: Die Sorge, bei familiären Notfällen wie Krankheiten oder Todesfällen nicht nach Deutschland zurückkehren zu können. Doch das Gericht bleibt hart: Der Kontakt zu seiner deutschen Frau und dem gemeinsamen Kind könne "bis auf Weiteres über soziale Medien oder außerhalb Deutschlands gepflegt werden", und auch seiner Tätigkeit als Rapper könne er problemlos von Portugal aus nachgehen.

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen ist gegenwärtig nicht rechtskräftig. 18 Karat und sein Team haben noch die Möglichkeit, Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen einzulegen. Wir bleiben dran und halten euch auf BlackBeats.FM über jede weitere Entwicklung auf dem Laufenden.

Im nächsten Monat könnte die Haftstrafe des ehemaligen Banger Musik-Signings übrigens vorzeitig enden. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Passendes Video

Automatisch passend zum Artikel via YouTube

Kommentare

0 aktive Diskussionen

Live · Letzte 7 Tage

Meistgelesen

Die Stories, die gerade jeder liest