50 Cent verklagt Rick Ross' Ex Tia Kemp – Wegen Posts über seinen Sohn
Im US-Hip-Hop gehören verbale Auseinandersetzungen fast schon zum guten Ton, doch wenn die eigenen Kinder ins Visier geraten, ist für viele Artists eine rote Linie überschritten. Genau an diesem Punkt...

50 Cent geht gerichtlich gegen Tia Kemp vor, nachdem die Ex-Partnerin von Rick Ross seinen 14-jährigen Sohn Sire im Netz beleidigt und bloßgestellt haben soll. Trotz einer Abmahnung setzte Kemp ihre Attacken fort, weshalb der Rapper nun eine einstweilige Verfügung erwirken will.
Im US-Hip-Hop gehören verbale Auseinandersetzungen fast schon zum guten Ton, doch wenn die eigenen Kinder ins Visier geraten, ist für viele Artists eine rote Linie überschritten. Genau an diesem Punkt sieht sich derzeit 50 Cent: Der Rap-Mogul und TV-Produzent hat nun offizielle juristische Schritte eingeleitet, um seinen 14-jährigen Sohn Sire vor gezielten Attacken im Netz zu schützen. Die Anträge richten sich gegen keine Geringere als Tia Kemp, die Ex-Partnerin und Mutter eines Kindes seines langjährigen Rivalen Rick Ross.
Schwere Vorwürfe wegen Cyber-Mobbings gegen Sire
Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, die dem US-Portal TMZ vorliegen, beschuldigt 50 Cent – mit bürgerlichem Namen Curtis Jackson – Tia Kemp des wiederholten Cyberstalkings. Laut der eingereichten Petition habe Kemp den minderjährigen Teenager in den vergangenen Wochen mehrfach in den sozialen Medien attackiert und abfällige Bemerkungen über ihn verbreitet. Unter anderem soll sie öffentlich behauptet haben, Sire sei „slow“ (zurückgeblieben), befinde sich im Autismus-Spektrum und könne gar nicht richtig sprechen. Diese Aussagen wiederholte sie demnach auch in einem Online-Interview Ende Oktober.
Ein weiterer massiver Streitpunkt in den Gerichtsakten ist ein Beitrag, bei dem Kemp angeblich ein Foto des 14-Jährigen direkt neben eine sexuell explizite Aufnahme einer Frau montiert und geteilt haben soll. Den juristischen Dokumenten zufolge handele es sich bei der abgebildeten Frau um Sires Mutter, Daphne Joy. Die Vorfälle häuften sich laut Klageschrift massiv: Innerhalb von nur sechs Tagen soll Kemp den Teenager in vier separaten Online-Veröffentlichungen zur Zielscheibe gemacht haben.
Abmahnung verpufft: Provokante Reaktion im Netz
Bevor 50 Cent den Gang vors Gericht wählte, versuchten seine Anwälte offenbar, die Angelegenheit außergerichtlich zu klären. Das Juristenteam des „In Da Club“-Rappers schickte eine formelle Unterlassungserklärung (Cease-and-Desist Letter) an Kemp. Darin wurde sie unmissverständlich dazu aufgefordert, alle herabwürdigenden Beiträge umgehend zu löschen und jegliche weitere Veröffentlichungen über den Minderjährigen zu unterlassen.
Doch anstatt einzulenken, reagierte Tia Kemp mit offener Provokation. Sie veröffentlichte Berichten zufolge einen Auszug des Anwaltsschreibens auf ihren Social-Media-Kanälen und versah den Screenshot mit dem Kommentar: „F u and ya lawyers“. Für 50 Cent war dies das deutliche Signal, dass die Schikanen ohne ein gerichtliches Machtwort kein Ende finden würden.
Einstweilige Verfügung in Florida beantragt
Aus diesem Grund wurde der Antrag am Montag in Miami-Dade County im US-Bundesstaat Florida offiziell eingereicht. Die Klage läuft im Namen von Sire, der in den öffentlichen Dokumenten lediglich mit seinen Initialen genannt wird, um seine Privatsphäre zu schützen. Die Anwälte argumentieren, dass das Verhalten von Kemp bei dem Jugendlichen zu erheblicher Demütigung, Scham und schweren psychischen Belastungen geführt habe.
50 Cent fordert nun von einem Richter den sofortigen Erlass einer einstweiligen Verfügung, die Tia Kemp jegliche Form von Stalking, Cyberstalking und Belästigung gegenüber Sire strikt untersagt. Im Anschluss an eine formelle Anhörung soll dieser Schutzbeschluss in ein dauerhaftes Kontakt- und Annäherungsverbot umgewandelt werden. Eine offizielle Stellungnahme von Tia Kemp zu den aktuellen Vorwürfen steht bislang noch aus.

