Abschiebungsdrama 18 Karat: Kind & Führung halfen nicht!
Exklusive News auf BlackBeats.FM: Das Abschiebungsdrama um 18 Karat – Warum auch Kind und gute Führung nichts nützten! Die Black Music Szene blickt gespannt auf die Entwicklungen rund um den Dortmunde...

Der Rapper 18 Karat wurde nach Portugal abgeschoben, nachdem das Oberverwaltungsgericht seine Beschwerde endgültig abgewiesen hat. Trotz Vaterschaft und guter Führung im Gefängnis sahen die Richter eine zu hohe Wiederholungsgefahr und entzogen ihm das EU-Freizügigkeitsrecht.
Exklusive News auf BlackBeats.FM: Das Abschiebungsdrama um 18 Karat – Warum auch Kind und gute Führung nichts nützten!
Die Black Music Szene blickt gespannt auf die Entwicklungen rund um den Dortmunder Rapper 18 Karat. Vor wenigen Tagen wurde die Rap-Ikone nach Portugal abgeschoben, ein Schritt, der eine Welle der Diskussionen ausgelöst hat. Trotz eines eilig eingereichten Antrags und vieler Argumente gegen die Ausweisung, gab das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen grünes Licht – eine Entscheidung, die nun endgültig vom Oberverwaltungsgericht bestätigt wurde.
Ursprünglich musste 18 Karat eine sechsjährige Haftstrafe wegen diverser Drogendelikte verbüßen, die ihn bis ins Jahr 2028 hinter Gitter gehalten hätte. Seine vorzeitige Entlassung ist nun direkt an die Abschiebung in sein Geburtsland Portugal geknüpft. Doch warum konnte diese drastische Maßnahme ergriffen werden, obwohl 18 Karat als gebürtiger Europäer eigentlich das Freizügigkeitsrecht genießt?
Der 17. Senat des Oberverwaltungsgerichts lieferte die Begründung: Der Rapper hatte seine Familie, sein junges Kind und seine tadellose Führung während der Haft als Argumente gegen die Abschiebung angeführt. Doch diese Punkte fanden bei den Richtern keinen Anklang. Es hieß, der familiäre Kontakt schließe zukünftige Straftaten nicht aus. Auch das Wohlverhalten in der Haft reiche nicht aus, um eine notwendige „innere Verhaltensänderung“ zu bestätigen. Selbst seine fast abgeschlossene Ausbildung zum Maler und Lackierer konnte die Richter nicht umstimmen. Das Gericht befürchtet demnach weiterhin eine Wiederholungsgefahr.
Das Resultat ist gravierend: 18 Karat verliert sein europäisches Freizügigkeitsrecht. Das bedeutet in der Praxis, dass er sich nicht mehr frei innerhalb der EU bewegen kann. Reisen in andere EU-Länder erfordern nun einen Visumantrag, dessen Genehmigung von dem jeweiligen Land abhängig ist. Ein harter Schlag für den Musiker, der zeigt, dass auch im Business das Leben nach eigenen, unumstößlichen Gesetzen spielt. BlackBeats.FM bleibt dran!

