Beef eskaliert – 50 Cent holt Schläger von Rick Ross' Sohn aus dem Knast
Die Fehde zwischen 50 Cent und Rick Ross gehört zweifellos zu den langlebigsten und erbittertsten Kapiteln der jüngeren Hip-Hop-Geschichte. Über anderthalb Dekaden hinweg haben sich die beiden Rap-Sch...

50 Cent verschärft den Beef mit Rick Ross und hat laut Medienberichten die Kaution für den Angreifer von Ross' Sohn hinterlegt. Der 20-jährige Tatverdächtige, der William Roberts III zuvor mit einer Waffe bedroht hatte, bedankte sich nach seiner Freilassung öffentlich beim G-Unit-Chef.
Die Fehde zwischen 50 Cent und Rick Ross gehört zweifellos zu den langlebigsten und erbittertsten Kapiteln der jüngeren Hip-Hop-Geschichte. Über anderthalb Dekaden hinweg haben sich die beiden Rap-Schwergewichte gegenseitig mit Disstracks, Sticheleien und Internet-Trolling attackiert. Nun erreicht der Beef eine neue, extrem bizarre Eskalationsstufe: 50 Cent schaltet sich in einen gewalttätigen Vorfall ein, bei dem ausgerechnet der Sohn von Rick Ross attackiert wurde.
Bewaffneter Übergriff vor dem Campus in Florida
Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht der 21-jährige William Roberts III, Sohn von Rick Ross und aktiver College-Football-Spieler an der Bethune-Cookman University in Daytona Beach. Laut übereinstimmenden Medienberichten und einem Bericht des US-Senders WKMG ereignete sich der Zwischenfall bereits am 11. Oktober.
Der Nachwuchssportler stand gemeinsam mit einer jungen Frau auf einem Gehweg nahe des Universitätsgeländes, als ein graues Fahrzeug neben ihnen hielt. Der Fahrer stieg unvermittelt aus, zog eine Schusswaffe und richtete diese bedrohlich auf William. Mit den Worten „Mir ist egal, wer dein Daddy ist, ich bring dich hier und jetzt um“ soll er dem 21-Jährigen gedroht und ihm kurz darauf mit der Waffe gegen den Kopf geschlagen haben. William benötigte im Anschluss keine medizinische Versorgung; Videoaufnahmen der Tat existieren nicht.
Die Polizei konnte den Tatverdächtigen nach einer Fotokonfrontation identifizieren: Es handelt sich um den 20-jährigen Don Roberts III. Trotz der Namensgleichheit besteht keinerlei Verwandtschaft zur Ross-Familie. Das Motiv soll eine frühere Partnerschaft der Begleiterin mit dem Tatverdächtigen sein. Am 16. Oktober klickten schließlich die Handschellen – die Anklagepunkte lauten schwere Körperverletzung und schwere Bedrohung mit einer tödlichen Waffe.
50 Cent wittert seine Chance auf Instagram
Für G-Unit-Boss 50 Cent bot der Fall eine Steilvorlage. Er nutzte die Gelegenheit sofort für seine berüchtigten Social-Media-Attacken. Auf Instagram zog er Rick Ross' berüchtigte Vergangenheit als Gefängniswärter ins Lächerliche und feuerte spitze Kommentare ab: „Verdammt, haben die den Mann verhaften lassen. Warum hat er nicht einfach seinen Dad angerufen? Der hat wahrscheinlich die Cops für ihn gerufen. LOL.“
Doch Fifty beließ es nicht bei Worten. Er forderte seine Community auf, ihm die Daten des Inhaftierten zu beschaffen, und kündigte großspurig an, die Kaution für den Angreifer zu stellen. Zudem brachte er den prominenten US-Staranwalt Drew Findling ins Spiel, um den 20-Jährigen vor Gericht zu vertreten.
Kaution hinterlegt: 50.000 Dollar und scharfe Kritik
Die Situation nahm am 21. Oktober eine überraschende Wendung: Ein Richter legte die Kaution für Don Roberts III auf 50.000 US-Dollar fest. Nur wenige Stunden später befand sich der Verdächtige wieder auf freiem Fuß und veröffentlichte umgehend ein Video. Darin bedankte er sich öffentlich bei 50 Cent: „50, ich danke dir für alles, was du für mich tust, und dafür, dass du an meine Unschuld glaubst.“ Jackson repostete den Clip mit dem gewohnt sarkastischen Kommentar, er habe im Gefühl gehabt, dass der junge Mann unschuldig sei.
Ob Fifty die Kaution tatsächlich aus eigener Tasche bezahlt hat, bleibt bisher unbestätigt. Während Rick Ross selbst zu dem Thema schweigt, fand Williams Mutter Tia Kemp deutliche Worte. Sie kritisierte 50 Cent scharf dafür, eine Gewalttat gegen ihren Sohn für Internet-Späße und Promo zu instrumentalisieren. Das Gerichtsverfahren gegen Don Roberts III läuft indes weiter; bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

