Boosie Badazz – Rapper verhinderte Betrug um Trump-Begnadigungen
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Boosie Badazz – Rapper verhinderte Betrug um Trump-Begnadigungen

Im US-Hip-Hop sorgt aktuell eine skurrile wie kostspielige Geschichte für reichlich Gesprächsstoff: Rap-Veteran Boosie Badazz verlor eine stattliche Summe von rund 600.000 US-Dollar an dubiose Vermitt...

21. Oktober 2026
3 Min. Lesezeit
Tobias Frank
VonCharts & Statistik
Auf einen Blick

Boosie Badazz verlor 600.000 US-Dollar an Betrüger, die ihm eine Begnadigung durch Donald Trump versprachen. Trotz des finanziellen Verlusts zeigt sich der Rapper kämpferisch: Durch sein öffentliches Geständnis will er die Masche aufgedeckt und weitere Opfer geschützt haben.

Im US-Hip-Hop sorgt aktuell eine skurrile wie kostspielige Geschichte für reichlich Gesprächsstoff: Rap-Veteran Boosie Badazz verlor eine stattliche Summe von rund 600.000 US-Dollar an dubiose Vermittler, die ihm eine Begnadigung durch Ex-US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellt hatten. Obwohl das erhoffte Begnadigungsschreiben bis heute ausblieb und das Geld vorerst weg ist, versucht der Rapper aus Baton Rouge dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen. Für ihn zählt vor allem, dass er die mutmaßliche Betrugsmasche ans Licht gebracht und womöglich weitere Opfer vor ähnlichen Verlusten bewahrt hat.

600.000 Dollar für ein leeres Versprechen: Der Trump-Pardon-Deal

Die brisanten Details dieses Deals kamen erstmals ans Tageslicht, als Boosie Badazz im renommierten TV-Nachrichtenmagazin 60 Minutes auspackte. Der Rapper berichtete dort offen darüber, wie er den beiden umstrittenen Polit-Aktivisten und Lobbyisten Jack Burkman und Jacob Wohl eine Vorauszahlung in Höhe von satten 600.000 Dollar geleistet hatte. Der Plan der Broker lautete: ihre angeblichen Kontakte ins Weiße Haus zu nutzen, um Boosie eine offizielle Begnadigung durch Donald Trump zu sichern.

Das Ergebnis ist hinlänglich bekannt: Eine präsidentielle Begnadigung gab es für Boosie nie. Der Musiker erklärte zudem, dass man ihm vertraglich oder zumindest mündlich zugesichert habe, im Falle eines Scheiterns die Hälfte des gezahlten Betrags zurückzuerstatten. Burkman und Wohl weisen diese Vorwürfe und die Rückzahlungsforderung allerdings entschieden von sich. Für Boosie entwickelte sich der vermeintliche Rettungsanker in der Justiz damit zu einem finanziellen Desaster.

Warnung an die Community: Boosie sieht das Positive

Am Dienstagmorgen trafen Reporter den Rapper in New York City an, kurz nachdem er das Studio der legendären Radioshow The Breakfast Club verlassen hatte. Darauf angesprochen, wie er die Situation heute beurteilt, zeigte sich Boosie überraschend gefasst und betonte die Signalwirkung seines Falls. Es sei für ihn persönlich zwar ein harter Schlag gewesen, doch er sei froh darüber, dass die Namen Burkman und Wohl nun öffentlich mit diesen Praktiken verknüpft seien.

Indem er seine Geschichte ungeschönt mit der Welt teilte, habe er die angebliche Masche auffliegen lassen. Nach Ansicht des Rappers konnte so verhindert werden, dass weitere prominente Persönlichkeiten oder verzweifelte Familienangehörige von Inhaftierten auf der Suche nach einem präsidentiellen Pardon in die gleiche Falle tappen. Für Boosie Badazz hat die Aufklärungsarbeit zumindest einen moralischen Sieg bedeutet, auch wenn der finanzielle Verlust schmerzt.

Juristisches Nachspiel: Boosie fährt schwere Geschütze auf

Wer nun glaubt, dass der Musiker die 600.000 Dollar einfach kampflos abschreibt, irrt gewaltig. Auf die Frage, wie die Chancen stehen, das Geld wiederzusehen, machte Boosie Badazz deutlich, dass die Angelegenheit noch lange nicht ausgestanden ist. Er kündigte an, dass der Stein ins Rollen gebracht werde, sobald der offizielle Rechtsweg vollends eingeschlagen sei.

Alles deutet darauf hin, dass Boosie plant, schweres juristisches Geschütz aufzufahren, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der Rapper hatte in der Vergangenheit bereits angebliche Textnachrichten mit den Vermittlern publik gemacht, um seine Behauptungen zu untermauern. Es bleibt abzuwarten, wie das rechtliche Tauziehen zwischen Boosie Badazz und den beiden Brokern ausgehen wird – fest steht jedoch, dass dieser Fall als Warnung für die gesamte Entertainment-Branche dient.

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