Boosie Badazz – Trump-Pardon-Makler – Angeblich Texte enthüllt
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Boosie Badazz – Trump-Pardon-Makler – Angeblich Texte enthüllt

Boosie Badazz deckt auf: Angebliche Textnachrichten mit Trump-Begnadigungs-Brokern enthüllen chaotische Saga Der umstrittene Baton Rouge-Rapper Boosie Badazz zieht die Schleier über seine mutmaßlichen...

15. September 2026
3 Min. Lesezeit
Erik Lang
VonMusikjournalist
Auf einen Blick

Boosie Badazz hat Chatverläufe veröffentlicht, die seine Versuche belegen sollen, eine Begnadigung durch Donald Trump zu erkaufen. Der Rapper verklagt nun zwei mutmaßliche Vermittler auf Rückzahlung von 600.000 US-Dollar, nachdem das versprochene Gnadengesuch ausblieb.

Boosie Badazz deckt auf: Angebliche Textnachrichten mit Trump-Begnadigungs-Brokern enthüllen chaotische Saga

Der umstrittene Baton Rouge-Rapper Boosie Badazz zieht die Schleier über seine mutmaßlichen Versuche, eine Begnadigung von Ex-Präsident Donald Trump zu erwirken. In einer aufsehenerregenden Aktion hat Boosie Screenshots von angeblichen Textnachrichten veröffentlicht, die seine Konversationen mit sogenannten Begnadigungs-Brokern dokumentieren sollen. Diese sollen ihm nicht nur die begehrte Gnade Trumps versprochen, sondern auch eine satte Summe von 600.000 US-Dollar aus der Tasche gezogen haben. Die Enthüllungen zeichnen ein Bild von Verzweiflung, leeren Versprechen und einer chaotischen Kommunikation.

Die von Boosie auf X (ehemals Twitter) geteilten Screenshots zeigen angebliche Textgespräche zwischen dem Rapper und Jack Burkman, einem der mutmaßlichen Begnadigungs-Broker. Die Nachrichten, datiert zwischen November 2025 und Februar 2026 – eine bemerkenswerte Zeitspanne, die auf einen längeren Prozess oder mögliche Tippfehler im Original hindeuten könnte –, lassen Burkman als denjenigen erscheinen, der Boosie wiederholt versichert, sein Team arbeite intensiv an der Sicherstellung einer Trump-Begnadigung. Burkman soll die Langsamkeit des Prozesses mit der damaligen "Venezuela-Krise" erklärt haben, mit der Trump im Januar zu kämpfen hatte, und gleichzeitig beteuert haben, der Präsident sei "sehr mitfühlend" Boosies Lage gegenüber.

Der verzweifelte Ruf nach Rückzahlung

Nach monatelangen, scheinbar fruchtlosen Wartezeiten und undurchsichtigen Ausreden erreichte Boosies Geduld offenbar ihren Siedepunkt. Die veröffentlichten Textnachrichten kulminieren in seiner Forderung an Jack, sein Geld zurückzuerhalten. Eine Forderung, die nun in eine Klage gegen Jack Burkman und den ebenfalls involvierten politischen Aktivisten Jacob Wohl mündet, um die gezahlten 600.000 Dollar zurückzuerlangen. In seinen Begleitkommentaren zu den Screenshots wetterte Boosie gegen die Broker, bezeichnete sie als Lügner, die ihre angeblichen Verbindungen zu Trump nur vorgaukelten und ihn mit "bogus excuses" (fadenscheinigen Ausreden) abspeisten.

Diese dramatische Entwicklung folgt auf Boosies Auftritt in der renommierten CBS-Sendung "60 Minutes" am Sonntag. Dort sprach er mit Lesley Stahl offen über seine Herausforderungen mit Burkman und Wohl. Boosie bekräftigte, er habe ihnen die 600.000 Dollar im Voraus gezahlt. Der Rapper behauptet zudem, der unterzeichnete Vertrag habe eine Klausel enthalten, die die Rückzahlung der Hälfte des Betrags – also 300.000 Dollar – vorsieht, sollte die Begnadigung nicht zustande kommen. Doch die erhoffte Gnade durch den ehemaligen Präsidenten blieb aus.

Widersprüche und die Grauzone der Begnadigungs-Broker

Jack Burkman wiederum weist Boosies Darstellung vehement zurück. Gegenüber Reportern erklärte er, eine solche Rückzahlungsklausel habe nie existiert. "Wir haben es sehr, sehr versucht", so Burkman, der damit andeutet, dass trotz aller Bemühungen keine Begnadigung erreicht werden konnte, ohne jedoch eine vertragliche Verpflichtung zur Rückzahlung anzuerkennen. Diese Aussage steht im krassen Gegensatz zu Boosies Behauptungen und legt eine tiefgreifende Meinungsverschiedenheit über die Vertragsbedingungen offen.

Es ist wichtig anzumerken, wie auch bei "60 Minutes" betont wurde, dass das Betreiben von Begnadigungs-Brokerage per se nicht illegal ist. Tatsächlich sollen einige Broker sogar noch höhere Summen verlangen, als die 600.000 Dollar, die Boosie angeblich an Burkman und Wohl gezahlt hat. Dieser Fall wirft jedoch ein Schlaglicht auf die oft undurchsichtige und ethisch fragwürdige Praxis, politische Einflussnahme gegen hohe Summen anzubieten, insbesondere wenn es um die Freiheit von Einzelpersonen geht. Für Boosie Badazz bedeutet dies nun einen Kampf nicht nur um Gerechtigkeit, sondern auch um die Rückgewinnung einer enormen Summe Geldes, die er in der Hoffnung auf eine zweite Chance investierte.

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