Capital Bra – "Angst um mein Leben" – SPIEGEL TV enthüllt Polizeiakte!
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Capital Bra – "Angst um mein Leben" – SPIEGEL TV enthüllt Polizeiakte!

Capital Bra im Visier: SPIEGEL TV entblößt Polizeiakte – Angst, Clans und der Kampf ums Überleben Ein Beben geht durch die Deutschrap-Szene: Nach der explosiven Fler-Episode legt SPIEGEL TV im Rahmen ...

3. Oktober 2026
5 Min. Lesezeit
Kevin Vollmer
VonRedakteur Deutschrap
Auf einen Blick

Spiegel TV enthüllt brisante Details aus der Polizeiakte von Capital Bra: Der Rapper erstattete 2019 Anzeige wegen Schutzgelderpressung und gab an, Todesangst vor kriminellen Clans zu haben. Die Ermittlungen beleuchten Millionen-Forderungen und Treffen im Berliner Ritz-Carlton.

Capital Bra im Visier: SPIEGEL TV entblößt Polizeiakte – Angst, Clans und der Kampf ums Überleben

Ein Beben geht durch die Deutschrap-Szene: Nach der explosiven Fler-Episode legt SPIEGEL TV im Rahmen seiner Reihe „Im Verhör: Gangsterrap und Großfamilien“ nach und rückt Superstar Capital Bra in den Mittelpunkt. BlackBeats.FM taucht ein in die brisanten Enthüllungen, die das Ritz-Carlton, Schutzgeldforderungen und mächtige Clan-Namen miteinander verknüpfen.

Der Hype um Capital Bra ist unbestreitbar, doch nun wirft ein geleakter Blick in seine Polizeiakte einen Schatten auf den Erfolg des Rappers. Moderatorin Christina Pohl, gemeinsam mit Reporter Thomas Heise und dem ehemaligen Hells Angel Kassra Zargaran, seziert die Aktenlage, die am 29. Oktober 2019 mit einer Strafanzeige wegen Schutzgelderpressung begann. Nur Stunden nach Veröffentlichung schoss das SPIEGEL TV-Video auf über 440.000 Views – ein klares Zeichen für das enorme Interesse an den Verstrickungen der Szene.

Die Chronik einer Bedrohung: Von ominösen Listen bis zu Millionen-Forderungen

Die Akte enthüllt: Capital Bra erfuhr über einen Freund, dass er angeblich auf einer Liste tschetschenischer Männer stehe. Diese sollen den Freund im Berliner Wedding mit dem Auto ausgebremst haben, um nach dem Rapper zu fragen. Sie gaben vor, von der berüchtigten Familie Miri zu kommen und noch Geld von ihm zu erhalten. Die Forderungen, so die Doku, reichten von alarmierenden 500.000 bis zu schwindelerregenden 5 Millionen Euro. Eine Situation, die das für organisierte Kriminalität zuständige LKA 4 auf den Plan rief.

In seiner Vernehmung vom 29.10.2019 wies Capital Bra die Vorwürfe kategorisch zurück: „Nein, ich schulde niemandem Geld.“ Auf die Frage, ob er die Bedrohung ernst nehme, seine knappe, aber eindringliche Antwort: „Ja, ich habe Angst um mein Leben.“ Die Vorgeschichte, die der Rapper einen Tag später, am 30.10.2019, zu Protokoll gab, zeichnet ein Bild von vertraglichen Zwängen und dem Sprung von einer schwierigen Situation in die nächste. Nach der Trennung von seinem früheren Team, aus dessen Vertrag er angeblich nicht herauskam, hätten plötzlich Großfamilien mitbestimmen wollen. Seine Suche nach Hilfe bei Albanern mündete in der bitteren Erkenntnis: „Ich habe relativ schnell gemerkt, dass ich von der einen Scheiße in die andere geraten bin.“

Gipfeltreffen im Ritz-Carlton: Clans, Cops und Kaffee

Die Ermittlungen kulminierten in einem legendären Treffen im Berliner Ritz-Carlton. Dort sollen sich, laut Akte, Vertreter der Remmos, mutmaßliche Miris und Tschetschenen eingefunden haben. Die Polizei dokumentierte das Geschehen mit Fotos, auf denen unter anderem Issa Remmo und Ashraf Remmo zu sehen gewesen sein sollen. Letzterer fungierte zu diesem Zeitpunkt laut Doku als Capital Bras Manager – eine brisante Konstellation.

Nur Tage später, am 1. November 2019, suchten drei LKA-Beamte Issa Remmo auf. Er bat sie in seinen Garten und bot Kaffee an. Der Vermerk der Beamten spricht Bände: Issa Remmo sei sichtlich um Fassung gerungen, habe das Problem als „sehr groß“ bezeichnet und davon gesprochen, seit Tagen nicht schlafen zu können. Er beteuerte seine Unbeteiligung, beschrieb die tschetschenischen Gegenspieler jedoch eindringlich: „Diese Leute würden wie Schatten sein.“ Ashraf Remmo erschien mit seinem Anwalt und berief sich auf sein Auskunftsverweigerungsrecht. Zwei mutmaßlich involvierte Brüder erhielten eine Gefährderansprache, behaupteten jedoch, Capital Bra seit Jahren gut zu kennen und keine Forderungen zu haben. Ihre spätere Antwort auf die Frage, ob sie den Künstler kennen: „Nein, wer ist das?“ Ahmad Miri wies in einem Video jede Verwicklung von sich und gab an, Capital Bra lediglich zwei- oder dreimal getroffen zu haben.

Zwischen Social Media und polizeilicher Fahndung: Das offene Ende

Capital Bra selbst machte es den Ermittlern nicht leicht. Nach einem Instagram-Post gegen seine Gegner wurde er telefonisch gewarnt, weitere Eskalationen zu unterlassen. Ab Mitte November war er für das LKA nicht mehr erreichbar, setzte aber weiterhin Posts auf Social Media ab. Eine Story Anfang 2020, die ihn mit Ashraf Remmo auf einem Schießstand zeigte, hinterließ die Polizei ratlos: Warnung oder Imagepflege? „Kann von hier aus letztlich nicht geklärt werden“, so die Akte.

Das Verfahren, so vermutet die SPIEGEL TV-Runde, sei wohl eingestellt worden, ein offizielles Ende konnte jedoch nicht geklärt werden. Capital Bra ließ einen Fragenkatalog unbeantwortet, hatte aber öffentlich dementiert, unter Polizeischutz zu stehen. Erst kürzlich sorgte ein Brandanschlag auf sein Grundstück erneut für Schlagzeilen, der die anhaltende Brisanz rund um seine Person unterstreicht.

Die Enthüllungen von SPIEGEL TV geben einen seltenen und beunruhigenden Einblick in die Schattenseiten des Erfolgs im Deutschrap, wo reale Bedrohungen und Clan-Strukturen oft näher sind, als es das glitzernde Image vermuten lässt. BlackBeats.FM bleibt dran an dieser komplexen und fesselnden Story.

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