Chakuza enthüllt – Darum fehlt "Suchen & Zerstören 4" bei Spotify!
Veröffentlicht von Till Hesterbrink am Freitag, 07. August 2026 – 11:18 Uhr Liebe BlackBeats.FM Family, haltet euch fest! Eine Nachricht, die in der Deutschrap-Szene für ordentlich Gesprächsstoff sorg...

Chakuza veröffentlicht sein neues Album Suchen & Zerstören 4 exklusiv über den labelinternen Streamingdienst von Mehr als Musik. Grund für den Spotify-Boykott sind die laut Labelchef André unzureichenden Tantiemen, die in keinem Verhältnis zum Produktionsaufwand stehen.
Veröffentlicht von Till Hesterbrink am Freitag, 07. August 2026 – 11:18 Uhr
Liebe BlackBeats.FM Family, haltet euch fest! Eine Nachricht, die in der Deutschrap-Szene für ordentlich Gesprächsstoff sorgt, erreicht uns direkt aus dem Lager von Chakuza. Sein mit Spannung erwartetes neues Album „Suchen & Zerstören 4“ wird nicht wie erwartet auf den gängigen Streaming-Plattformen wie Spotify zu finden sein. Stattdessen geht der Wiener Rapper einen unkonventionellen Weg, der die gesamte Branche zum Nachdenken anregen sollte. Wir tauchen ein in die Details, die Labelgründer André in einem ausführlichen Statement enthüllt hat und die die Entscheidung hinter diesem mutigen Schritt beleuchten.
Spotify-Boykott: Exklusive Wege für „Suchen & Zerstören 4“
Wer Chakuzas neuestes Werk oder die dazugehörigen Singles streamen möchte, wird auf Spotify und ähnlichen Diensten leer ausgehen. Das Projekt erscheint stattdessen exklusiv über den hauseigenen Streamingdienst seines Labels Mehr als Musik. In seinem Statement liefert André zwei Hauptgründe, warum man sich bewusst gegen die Major-Streaming-Anbieter entschieden hat. Es ist eine Mischung aus künstlerischer Vision und knallharter wirtschaftlicher Realität, die diese Entscheidung prägt und den etablierten Streaming-Modellen die Stirn bietet.
Die nackte Wahrheit: Streaming-Tantiemen unter der Lupe
Einer der Hauptgründe ist die schockierende wirtschaftliche Seite des Streamings. André legt offen, dass der gesamte Katalog von Mehr als Musik auf Spotify in den vergangenen zwölf Monaten rund 16,6 Millionen Mal von etwa 1,4 Millionen Hörerinnen und Hörern gestreamt wurde. Eine beeindruckende Zahl, die jedoch bei genauerer Betrachtung Ernüchterung hervorruft: Die daraus resultierenden Tantiemenzahlungen beliefen sich auf gerade einmal circa 40.000 Euro. Ja, ihr habt richtig gehört! Wenn man diesen Betrag dem enormen Aufwand – von der Produktion bis zum Marketing – gegenüberstellt, der in die Alben fließt, wird schnell klar: Nach Abzug von Steuern, Produktionskosten und anderen Posten ist dies „wirtschaftlich absolut hinfällig“.
Diese Zahlen unterstreichen ein Problem, das viele Künstler und unabhängige Labels seit Jahren anprangern: Die etablierten Streaming-Modelle vergüten Künstler oft nur spärlich, während die Plattformen Milliardenumsätze generieren. Chakuzas Label zieht hier eine klare Grenze und setzt ein Statement, das weit über die Grenzen des Deutschraps hinaus Beachtung finden sollte.
„Mehr als Musik“: Ein eigenes Universum für echte Musikliebhaber
Die Macher von Mehr als Musik sind sich bewusst, dass physische Tonträger für viele nicht mehr das Medium der Wahl sind. Daher haben sie reagiert und einen eigenen Streaming-Dienst ins Leben gerufen. Ab Ende Oktober wird „Suchen & Zerstören 4“ dort zu hören sein, zusammen mit allen anderen Releases des Labels. Der Clou: Dieser Dienst kostet lediglich knapp fünf Euro im Monat. Die Rechnung ist einfach und eindrucksvoll: Mit gerade einmal 1.500 Abonnenten könnten sie das Doppelte der Jahreseinnahmen erzielen, die Spotify in der Vergangenheit generierte. Ein klares Zeichen, dass ein direkter Draht zwischen Künstler und Fan nachhaltiger sein kann.
Letztendlich geht es Mehr als Musik darum, den Fans den wahren Wert von Musik wieder näherzubringen. In einer Zeit, in der Musik oft als kostenloses Gut wahrgenommen wird, will Chakuza mit diesem Schritt ein Bewusstsein dafür schaffen, dass hinter jedem Track harte Arbeit, Kreativität und Leidenschaft stecken. Das ist nicht nur ein mutiger, sondern auch ein wegweisender Schritt für die Zukunft der Musikindustrie.
Bleibt dran, eure BlackBeats.FM Crew!

