Chris Brown entgeht dem Knast – Acht Monate Haft auf Bewährung
R&B-Superstar Chris Brown kommt vorerst mit einem blauen Auge davon. Nach einem gewalttätigen Zwischenfall in einem Londoner Nachtclub hat ein Gericht in der britischen Hauptstadt nun das Urteil gefäl...

Nach einer Flaschenattacke in einem Londoner Club wurde Chris Brown zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der R&B-Star bekannte sich der gewaltsamen Schlägerei schuldig und entging so einer Gefängnisstrafe, sieht sich nun jedoch einer Millionenklage des Opfers gegenüber.
R&B-Superstar Chris Brown kommt vorerst mit einem blauen Auge davon. Nach einem gewalttätigen Zwischenfall in einem Londoner Nachtclub hat ein Gericht in der britischen Hauptstadt nun das Urteil gefällt: Der 37-jährige Sänger wurde zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Zelle bleibt ihm allerdings erspart, denn die Strafe wurde für eine Dauer von zwölf Monaten zur Bewährung ausgesetzt.
Londoner Urteil: Bewährungsstrafe statt Gefängniszelle
Für Chris Brown bedeutet der Richterspruch in Großbritannien ein Aufatmen auf Bewährung. Der Musiker entgeht knapp einem Gefängnisaufenthalt, muss sich im kommenden Jahr allerdings absolut fehlerfrei verhalten. Sollte Breezy innerhalb der zwölfmonatigen Bewährungszeit gegen Auflagen verstoßen oder erneut mit dem Gesetz in Konflikt geraten, wird die achtmonatige Haftstrafe unmittelbar fällig. Zusammen mit Brown stand auch sein Gesangscoach Omololu Akinlolu vor Gericht. Für Akinlolu verhängten die Richter eine mildere Strafe von vier Monaten, die ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Gericht berücksichtigte dabei, dass der Coach den Streit nicht begonnen und im Gegensatz zu Brown nicht mit einem Gegenstand zugeschlagen hatte. Beide Verurteilten wurden zudem dazu verpflichtet, jeweils 1.500 britische Pfund an Prozesskosten zu tragen.
Eskalation im Club: Flaschenattacke auf Musikproduzenten
Der folgenschwere Vorfall ereignete sich bereits im Februar 2023 in einem Londoner Club. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stand der Musikproduzent Abe Diaw. Überwachungsaufnahmen aus der Location lieferten den Ermittlern eindeutige Beweise: Brown schlug Diaw mit einer Tequila-Flasche gleich zweimal auf den Kopf. Anschließend wurde der Produzent verfolgt und weiter attackiert. Infolge des Angriffs musste Diaw im Krankenhaus behandelt werden, wo Ärzte ein schweres Schädeltrauma diagnostizierten.
Obwohl Brown die Vorwürfe anfangs abstritt, bekannte er sich im Juli – ebenso wie sein Begleiter Akinlolu – schließlich schuldig. Durch das Geständnis bezüglich des Tatbestands "Affray" (der Beteiligung an einer gewaltsamen Schlägerei) einigten sich die Anwälte mit der Anklage auf einen Deal. Schwerer wiegende Anklagepunkte, darunter der Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung, wurden im Gegenzug fallengelassen.
Zivilklage droht: Teure Nachwehen für Chris Brown
Auch wenn das Strafmaß milder ausfiel als befürchtet, ist das Kapitel für Chris Brown juristisch noch lange nicht geschlossen. Das Opfer Abe Diaw geht parallel auf dem Zivilweg gegen den US-Künstler vor. Der Produzent fordert Schmerzensgeld und Schadensersatz in Höhe von umgerechnet rund 16 Millionen US-Dollar.
Rechtliche Auseinandersetzungen und horrende finanzielle Forderungen begleiten die Karriere des Ausnahme-Performers seit Jahren. Erst vor wenigen Monaten sorgte ein weiterer Zivilprozess für Schlagzeilen: Nach einem Vorfall mit einem seiner Hunde musste Chris Brown einer ehemaligen Haushälterin die Summe von rund 13 Millionen Dollar zahlen. Ob der Sänger auch im Fall der Londoner Club-Attacke tief in die Tasche greifen muss, wird sich in dem anstehenden Zivilverfahren zeigen.

