Dahabflex schlägt zurück – Nach Linken-Kritik – Seine explosive Antwort!
Berlin-Neukölln ist wieder einmal Schauplatz einer hitzigen Debatte, die weit über die Grenzen des Bezirks hinausreicht. Im Zentrum: Rapper Dahabflex und eine Wahlkampfveranstaltung der Linken, die fü...

Nach einem umstrittenen Auftritt bei einer Linken-Veranstaltung wehrt sich Rapper Dahabflex gegen Vorwürfe des Gewaltaufrufs. Während Parteispitzen seine israelkritischen Texte scharf verurteilen, kritisiert der Künstler eine einseitige und aus dem Kontext gerissene Berichterstattung.
Berlin-Neukölln ist wieder einmal Schauplatz einer hitzigen Debatte, die weit über die Grenzen des Bezirks hinausreicht. Im Zentrum: Rapper Dahabflex und eine Wahlkampfveranstaltung der Linken, die für ordentlich Wellen sorgt. Nachdem israelkritische Zeilen des Künstlers eine Lawine der Empörung ausgelöst hatten, meldet sich Dahabflex nun selbst zu Wort und kritisiert den Umgang mit seinem Auftritt scharf. BlackBeats.FM beleuchtet die kontroverse Story, die nicht nur die Politik, sondern auch die Hip-Hop-Szene in Aufruhr versetzt.
„Stop the Genocide“: Dahabflex entfacht Debatte bei Linken-Event
Am Samstagabend, den 31. August 2026, lud der Neuköllner Bezirksverband der Linken gemeinsam mit Theaterregisseur Volker Lösch zu einer Wahlkampfveranstaltung unter dem Motto „Wütend auf den Kapitalismus!“ ein. Das Line-up versprach politische Töne untermalt von musikalischer Power, unter anderem von Antifuchs und Dahabflex.
Doch es war Dahabflex’ Performance seines Tracks „Stop the Genocide“, die die Gemüter erhitzt. Insbesondere die Zeilen „Yallah, yallah, Intifada, Westbank, Palästina, Gaza“ sowie „Death to the IDF“ (Tod der israelischen Armee) wurden zum Zündstoff einer landesweiten Kontroverse. Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten und kam nicht nur von extern, sondern auch aus den eigenen Reihen der Partei.
Die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp und die Landesvorsitzende der Berliner Linken, Kerstin Wolter, übten massiven Druck auf den Bezirksverband aus. Eralp erklärte unmissverständlich: „Aufrufe zur Gewalt und zur Tötung von Menschen sind absolut inakzeptabel.“ Sie forderte ein sofortiges Einschreiten der Verantwortlichen. Hermann Nehls, Co-Vorsitzender der Linken Neukölln, verteidigte Dahabflex zwar in Teilen, betonte jedoch, dass „Stop the Genocide“ nicht Teil des abgesprochenen Programms gewesen sei. Eine interne Aufarbeitung wurde angekündigt.
Dahabflex vs. Medien & Politik: Eine Abrechnung auf Instagram
Der Neuköllner Rapper ließ die Kritik nicht auf sich sitzen und nutzte seine Instagram-Stories für eine direkte Konfrontation. Mit Screenshots diverser Artikel untermauerte er seine Verärgerung und schrieb: „Mir fehlen die Worte.“ Er prangerte an, dass die gesamte Veranstaltung aus dem Kontext gerissen und auf seine beiden kritisierten Zeilen reduziert werde. Besonders sauer stieß ihm auf, dass seine „Parteigenoss*innen den Wölfen zum Fraß vorgeworfen“ würden, anstatt die „verzerrte Berichterstattung“ zu adressieren.
Auch die Aussagen von Landeschefin Kerstin Wolter, die sich gegen „Aufrufe zur Tötung von Zivilisten und Soldaten“ wandte, hinterfragte Dahabflex direkt. Er konterte, wann er denn jemals zur Tötung von Zivilisten aufgerufen haben soll. Es scheint, als würde der Künstler eine differenziertere Betrachtung seiner Lyrics und der dahinterstehenden Botschaft einfordern.
Ein Déjà-vu für die Szene: Die Schatten der Vergangenheit
Der aktuelle Fall erinnert frappierend an eine ähnliche Situation, die erst wenige Monate zurückliegt. Im Juni 2026 wurde dem Frontmann der Band Bob Vylan, Pascal Robinson-Foster, aufgrund vergleichbarer israelfeindlicher Rufe die Einreise nach Deutschland verwehrt. Auch wenn dieses Einreiseverbot inzwischen wieder aufgehoben wurde, zeigt es doch die Sensibilität des Themas und die potenziellen Konsequenzen für Künstler, die sich dazu äußern.
Die Debatte um Dahabflex und die Neuköllner Linken ist ein weiteres Beispiel dafür, wie schnell politische Statements und musikalische Ausdrucksformen im aktuellen gesellschaftlichen Klima zu Zerreißproben werden können. Für BlackBeats.FM bleibt es spannend zu beobachten, wie sich diese Auseinandersetzung weiterentwickelt und welche Lehren daraus für die Meinungsfreiheit im Hip-Hop und die politische Verantwortung gezogen werden.

