DistroKid Skandal? Yungmon enthüllt – Songs plötzlich gelöscht!
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DistroKid Skandal? Yungmon enthüllt – Songs plötzlich gelöscht!

Von Leon Schäfers | Di., 06.10.2026 - 12:13 Uhr Die digitale Musiklandschaft bietet unabhängigen Künstler:innen nie dagewesene Möglichkeiten, ihre Musik weltweit zu verbreiten. Doch was passiert, wenn...

6. Oktober 2026
4 Min. Lesezeit
Kevin Vollmer
VonRedakteur Deutschrap
Auf einen Blick

Rapper Yungmon erhebt schwere Vorwürfe gegen den Musikdistributor DistroKid, nachdem Erfolgssongs wie Rauch ohne Vorwarnung gelöscht wurden. Grund sollen fehlerhafte KI-Systeme und mangelnder Support sein. Auch Künstler wie Absent berichten von massiven Problemen und Datenverlust.

Von Leon Schäfers | Di., 06.10.2026 - 12:13 Uhr

Die digitale Musiklandschaft bietet unabhängigen Künstler:innen nie dagewesene Möglichkeiten, ihre Musik weltweit zu verbreiten. Doch was passiert, wenn der vermeintliche Partner plötzlich zum Problem wird? Der bekannte Musikdistributor DistroKid steht aktuell massiv in der Kritik, nachdem Rapper Yungmon in einem brisanten Video-Statement enthüllte, dass etliche seiner Tracks sang- und klanglos von den Streaming-Plattformen verschwunden sind. Ein Schock für jeden Artist, der auf Reichweite und Einnahmen angewiesen ist.

"Rauch" und "Stresskonzert"-EP: Songs offline, Künstler ratlos

Yungmons Story ist ein Alptraum für jeden Musiker: Sein erfolgreichster Track, "Rauch", der über fünf Millionen Streams generierte, wurde ohne Vorwarnung von DistroKid offline genommen. Der Grund? Eine angebliche Urheberrechtsbeschwerde. Doch damit nicht genug: Auch seine komplette "Stresskonzert"-EP verschwand spurlos aus den Online-Katalogen. Yungmon berichtet von einem Systemfehler, der Songs eigenmächtig entfernt – ohne jegliche menschliche Prüfung oder Benachrichtigung des Urhebers.

"Man hat mir vorher nicht Bescheid gesagt, was das Problem ist, und ich hab auch keinen Zugriff mehr auf diese Songs," klagt Yungmon in seinem Statement an. Diese fehlende Kommunikation und der mangelnde Zugang zu eigenen Werken sind ein massiver Vertrauensbruch und eine ernsthafte Bedrohung für die künstlerische Existenz.

Der Kampf gegen Bots: Wenn KI Künstler blockiert

Yungmons Versuch, die gelöschten Tracks zurückzubringen, entpuppt sich als frustrierender Kampf gegen Windmühlen. Statt eines menschlichen Ansprechpartners traf er nach eigenen Angaben lediglich auf einen KI-Bot. Erst nach langem Hin und Her erhielt er eine automatisierte Antwort zu "Rauch": Der Track soll angeblich ein anderes Werk sampeln. Eine absurde Behauptung, so Yungmon, da der Beat seines Songs chronologisch älter sei als die vermutete Vorlage. Glücklicherweise ist "Rauch" inzwischen wieder online – allerdings nur, weil der Rapper den Track vorsorglich auch über einen anderen Distributor hochgeladen hatte. Die "Stresskonzert"-EP wartet hingegen noch immer auf ihr Comeback.

Yungmon vermutet, dass DistroKid ein neues, fehlerhaftes System zur Copyright-Erkennung implementiert hat, das ohne ausreichende Prüfung Songs löscht und Künstler:innen im Dunkeln lässt. Er warnt: "Unzählige Artists" seien von diesem Problem betroffen.

Eine Welle der Empörung: Absent, Wk und ausbleibende Einnahmen

Yungmons Hilferuf hallt in der Szene wider. Rapper Absent meldete sich umgehend zu Wort und bestätigte, dass ihm sieben seiner Songs durch DistroKid abhandengekommen sind. Auch in den Kommentarspalten unter DistroKids eigenen Social-Media-Posts häufen sich ähnliche Vorwürfe und dringende Fragen. Ein Name fällt dabei besonders oft: Wk, ein vor einigen Jahren verstorbener Rapper aus Mexiko, dessen über DistroKid vertriebene Musik ebenfalls wortlos verschwindet. Hinzu kommen Anschuldigungen von Indie-Artists, denen seit geraumer Zeit YouTube-Einnahmen vorenthalten werden.

Ein offizielles Statement seitens DistroKid lässt bislang auf sich warten. Auch unsere Anfrage bei BlackBeats.FM blieb bisher unbeantwortet. Diese Vorkommnisse werfen ernsthafte Fragen zur Zuverlässigkeit und Transparenz von Musikdistributoren auf, die für viele Künstler:innen der einzige Weg auf die globalen Streaming-Plattformen sind.

Die Black Music Community fordert Antworten. Wir bleiben dran und werden euch über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Checkt bis dahin Yungmons Video-Statement, um die ganze Tragweite der Situation zu verstehen:

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