Eko Fresh – „Großes Vergnügen“ – So feiert er seinen Kay One-Diss!
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Eko Fresh – „Großes Vergnügen“ – So feiert er seinen Kay One-Diss!

Yo, BlackBeats.FM Family! Wir tauchen heute tief ein in die Annalen des Deutschrap und sezieren einen der kontroversesten Tracks der Szene, der auch Jahre später noch für Gesprächsstoff sorgt: Bushido...

30. August 2026
4 Min. Lesezeit
Julia Hoffmann
VonNews-Redaktion
Auf einen Blick

Eko Fresh offenbart in einem neuen Interview, dass er der wahre Architekt hinter Bushidos legendärem Disstrack gegen Kay One war. Er verfasste den Großteil der Lyrics aus persönlicher Wut und nutzte gezieltes Storytelling, um die öffentliche Meinung zugunsten Bushidos zu drehen.

Yo, BlackBeats.FM Family! Wir tauchen heute tief ein in die Annalen des Deutschrap und sezieren einen der kontroversesten Tracks der Szene, der auch Jahre später noch für Gesprächsstoff sorgt: Bushidos legendären Disstrack „Leben und Tod des Kenneth Glöckler“ gegen Kay One. Doch wer steckt wirklich hinter den messerscharfen Lines? Ein aktuelles Interview mit Eko Fresh bei Rechtsanwalt Christian Solmecke bringt Licht ins Dunkel und enthüllt Erstaunliches über die Entstehung dieses elfminütigen Monumentalwerks.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Eko Fresh maßgeblich an den Lyrics beteiligt war. Doch seine jüngsten Enthüllungen gehen weit über eine bloße Autorenbeteiligung hinaus. Eko macht klar: Was viele als Bushidos persönliche Abrechnung verstanden, war zu einem großen Teil seine eigene Wut, die dort eine Ventile fand.

Eko Fresh: Der wahre Architekt des Disses

Die Geschichte beginnt klassisch: Bushido und Shindy starteten die Arbeit am Track. Doch der Funke wollte nicht überspringen. Erst als Eko Fresh ins Studio kam, nahm die Sache Fahrt auf. Eko erinnert sich, dass anfangs kaum Substanz vorhanden war: „Ich kam an und die hatten irgendwie acht Zeilen oder zwölf Zeilen.“ Diese wenigen Zeilen waren der bekannte A-cappella-Part am Anfang – der Rest? Blankes Blatt. Von diesem Moment an übernahm Eko die kreative Leitung, und das mit einer strategischen Brillanz, die seinesgleichen sucht.

Angesichts der damaligen Sympathien in der Szene, die eher bei Kay One lagen, traf Eko eine entscheidende Wahl: Statt reiner Battle-Lines setzte er auf Storytelling. „Du musst erstmal die Geschichte erzählen, damit du die Sympathie erstmal wieder auf deine Seite kriegst“, erklärt er. Ein Move, der sich als genial erwies. Die berühmte Eröffnungszeile, die Kay Ones Geburt in Ravensburg thematisiert, ist dafür der beste Beweis. Eko rappte sie im Interview kurz an und bekannte sich klar dazu: „Das ist mein Flow, so ne.“ Die Wut, die in jeder Silbe mitschwang, war seine persönliche Abrechnung mit Kay One, der einst in seiner WG lebte und Eko zufolge hinter seinem Rücken zu Bushido wechselte. „Ich habe das sehr persönlich genommen“, gesteht Eko. Und fügt mit einem Grinsen hinzu: „Es war mir ein großes Vergnügen, das zu schreiben.“

Das Mysterium um die 600 Euro: Reisekosten statt Ghostwriting-Honorar?

Ein weiteres heiß diskutiertes Thema war die finanzielle Entlohnung für Ekos Beitrag. Arafat Abou-Chaker hatte in einem Podcast behauptet, Eko habe zwischen 600 und 650 Euro für den Disstrack erhalten. Eine Summe, die im Verhältnis zum Impact des Tracks fast lächerlich wirkt. Eko widerspricht dieser Darstellung vehement. Für den Song selbst habe er nichts genommen. Die besagte Summe erklärt er sich anders: „Ich kann mir nur vorstellen, dass es sich um meine Reisekosten handelt, weil es hört sich an wie ein Hotel und ein Ticket so ungefähr in dem Dreh.“ Eine plausible Erklärung, die das Gerücht in ein neues Licht rückt und einmal mehr zeigt, dass nicht alles Gold ist, was in der Gerüchteküche glänzt. BlackBeats.FM steht für Fakten – und die sind hier eindeutig.

Teamarbeit und späte Reue: Bushidos unerwarteter Einsatz

Eko Fresh beziffert seinen Textanteil am Track auf rund 70 Prozent. Er betont jedoch, dass es Teamarbeit war. Shindy, als „sehr guter Reimefinder“, war ebenso involviert. Und auch Bushido selbst, sonst oft als reiner Vortragskünstler belächelt, brachte sich diesmal ungewöhnlich stark ein. „Bushido war viel engagierter als er sonst war“, erinnert sich Eko. Der Grund dafür war kristallklar: „Er wusste, dass es um seinen Arsch ging.“ Ein Statement, das die damalige Brisanz der Situation unterstreicht.

Heute blickt Eko Fresh differenzierter auf das Werk zurück. Die Wut, die er damals herausließ, saß tief. Kay One hatte ihn in einer für Eko schwachen Phase abserviert. Doch mit den Jahren kommt die Einsicht: „Es tut mir jetzt auch irgendwo leid.“ Er räumt ein, dass „viele Lines, die nicht in Ordnung sind“, in den Track eingeflossen sind – eine Reflexion der damals rauen Zeiten im Deutschrap. Menschlichen Kontakt zu Kay One gab es seither nicht. Bushido selbst hat sich zu den Ghostwriting-Vorwürfen nie umfassend geäußert und Ekos Darstellung in der Vergangenheit sogar widersprochen. Auch von Kay One steht eine Reaktion auf Ekos aktuelle Enthüllungen noch aus. Doch eines ist klar: Eko Fresh hat mit diesem Interview nicht nur ein Stück Deutschrap-Geschichte neu geschrieben, sondern auch einmal mehr bewiesen, dass er ein Meister des Storytellings ist – auf und abseits des Mikrofons.

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