Fler zahlte für Schutz – Ex-Hells Angel packt aus – 60/40 Deal?
Schockierende Enthüllungen: Ex-Hells Angel Zargaran behauptet Fler zahlte Schutzgeld im 60/40-Deal Die Debatte um den berüchtigten „Rücken“ in der deutschen Rap-Szene nimmt kein Ende. Und BlackBeats.F...

In einer neuen Spiegel-TV-Doku behauptet Ex-Hells-Angel Kassra Zargaran, dass Fler jahrelang 60 Prozent seiner Einnahmen als Schutzgeld an die Rocker abgeben musste. Während Zargaran von einem gnadenlosen Deal berichtet, dementiert der Berliner Rapper die Vorwürfe bereits vehement.
Schockierende Enthüllungen: Ex-Hells Angel Zargaran behauptet Fler zahlte Schutzgeld im 60/40-Deal
Die Debatte um den berüchtigten „Rücken“ in der deutschen Rap-Szene nimmt kein Ende. Und BlackBeats.FM ist natürlich dran, wenn es heiß wird. Die neueste Welle der Empörung rollt nach der Veröffentlichung des dritten Teils der fesselnden SPIEGEL TV-Reihe „Im Verhör“. Unter dem Titel „Rappers Rendite – Was kostet der Schutz der Clans?“ packt der ehemalige Hells Angel Kassra Zargaran erneut aus und liefert brisante Details, die die Community in Atem halten. Diesmal rückt vor allem der Berliner Rapper Fler ins Zentrum der Anschuldigungen – und die Zahlen, die Zargaran nennt, sind schockierend.
Moderatorin Christina Pohl und SPIEGEL TV-Reporter Thomas Heise graben tief, während Zargaran Anekdoten aus seiner Zeit bei den Rockern teilt. Während in dieser speziellen Folge auch Massiv und Bushido thematisiert werden, sind es Flers angebliche Verbindungen, die am Ende für den größten Aufruhr sorgen. Das Video auf YouTube hat innerhalb weniger Stunden bereits über 280.000 Views generiert und beweist, wie groß das Interesse an diesen Schattenseiten des Deutschraps ist.
Der 60/40-Deal: Rocker-Anteil an Flers Einnahmen?
Die zentrale Behauptung Zargarans, die wie eine Bombe einschlägt, dreht sich um eine scheinbar simple, aber gnadenlose Regel: „Na ja, ich habe ja nie Verträge gesehen“, erklärt er trocken. Anstatt schriftlicher Abmachungen habe bei den Hells Angels ein ungeschriebenes Gesetz gegolten, das 60 Prozent von Flers Einnahmen an die Rocker und 40 Prozent an den Künstler vorsah. Zargaran rechnet vor, wie sich diese astronomische Forderung zusammensetzte: Ein Künstler erhält von seinem Label anfangs oft nur rund zehn Prozent. Von diesem ohnehin schon geringen Künstleranteil sollen die Hells Angels dann noch einmal 60 Prozent verlangt haben. Der Ex-Rocker differenziert klar: Während ein Label-Vertrag ein echtes Geschäft sei, seien die Zahlungen für den „Rücken“ eine Summe gewesen, die man abdrückte, „weil man cool sein wollte“. Eine Aussage, die die Dynamik von Macht und Abhängigkeit in der Szene gnadenlos offenlegt.
Flers Reaktion: Vorwürfe bereits vehement dementiert
Die Anschuldigungen gegen Fler sind nicht neu und haben in der Vergangenheit bereits für Schlagzeilen gesorgt. Schon in der ersten Folge von „Im Verhör“ hatte Zargaran behauptet, Fler habe unter dem Schutz der Hells Angels gestanden und sei später mit einem Berlinverbot belegt worden. Der Rapper habe „Geld abdrücken müssen“, sei aber „immer anständig behandelt“ worden. Damals ließ Zargaran die genaue Höhe der Zahlungen offen. Fler selbst hatte sich umgehend und ausführlich via Social Media geäußert und die Glaubwürdigkeit des ehemaligen Rockers massiv infrage gestellt. Sein Konter war pointiert: „Wenn ich Schutzgeld an die Hells Angels … … gezahlt habe, warum habe ich dann Stress mit den Hells Angels? Macht das Sinn?“ Einzelne Schilderungen tat er als „wieder nur Hörensagen“ ab. Ob Fler auch auf die nun genannte 60/40-Regel reagieren wird, bleibt abzuwarten.
Die Serie geht weiter: Explosiver Gesprächsstoff garantiert
Die SPIEGEL TV-Reihe ist seit Wochen ein absoluter Hype-Faktor und sorgt für unendlichen Gesprächsstoff in der Hip-Hop-Welt. Die ersten beiden Teile beleuchteten bereits explosive Themen wie ein angebliches Hamburg-Verbot für Bonez MC und die Polizeiakte von Capital Bra. Im dritten Teil stehen nun Massiv und sein ehemaliger Beschützer Ashraf Remmo im Fokus, ebenso wie Bushidos umstrittene Zeit an der Seite von Arafat Abou-Chaker. Am Ende der Folge kündigt Kassra Zargaran zudem ein neues Buch an, das am 17. November erscheinen soll – BlackBeats.FM wird dranbleiben, um euch über alle weiteren Entwicklungen zu informieren. Es scheint, als würde der Vorhang über den undurchsichtigen Machenschaften hinter den Kulissen des Deutschraps noch lange nicht fallen.

