Haftbefehl verlässt Klinik – Sein neuer Kampf in der Drogen-Reha
Aufatmen in der Deutschrap-Community: Nach den dramatischen Ereignissen und dem lebensbedrohlichen Zusammenbruch Anfang Oktober gibt es nun die nächsten vorsichtig optimistischen Neuigkeiten rund um H...

Nach seinem lebensbedrohlichen Zusammenbruch hat Haftbefehl das Krankenhaus verlassen und eine Reha-Klinik in der Schweiz bezogen. Der Offenbacher Rapper zieht sich für unbestimmte Zeit aus der Öffentlichkeit zurück, um sich auf seine Genesung und eine anstehende Nasen-OP zu fokussieren.
Aufatmen in der Deutschrap-Community: Nach den dramatischen Ereignissen und dem lebensbedrohlichen Zusammenbruch Anfang Oktober gibt es nun die nächsten vorsichtig optimistischen Neuigkeiten rund um Haftbefehl. Der 40-jährige Rapper aus Offenbach hat das Krankenhaus in Zürich verlassen und befindet sich nun zur Weiterbehandlung in einer spezialisierten Reha-Klinik. Dies bestätigte sein Manager Erfan Bolourchi gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Schritt für Schritt zurück ins Leben: Verlegung in die Reha
Die Entlassung aus dem Züricher Hospital sei bereits in der vergangenen Woche erfolgt, wie das Management mitteilte. Laut Bolourchi mache der Offenbacher Künstler stetige Fortschritte: Ihm gehe es den Umständen entsprechend gut und sein Zustand verbessere sich von Tag zu Tag. Dennoch liegt noch ein harter, steiniger Weg vor dem Ausnahmekünstler. Die medizinische Versorgung ist keineswegs beendet, denn Haftbefehl steht in naher Zukunft noch ein operativer Eingriff an der Nase bevor. Genaue Einzelheiten dazu behielt das Umfeld für sich, allerdings tauchten bereits kürzlich Aufnahmen auf, die den Rapper mit einem deutlichen Nasenverband zeigten. Berichten zufolge musste seine Nase infolge des jahrelangen Drogenkonsums in den vergangenen Monaten bereits mehrfach rekonstruiert werden.
Karriere auf Pause: Gesundheit hat absolute Priorität
Dass der Schock tief sitzt, spiegelt sich auch in der beruflichen Zukunftsplanung wider. Fans werden sich auf eine ausgedehnte Pause des Rappers einstellen müssen. Bolourchi stellte unmissverständlich klar, dass Haftbefehl sich für einen längeren Zeitraum komplett aus dem Musikgeschäft und der Öffentlichkeit zurückziehen wird. Schon Mitte Oktober hatte sein jüngerer Bruder Capo im Namen der Familie gehandelt und die anstehenden Live-Shows in Düsseldorf und Berlin abgesagt. Damals hieß es bereits offiziell, dass sich Aykut unter strenger ärztlicher Aufsicht befinde. Der drastische Schritt unterstreicht, dass die Genesung des Künstlers jetzt bedingungslos über jeder Album-Promo oder Konzertbühne steht.
Neustart in der Schweiz: Ein geschütztes Umfeld fernab der Heimat
Um Haftbefehl vor Rückschlägen zu schützen, bleibt der genaue Standort der Einrichtung streng unter Verschluss. Bekannt ist lediglich, dass sich die Reha unweit von Zürich befindet – eingebettet in die Schweizer Natur und vollkommen abgeschirmt vom gewohnten Trubel. Am vergangenen Wochenende wurde der Musiker bereits bei einem begleiteten Ausflug am Zürichsee gesehen. Die Wahl des Behandlungsortes fiel ganz bewusst: Ein enger Vertrauter der Familie betonte, dass man ihn gezielt aus seinem bisherigen Umfeld herausreißen wollte, um jeglichen Kontakt zum Drogenmilieu rigoros zu unterbinden. Wie ernst die Angehörigen die Situation nehmen, zeigte auch das konsequente Vorgehen von Capo, der Berichten zufolge mit aller Härte gegen Dealer aus dem Umfeld seines Bruders vorgeht.
Hintergrund der intensiven Therapiemaßnahme ist ein schwerer Rückfall Anfang Oktober, bei dem Haftbefehl nach dem Konsum immenser Mengen an Kokain mehrere Tage lang im künstlichen Koma auf der Intensivstation um sein Leben kämpfte. Wie lange der Aufenthalt in der Schweizer Reha-Klinik andauern wird, ist derzeit noch völlig offen. Die Hip-Hop-Welt hofft nun inständig, dass die Deutschrap-Ikone die nötige Ruhe findet, um diesen Kampf abseits des Scheinwerferlichts endgültig zu gewinnen.

