Kanye West verklagt – Sechsstellige Summe für 'Vultures 2' offen?
Kanye West , der für seine opulenten musikalischen Projekte und gelegentlichen Kontroversen bekannt ist, sieht sich erneut mit rechtlichen Problemen konfrontiert. Diesmal wird er von einem Musikproduz...

Ein Musikproduzent verklagt Kanye West auf mindestens 110.000 US-Dollar wegen unbezahlter Arbeit an Vultures 2 und Bully. Der Kläger wirft Ye vor, trotz intensiver KI-Produktion und Vocal-Bearbeitungen weder Honorare noch die versprochenen Credits gezahlt zu haben.
Kanye West, der für seine opulenten musikalischen Projekte und gelegentlichen Kontroversen bekannt ist, sieht sich erneut mit rechtlichen Problemen konfrontiert. Diesmal wird er von einem Musikproduzenten verklagt, der behauptet, Ye habe ihn für die Arbeit an „Vultures 2“ unter extremem Zeitdruck gesetzt – und ihm dann keinen Cent gezahlt. Eine neue Klage, die TMZ vorliegt, wirft ein Schlaglicht auf die Arbeitsbedingungen hinter den Kulissen von Yes jüngsten Veröffentlichungen.
Anonyme Klage: Unbezahlte Arbeit an "Vultures 2"
Der namentlich nicht genannte Produzent, der unter dem Pseudonym „John Doe“ klagt, gibt an, am 1. August 2024 an Bord geholt worden zu sein – nur zwei Tage vor der geplanten Veröffentlichung von „Vultures 2“. Eine solche Deadline verdeutlicht den extremen Druck, unter dem die Produktion stand. Laut Doe führte Ye die Aufnahmesessions persönlich und verlangte umfassende Beiträge. Der Produzent soll über 400 „Vocal Generations“ erstellt und mindestens 13 maßgeschneiderte KI-Sprachmodelle entwickelt haben.
Seine Aufgaben umfassten demnach die Rekonstruktion von Vocals, die Umwandlung von Performances in die modellierten Stimmen anderer Künstler und sogar die Nutzung eigener Aufnahmen als Ausgangsmaterial für die fertigen Master. Diese Art von KI-gestützter Produktion ist ein wiederkehrendes Thema in Yes jüngsten Werken und zeigt, wie sehr er auf innovative – aber offenbar auch kostengünstige – Techniken setzt. Doe behauptet, seine Arbeit sei auf fünf Tracks von „Vultures 2“ gelandet.
„Bully“-Projekt und unerfüllte Versprechen
Die Zusammenarbeit endete jedoch nicht mit „Vultures 2“. Der Produzent gibt an, später an zwei veröffentlichten Tracks von Yes „Bully“-Projekt sowie an mehreren unveröffentlichten Songs gearbeitet zu haben. Laut Doe erkannte Yes Team seine Arbeit Ende 2024 an, diskutierte eine Aktualisierung seiner Credits auf digitalen Streaming-Plattformen und bot ihm sogar einen Master-Buyout an. Doch das Versprechen blieb unerfüllt: Weder Geld noch Credits seien jemals angekommen.
Doe sagt, er habe sich wiederholt an Yes Business Manager gewandt – darunter Milo Yiannopoulos –, um die ausstehende Zahlung zu erhalten, doch ohne Erfolg. Diese Behauptungen werfen ein kritisches Licht auf Yes Managementpraktiken und die Behandlung von Kollaborateuren.
Die Forderungen: Sechsstelliger Betrag und Credits
Der Produzent fordert nun mindestens 110.000 US-Dollar für die sieben veröffentlichten Tracks: 80.000 US-Dollar für seine Arbeit an „Vultures 2“ und 30.000 US-Dollar für „Bully“. Zusätzlich verlangt er Schadensersatz für seine unveröffentlichte Arbeit. Ein weiterer wichtiger Punkt der Klage ist die Forderung, dass ein Richter Yes Unternehmen dazu zwingt, ihm die entsprechenden Credits auf Streaming-Plattformen zuzuweisen. Im Musikgeschäft sind Credits nicht nur eine Frage der Anerkennung, sondern auch der zukünftigen Verdienstmöglichkeiten und des beruflichen Rufs.
BlackBeats.FM hat Kanye West um eine Stellungnahme gebeten, aber bisher keine Antwort erhalten. Es bleibt abzuwarten, wie Ye und sein Team auf diese ernsthaften Anschuldigungen reagieren werden, die erneut Zweifel an seinen Geschäftspraktiken aufkommen lassen.

