Kendrick Lamar Filmprojekt mit South Park-Machern auf Eis gelegt
Die kreativen Köpfe hinter der Kultserie "South Park", Trey Parker und Matt Stone , haben mit einer unerwarteten Nachricht für Aufsehen gesorgt: Ihr mit Spannung erwartetes Musical-Filmprojekt, an dem...

Das ambitionierte Musical-Filmprojekt von Kendrick Lamar und den South Park-Schöpfern wurde von Paramount auf unbestimmte Zeit verschoben. Trotz eines Budgets von bis zu 100 Millionen Euro verhindern Zeitmangel und andere Verpflichtungen der Macher derzeit die Fertigstellung.
Die kreativen Köpfe hinter der Kultserie "South Park", Trey Parker und Matt Stone, haben mit einer unerwarteten Nachricht für Aufsehen gesorgt: Ihr mit Spannung erwartetes Musical-Filmprojekt, an dem auch Hip-Hop-Superstar Kendrick Lamar beteiligt war, liegt vorerst auf Eis. Das von The Ankler zuerst gemeldete Vorhaben, intern bei Paramount unter dem Arbeitstitel "Whitney Springs" bekannt, wurde vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben.
"Whitney Springs" – Ein 100-Millionen-Dollar-Projekt auf Eis
Das ambitionierte Projekt, eine Musical-Komödie über Sklaverei-Reparationen, sollte nicht nur mit der unverkennbaren Handschrift von Parker und Stone glänzen, sondern auch durch die musikalische Brillanz von Kendrick Lamar bereichert werden. Der mit mehreren Grammys ausgezeichnete Künstler war nicht nur als Produzent an Bord, sondern hatte auch Originalmusik für den Film beigesteuert. Das Drehbuch stammt aus der Feder von "South Park"-Autor Vernon Chatman, was die Erwartungen an den satirischen Biss und die intelligente Unterhaltung zusätzlich schürte.
Ursprünglich war der Kinostart für den 4. Juli 2025 angesetzt. Doch die Pläne änderten sich: Im März 2025 wurde das Veröffentlichungsdatum auf den 20. März 2026 verschoben. Der endgültige Schlag folgte im November 2025, als der Film komplett von der Release-Liste gestrichen wurde. Nun scheint das Projekt auf absehbare Zeit gestorben zu sein, was Fans und Branchenbeobachter gleichermaßen enttäuscht.
Entschuldigung der Macher und die wahren Gründe
Trey Parker und Matt Stone haben sich in einem Statement zu Wort gemeldet und die volle Verantwortung für die Verzögerung übernommen: "Wir übernehmen die volle Verantwortung für die Terminverzögerung dieses Films… wir entschuldigen uns bei unseren Partnern bei pgLang und Paramount und wissen ihre Geduld zu schätzen. South Park und die Umstände des Lebens sind uns in die Quere gekommen, aber wir glauben weiterhin an das Projekt." Diese Erklärung deutet darauf hin, dass die laufende Arbeit an "South Park" sowie persönliche Umstände eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben könnten.
Finanziell ist das Projekt keine Kleinigkeit. Quellen, die mit der Produktion vertraut sind, berichten, dass Paramount über 100 Millionen Dollar in den Film investiert hat. Dies geschah im Rahmen eines sogenannten "negative pickup"-Deals, bei dem die Filmemacher das restliche Budget nach Abzug aller Kosten behalten dürfen. Während ein Insider sogar von beeindruckenden 150 Millionen Dollar spricht, schätzen andere, die mit den Vertragsdetails vertraut sind, die Summe auf 70 bis 80 Millionen Dollar. Unabhängig von der genauen Zahl ist es eine beträchtliche Investition, die nun auf Eis liegt.
Paramounts Herausforderungen abseits der Leinwand
Die Verschiebung des Films kommt in einer turbulenten Zeit für Paramount. CEO David Ellison von Paramount-Skydance ist seit geraumer Zeit damit beschäftigt, die geplante 111 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch eine bundesstaatliche Kartellprüfung zu bringen. Diese Akquisition stößt jedoch auf erheblichen Widerstand: Zwölf Generalstaatsanwälte verschiedener Bundesstaaten versuchen aktiv, den Deal zu blockieren, was Ellison in einen andauernden Rechtsstreit verwickelt. Es ist denkbar, dass diese massiven unternehmerischen Herausforderungen indirekt oder direkt die Entscheidung beeinflusst haben, ein so großes und komplexes Filmprojekt vorerst zurückzustellen.
Die Nachricht ist ein Dämpfer für alle, die sich auf eine weitere kreative Kollaboration im Hause Parker/Stone gefreut haben, besonders mit der Beteiligung eines Ausnahmekünstlers wie Kendrick Lamar. Wir bleiben gespannt, ob und wann "Whitney Springs" jemals das Licht der Kinoleinwand erblicken wird.

