Knast-Eskalation – Diddy nach Schlägerei mit Drogenboss verlegt
Hinter Gittern kehrt für Hip-Hop-Schwergewicht Sean „Diddy“ Combs keine Ruhe ein. Der 56-jährige Musiker und Produzent wurde vor Kurzem überraschend verlegt: Für den Bad-Boy-Records-Gründer ging es vo...

Nach einer mutmaßlichen Schlägerei mit einem Drogenboss wurde Sean „Diddy“ Combs in das Hochsicherheitsgefängnis FCI Allenwood verlegt. Offiziell als Schutzmaßnahme deklariert, folgt der Transfer auf Berichte über Privilegien und Razzien, die Diddys Haftzeit bis 2028 verlängerten.
Hinter Gittern kehrt für Hip-Hop-Schwergewicht Sean „Diddy“ Combs keine Ruhe ein. Der 56-jährige Musiker und Produzent wurde vor Kurzem überraschend verlegt: Für den Bad-Boy-Records-Gründer ging es vom Bundesgefängnis Fort Dix im US-Bundesstaat New Jersey in das FCI Allenwood nach Pennsylvania. Während sich das US-amerikanische Bureau of Prisons zu den konkreten Hintergründen bedeckt hält, zeichnen die jüngsten Berichte aus den USA ein deutliches Bild der angespannten Lage.
Neues Gefängnis: Mehr Sicherheit und Kontrolle in Allenwood
Bei Diddys neuer Unterbringung handelt es sich wie zuvor in Fort Dix um eine Haftanstalt mit niedriger Sicherheitsstufe – dennoch unterscheiden sich die beiden Einrichtungen deutlich. Während Fort Dix mit rund 4.000 Häftlingen voll belegt ist, sitzen in FCI Allenwood lediglich etwa 1.000 Insassen ein. Gegenüber TMZ beschrieb ein ehemaliger Justizvollzugsbeamter das Gefängnis als moderne Anlage ohne tote Winkel. Durch die abgelegene, ländliche Lage in Pennsylvania sei es für Häftlinge zudem erheblich schwieriger, Schmuggelware auf das Gelände zu schleusen.
Diddys Sprecher, Juda Engelmayer, begrüßte den Schritt offiziell gegenüber dem US-Magazin XXL: Man schätze es sehr, dass die Gefängnisbehörde die Sicherheit von Sean und allen Beteiligten ernst nehme. Da Diddy weiterhin in einem Trakt mit niedriger Sicherheitsstufe untergebracht bleibt, werten Branchenkenner die Verlegung primär als behördliche Schutzmaßnahme und nicht als Disziplinarstrafe.
VIP-Skandal, Drogenboss-Zoff und die Gerüchte um eine Schlägerei
Der Transfer folgt auf äußerst turbulente Wochen im Gefängnisalltag des Musikstars. Ein Bericht des Senders NBC über ein vermeintliches Luxusleben Diddys – inklusive Massagen, Alkohol und Handynutzung – hatte zuvor für reichlich Wirbel gesorgt und Diddy eine Rückkehr in Einzelhaft eingebracht. Im Zuge dieses Berichts führten die Vollzugsbeamten großflächige Razzien durch, bei denen auch die Zellen anderer Gefangener durchsucht wurden.
Darunter befand sich auch der bekannte jamaikanische Drogenboss Christopher „Dudus“ Coke, der eine 23-jährige Haftstrafe verbüßt. Laut TMZ-Quellen soll Coke extrem verärgert darüber gewesen sein, dass die Aufmerksamkeit um Diddy auch andere Insassen ihre Schmuggelware kostete. Kurz darauf machten Gerüchte über eine gewaltsame Auseinandersetzung die Runde, bei der Diddy einen heftigen Schlag gegen den Kopf erlitten haben soll. Tatsächlich musste er wenig später mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus behandelt werden. Die US-Gefängnisbehörde dementierte den Vorfall allerdings prompt gegenüber TMZ und erklärte, die Geschichte habe so nicht stattgefunden. Das US-Portal Page Six berichtete alternativ, Diddy habe sich die Verletzung schlicht an einem Stockbett zugezogen.
Spürbare Konsequenzen: Diddys Entlassung verschiebt sich auf 2028
Ganz ohne Konsequenzen blieben die bisherigen Regelverstöße für den Musiker jedoch nicht. Diddy verlor 41 Tage seines Strafnachlasses für gute Führung. Darüber hinaus wurde ihm für einen Zeitraum von 400 Tagen das Privileg entzogen, im Gefängnisladen (Commissary) einzukaufen.
Die Sanktionen schlagen sich auch direkt auf seine Haftdauer nieder: Diddys voraussichtlicher Entlassungstermin hat sich offiziell nach hinten verschoben. Nach derzeitigem Stand wird Sean Combs erst am 2. März 2028 wieder auf freien Fuß kommen. Ob in der kleineren und strenger überwachten Anlage in Allenwood nun mehr Ruhe für den Musikmogul einkehrt, bleibt abzuwarten.

