Linke distanziert sich scharf – Klartext gegen Remmo-Clan!
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Linke distanziert sich scharf – Klartext gegen Remmo-Clan!

Berlin brodelt! Was wie ein politischer Paukenschlag klingt, hat die Hauptstadt und darüber hinaus in Aufruhr versetzt: Das unerwartete Auftauchen von Clanchef Issa Remmo auf einer Wahlparty der Berli...

21. September 2026
4 Min. Lesezeit
Aylin Yildiz
VonKulturredakteurin
Auf einen Blick

Nach dem Auftauchen von Clanchef Issa Remmo auf einer Wahlparty der Berliner Linken distanziert sich die Partei scharf von organisierter Kriminalität. Spitzenkandidatin Elif Eralp betonte, der Gast sei weder eingeladen noch willkommen gewesen und umgehend des Saales verwiesen worden.

Berlin brodelt! Was wie ein politischer Paukenschlag klingt, hat die Hauptstadt und darüber hinaus in Aufruhr versetzt: Das unerwartete Auftauchen von Clanchef Issa Remmo auf einer Wahlparty der Berliner Linken hat für weitreichende Diskussionen gesorgt. Als eure Top-Quelle für alles, was im Hip-Hop und der Black Music Szene abgeht, beleuchten wir bei BlackBeats.FM nicht nur die Beats, sondern auch die Vibes und die gesellschaftlichen Debatten, die unsere Städte prägen.

Die Nachricht, die zuerst durch Spiegel TV die Runde machte, löste eine Welle der Empörung und Klarstellungen aus. Doch was genau ist passiert, und welche Wellen schlägt dieses Ereignis im politischen und gesellschaftlichen Kontext Berlins?

Die Faktenlage: Ein ungebetener Gast und deutliche Worte

Es war ein Abend, der die Feierlaune der Berliner Linken nach einem beachtlichen Wahlerfolg trübte. Auf einer Wahlparty im Bezirk Neukölln, einem Hotspot, in dem diverse Kulturen und Meinungen aufeinandertreffen, erschien niemand Geringerer als Issa Remmo. Die Reaktion der Partei ließ nicht lange auf sich warten und war unmissverständlich. Die Spitzenkandidatin Elif Eralp stellte im ZDF klar: „Er war nicht eingeladen und wurde wieder rausgeschickt.“ Eine Aussage, die durch ihre Deutlichkeit kaum zu überbieten war, und Eralp legte nach: „Mit organisierter Kriminalität haben wir nichts zu tun, die bekämpfen wir.“ Das ist eine Ansage, die in der politischen Landschaft Berlins, wo das Thema Clankriminalität immer wieder für Schlagzeilen sorgt, von besonderer Relevanz ist.

Auch die Neuköllner Linke selbst distanzierte sich mit Nachdruck. Jorinde Schulz vom Bezirksvorstand erklärte gegenüber der dpa, dass es sich um eine öffentliche Veranstaltung gehandelt habe, zu der auch ungeladene Personen Zutritt hatten. „Uns war die Person und ihre Anwesenheit im Speziellen nicht bekannt, sie steht nicht auf unserer Anmeldeliste,“ so Schulz. Die Anwesenheit habe selbstverständlich „nichts geändert“ an ihrer Haltung. Brisant wird die Situation zusätzlich durch den Hinweis des Vereins democ, dass Remmo in Begleitung des PFLP-Aktivisten Ibrahim Ibrahim gewesen sein soll, einer Organisation, die von der EU als Terrororganisation eingestuft wird. Ein Detail, das die Debatte umso komplexer macht.

Politische Wellen und Forderungen nach Klarheit

Die Reaktionen aus der Berliner Politik ließen nicht auf sich warten und zeigten die Ernsthaftigkeit der Situation. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) meldete sich prompt auf X (ehemals Twitter) zu Wort und bezeichnete den Vorfall als ein „verstörendes Signal“. Seine Forderung war klar: „Gerade eine Partei, die Verantwortung für unsere Stadt übernehmen will, muss unmissverständlich deutlich machen, dass es keinerlei Nähe zu Strukturen geben darf, die zur organisierten Kriminalität gehören.“ Eine Ansage, die besonders vor dem Hintergrund möglicher Koalitionsgespräche Gewicht hat.

Auch Nina Stahr, Landeschefin der Grünen, forderte von der Linken eine schnelle Aufklärung: „Das wird die Linke klären müssen, was da passiert ist, warum das passiert ist.“ Die Konsequenzen dieses Vorfalls könnten also weit über die reine Distanzierung hinausgehen und die politische Landschaft Berlins nachhaltig beeinflussen. Insbesondere da Mitgliedern des Remmo-Clans eine Reihe schwerer Straftaten vorgeworfen wird, darunter die spektakulären Diebstähle der „Big Maple Leaf“-Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum im Jahr 2017 und der Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden 2019.

Was bedeutet das für die Szene und die Stadt?

In einer Stadt wie Berlin, die für ihre kulturelle Vielfalt, aber auch für ihre sozialen Spannungen bekannt ist, sind solche Vorfälle immer wieder Anlass für Diskussionen. Für die Black Music und Hip-Hop Szene, die sich oft kritisch mit gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten auseinandersetzt und authentische Stimmen feiert, ist die klare Haltung gegen Kriminalität und für gesellschaftliche Verantwortung essenziell. Es zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, klare Linien zu ziehen und sich von fragwürdigen Strukturen zu distanzieren, um die Integrität und den Fortschritt unserer Communities zu wahren. Die Berliner Linke, die bei der Wahl mit 25,7 Prozent stärkste Kraft wurde, hat nun die Aufgabe, nicht nur politisch, sondern auch moralisch Stärke zu beweisen und die notwendigen Konsequenzen aus diesem Vorfall zu ziehen.

BlackBeats.FM bleibt dran und berichtet weiterhin über alle relevanten Entwicklungen, die unsere Stadt und unsere Szene bewegen. Stay tuned!

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