Miss You" Beef eskaliert – Schulz-Manager packt aus!
Die Musikwelt hat vor etwa vier Jahren gebannt zugesehen, wie sich ein brisanter Streit um den Hit "Miss You" entwickelte. Im Zentrum: der aufstrebende Producer Southstar und der etablierte Star-DJ Ro...

Im Podcast „People of Ibiza“ äußert sich Robin Schulz' Manager Stefan Dabruck zum „Miss You“-Eklat. Er wirft Southstar vor, ein Kooperationsangebot hintergangen zu haben, woraufhin man die fast identische Version als bewusste Provokation veröffentlichte, was in Morddrohungen gipfelte.
Die Musikwelt hat vor etwa vier Jahren gebannt zugesehen, wie sich ein brisanter Streit um den Hit "Miss You" entwickelte. Im Zentrum: der aufstrebende Producer Southstar und der etablierte Star-DJ Robin Schulz. Während die Deutschrap-Szene sich größtenteils hinter Southstar stellte, der Schulz des Ideenklaus bezichtigte, gab es stets zwei Seiten der Medaille. Nun, Jahre später, packt Stefan Dabruck, der Manager von Robin Schulz, in Johannes Hallers "People of Ibiza"-Podcast schonungslos aus und beleuchtet die Ereignisse aus seiner Perspektive. BlackBeats.FM taucht ein in die Hintergründe dieser schwelenden Kontroverse.
Die Geburtsstunde eines Beefs: Eine Idee, zwei Wege?
Die Ausgangslage ist bekannt: Beide Parteien hatten sich des Oliver Tree-Tracks "Jerk" angenommen, um ihn in ein energiegeladenes Dance-Brett zu verwandeln. Southstar veröffentlichte seine Version "Miss You", kurz darauf folgte Robin Schulz mit einem Remix, der frappierende Ähnlichkeiten aufwies. Die Reaktion der Szene war eindeutig: Rapper wie Pashanim, Symba, Bausa, Prinz Pi und Ahzumjot solidarisierten sich öffentlich mit Southstar. Der Vorwurf: Ein aufstrebendes Talent sei von einem Major-Player kopiert worden.
Stefan Dabruck beleuchtet diesen kritischen Punkt nun anders. Ohne Namen zu nennen, aber unmissverständlich auf den Fall anspielend, erklärt er im Podcast, dass sowohl sein Team als auch Southstar unabhängig voneinander die Idee hatten, "Jerk" zu remixen. Der entscheidende Unterschied laut Dabruck: Sein Team hatte bereits eine Lizenzierung des Originaltracks mit Oliver Tree in die Wege geleitet. Sie hätten Southstar daraufhin ein Angebot unterbreitet, sich zusammenzutun und eine gemeinsame Version zu veröffentlichen. Eine Einigung schien nahe.
Doch dann die Wendung, so Dabruck: Southstar habe zwar zugestimmt, aber "im Hintergrund hat er versucht, uns abzuziehen". Daraufhin zog Southstar seine Solo-Version von "Miss You" durch und veröffentlichte sie auf eigene Faust. Dabruck reagierte prompt und, wie er zugibt, bewusst provokativ: Er sorgte dafür, dass Robin Schulz' Version so schnell wie möglich erschien – und zwar in einer Form, die der von Southstar nahezu glich. Eine gewollte Eskalation, die bereits 2022 in einem Statement angedeutet wurde.
Die Folgen einer "Racheaktion": Morddrohungen und ein "vernichtender" Erfolg
Was für Dabruck als bewusste Reaktion begann, entwickelte sich zu einer extrem belastenden Phase. Er schildert, wie er am Releasetag von Robin Schulz' "Miss You" im Krankenhausbett lag, gerade eine 15-stündige OP überstanden, da er zu dieser Zeit mit Mandelskrebs kämpfte. Von dort aus musste er den einsetzenden Shitstorm managen. Nicht nur sei sein Team von "Rap-Vollpennern" bombardiert worden, Robin Schulz selbst habe sogar Morddrohungen erhalten. Ein dunkles Kapitel, in dem Dabruck heute zugibt, dass es falsch war, die Streitigkeiten auf Kosten seines Künstlers auszutragen – Schulz habe bis kurz vor Release geglaubt, es würde einen gemeinsamen Remix geben.
Trotz der menschlichen und gesundheitlichen Turbulenzen zeigt sich Dabruck in einem Punkt bis heute unnachgiebig stolz: Ihre Version habe den Track von Southstar wirtschaftlich "komplett vernichtet". Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Southstars "Miss You" zählt aktuell knapp 230 Millionen Streams auf Spotify, während Robin Schulz' Version bei beeindruckenden 875 Millionen Streams liegt. Dabrucks Schlusswort dazu: "Never f*ck a f*cker." Eine harte Ansage, die die gnadenlose Realität des Musikgeschäfts unterstreicht.
Die Ungereimtheiten: Southstars Schweigen und die offenen Fragen
Die Aussagen von Stefan Dabruck werfen ein neues Licht auf die "Miss You"-Saga, stehen aber im direkten Widerspruch zu Southstars damaliger Darstellung. Der junge Producer hatte seinerzeit via Instagram-Story vehement bestritten, jemals von Robin Schulz oder seinem Team für eine Kollaboration angefragt worden zu sein. Bislang hat Southstar nicht auf die jüngsten Enthüllungen von Dabruck reagiert. Dies lässt Raum für Spekulationen und hält die Kontroverse am Leben.
Die "Miss You"-Affäre bleibt ein Lehrstück über Urheberrecht, Lizenzierungen, die Dynamik zwischen etablierten Stars und aufstrebenden Talenten sowie die gnadenlose Geschäftswelt hinter den Kulissen der Musikindustrie. BlackBeats.FM wird die Entwicklungen weiterhin genau beobachten.
Den gesamten Podcast mit Stefan Dabruck könnt ihr euch hier ansehen:
Die relevanten Details zur Southstar-Kontroverse beginnen ab Minute 57:23.

