Mois ausgeladen – Petition kippt Restaurant-Eröffnung in Hannover!
BlackBeats News

Mois ausgeladen – Petition kippt Restaurant-Eröffnung in Hannover!

Stand: Di., 08.09.2026 - 14:03 Uhr Hannover brodelte, die Szene stand Kopf: Für diesen Freitag, den 11. September, war die große Eröffnung des neuen Philly-Cheesesteak-Lokals „Bang Bang“ in Hannover g...

8. September 2026
4 Min. Lesezeit
Melissa Brandt
VonInterview-Redaktion
Auf einen Blick

Nach massiven Protesten und einer Online-Petition hat das neue Restaurant Bang Bang in Hannover die Zusammenarbeit mit Mois beendet. Der Betreiber distanziert sich aufgrund früherer Gewaltvorwürfe gegen den Influencer und spendet künftig einen Teil der Einnahmen für den guten Zweck.

Stand: Di., 08.09.2026 - 14:03 Uhr

Hannover brodelte, die Szene stand Kopf: Für diesen Freitag, den 11. September, war die große Eröffnung des neuen Philly-Cheesesteak-Lokals „Bang Bang“ in Hannover geplant – und mit ihr ein prominenter Auftritt von Influencer Mois als Werbegesicht. Doch es kommt anders als gedacht. In einer überraschenden Wendung wurde die Zusammenarbeit mit Mois beendet und seine Anwesenheit zur Eröffnung abgesagt. Was steckt dahinter? Eine Welle der Empörung, eine engagierte Petition und die kritische Masse der sozialen Medien zwangen den Restaurantbesitzer zur Kehrtwende. BlackBeats.FM beleuchtet die Hintergründe dieser brisanten Entwicklung.

Community-Druck führt zur Ausladung: Bang Bang zieht Reißleine

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Der Betreiber des „Bang Bang“ entschuldigte sich in einem Instagram-Post öffentlich für die geplante Kooperation mit Mois. Er gestand ein, sich im Vorfeld nicht ausreichend mit der Historie des Content Creators beschäftigt zu haben. Doch damit nicht genug: Als Zeichen des guten Willens und der Distanzierung kündigte er an, einen Teil der künftigen Einnahmen einem guten Zweck zukommen zu lassen. Die genauen Details zu den Spendenempfängern sollen zeitnah bekannt gegeben werden. Eine klare Botschaft: Das Restaurant positioniert sich entschieden gegen jegliche Form von Gewalt gegen Frauen, Antisemitismus und Diskriminierung.

Die Entscheidung war die direkte Folge einer massiven Social-Media-Kampagne und einer Online-Petition. Doch warum gerade hier und jetzt? Mois ist bekanntlich an mehreren 24/7-Kiosken beteiligt, ohne dass dort ein vergleichbarer Aufschrei entstand. Der Unterschied liegt womöglich im Detail: Das „Bang Bang“ liegt im Stadtteil Linden, einem Viertel Hannovers, das für seine links-alternative und weltoffene Haltung bekannt ist. Hier stieß die Verbindung zu Mois auf besonders heftigen Widerstand. Die Fassade des noch nicht eröffneten Lokals zeugte bereits von der Ablehnung: Graffitis wie „F*ck Mois“ und „Kein Platz für Täter“ machten die Stimmung unmissverständlich klar.

Schwere Vorwürfe: Die Schatten der Vergangenheit holen Mois ein

Die Petition und die Social-Media-Kritik bezogen sich explizit auf Mois’ früheres Verhalten, insbesondere gegenüber Frauen. Im Zentrum der Vorwürfe steht die öffentlichkeitswirksame Trennung von Mois und seiner Ex-Frau Anys vor über zwei Jahren. Anys erhob damals in verschiedenen Statements schwere Anschuldigungen, sprach von psychischer und physischer Misshandlung sowie Morddrohungen gegen sie und ihre gemeinsamen Kinder.

Ein besonders schockierendes Detail, das in der Online-Petition hervorgehoben wird, ist ein YouTube-Video von Mois selbst, das kurz nach den Veröffentlichungen von Anys entstand. Darin gestand Mois ein, seine Ex-Partnerin geschlagen zu haben, und äußerte dabei den zutiefst verstörenden Satz: „Ja, ich habe sie geschlagen und bei Gott, ich bin froh, dass ich sie nicht getötet habe.“ Diese Äußerungen und die damit verbundenen Diskussionen über häusliche Gewalt haben nun weitreichende Konsequenzen für Mois’ öffentliche Auftritte und Kooperationen.

Was bedeutet das für die Zukunft von Influencern und Brands?

Der Fall Mois und die abgesagte Eröffnung des „Bang Bang“ in Hannover sind ein klares Signal. Sie zeigen, wie stark die Community, insbesondere in sensiblen Stadtteilen, auf die Werte von Kooperationspartnern achtet und wie schnell Fehlentscheidungen im Influencer Marketing korrigiert werden müssen. Für Marken wird es immer wichtiger, nicht nur die Reichweite, sondern auch die Historie und das öffentliche Image ihrer Werbepartner genau zu prüfen. Für Black Music Fans und die Hip-Hop-Kultur ist dies ein Beleg dafür, dass auch abseits der Musik die Gesellschaft genau hinschaut und Haltung erwartet.

Passendes Video

Automatisch passend zum Artikel via YouTube

Kommentare

0 aktive Diskussionen

Live · Letzte 7 Tage

Meistgelesen

Die Stories, die gerade jeder liest