Nach Rauswurf aus Zypern – ApoRed offenbar in den Libanon geflüchtet
Schwere Vorwürfe und der Status als Persona non Grata Die Negativschlagzeilen rund um ApoRed reißen nicht ab. Der Webvideoproduzent und Rapper, der sich einst selbst als der „Allerechte“ inszenierte, ...

Nach schweren Vorwürfen wegen Sexualdelikten wurde ApoRed offiziell aus Nordzypern ausgewiesen und zur Gefahr für die öffentliche Sicherheit erklärt. Der Rapper behauptet nun, per Boot in den Libanon geflohen zu sein, während Kritiker eine Inszenierung vermuten.
Schwere Vorwürfe und der Status als Persona non Grata
Die Negativschlagzeilen rund um ApoRed reißen nicht ab. Der Webvideoproduzent und Rapper, der sich einst selbst als der „Allerechte“ inszenierte, sieht sich mit massiven Anschuldigungen konfrontiert. Ihm werden schwere Sexualdelikte gegen drei minderjährige Mädchen im Alter von 15, 16 und 17 Jahren zur Last gelegt. Die Polizei ermittelt in dem Fall bereits auf Hochtouren. Wie in einem Rechtsstaat üblich, gilt für den Hamburger bis zu einem rechtskräftigen Urteil selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Doch im Netz und innerhalb der Hip-Hop- sowie Influencer-Community hat sich der Wind längst gedreht: Für einen Großteil seiner einstigen Social-Media-Weggefährten gilt ApoRed mittlerweile als absolute Persona non Grata.
Rauswurf aus Nordzypern: Offiziell zur Gefahr erklärt
Die rechtlichen und gesellschaftlichen Verwerfungen haben nun offenbar auch gravierende Konsequenzen für den Wohnsitz des YouTubers. Vor wenigen Wochen brachte ein Enthüllungsvideo des YouTubers mexposed die nächste Welle ins Rollen. Darin legte er offizielle Dokumente aus dem Amtsblatt der Türkischen Republik Nordzypern vor, die belegen, dass ApoRed des Landes verwiesen wurde.
Laut dem Auszug fällte der nordzypriotische Ministerrat bereits am 2. Oktober eine weitreichende Entscheidung gegen den Webstar. In dem Beschluss heißt es übersetzt, dass der deutsche Staatsangehörige Ahmed Nadim Ahadi (geboren am 12. März 1994 in Hamburg) offiziell zum „verbotenen Migranten“ erklärt wurde. Die Begründung der Behörden wiegt schwer: Es bestehe die Möglichkeit, dass er eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und den Frieden darstelle. Dieser juristische Schritt bedeutet nicht nur den sofortigen Verlust der Aufenthaltserlaubnis, sondern geht mit einem strikten Einreiseverbot einher – de facto ein knallharter Rauswurf aus Nordzypern.
Flucht per Boot in den Libanon oder reine Nebelkerze?
Nun reagierte ApoRed selbst auf die Entwicklungen – auf seine ganz eigene Art. Während eines kürzlichen Livestreams, in dem er vor einem Greenscreen saß und seinen ersten Online-Casino-Stream veranstaltete, behauptete er, Nordzypern verlassen zu haben. Sein neues Ziel sei der Libanon, den er angeblich über den Seeweg erreicht habe. Im Stream gab er sich betont gelassen und erklärte seinen Zuschauern: „Libanon ist so der neue Hase. Was geht in Libanon? Libanon ist chillig, sag ich euch ehrlich. Das war so ein kleiner Bootstrip dahin – kann man machen.“
In der Community stoßen diese Aussagen jedoch auf erhebliche Zweifel. In einer Video-Reaktion äußerte der YouTuber „Der heilige Ofenkäse“ die Vermutung, dass die angebliche Flucht in den Nahen Osten nur inszeniert sei. Er vermutet, dass sich ApoRed weiterhin auf Zypern versteckt hält und mit der Falschbehauptung lediglich Zeit schinden möchte, um den Behörden vor Ort zu entgehen. Auch der bekannte Medienanwalt Christian Solmecke schenkt den Aussagen des Streamers keinen Glauben. Der Jurist betonte, dass ApoRed in der Vergangenheit schon häufiger Nebelkerzen geworfen habe, und hält die Geschichte von der Bootsflucht in den Libanon für wenig glaubwürdig. Ob ApoRed tatsächlich weitergezogen ist oder lediglich versucht, die Öffentlichkeit zu täuschen, bleibt vorerst offen.

