Noir – „Jetzt schießt er den Vogel ab“ – Das war's mit Fler!
Die Deutschrap-Szene brodelt, und wir von BlackBeats.FM haben die Ohren immer am Puls der Straße. Seit Wochen ist die vermeintliche Trennung zwischen den Schwergewichten Fler und Noir ein heiß diskuti...

Nach monatelangen Spekulationen bestätigt Noir im Interview mit Marvin California den endgültigen Bruch mit Fler. Als Gründe nennt der Rapper menschliche Enttäuschungen sowie über längere Zeit nicht eingehaltene geschäftliche Abmachungen, die das Vertrauensverhältnis zerstörten.
Die Deutschrap-Szene brodelt, und wir von BlackBeats.FM haben die Ohren immer am Puls der Straße. Seit Wochen ist die vermeintliche Trennung zwischen den Schwergewichten Fler und Noir ein heiß diskutiertes Thema. Was im August noch als Gerücht abgetan und von den Beteiligten dementiert wurde, nimmt nun konkrete Formen an. Nachdem wir bereits über die Vorwürfe Noirs bezüglich "miserabler Stimmung" und einem "unterdrückten Unterdrücker" berichteten, legt der Künstler jetzt selbst die Karten auf den Tisch. In einem ausführlichen Interview mit Marvin California im Rahmen von „Townhall“ packte Noir erstmalig und schonungslos aus.
Besonders ein kurzer, aber prägnanter Ausschnitt aus dem über zweistündigen Gespräch kursiert aktuell wie ein Lauffeuer auf TikTok und heizt die Debatte weiter an. BlackBeats.FM beleuchtet für euch die entscheidenden Momente, die zum Bruch einer einst vielversprechenden Kollaboration führten.
"Jetzt schießt er den Vogel ab": Der Wendepunkt für Noir
Marvin California ging im Interview der Kernfrage auf den Grund: Was war der exakte Punkt, an dem Noir die Reißleine zog und für sich beschloss, die gemeinsame Reise zu beenden? Die Antwort war für viele Hörer schockierend klar. Noir schilderte ein Gespräch mit Fler, in dem dieser ihm unmissverständlich mitgeteilt habe, was ihm an Noirs Beitrag nicht passe. Dabei seien Sätze gefallen, die für Noir das berüchtigte Fass zum Überlaufen brachten. „Da hat er dann so ein, zwei Sachen erwähnt, wo ich gesagt habe, für mich persönlich, jetzt schießt er gerade den Vogel ab,“ erinnert sich Noir im Gespräch. Er habe lange Zeit als bedingungsloser Freund und Partner an der Seite gestanden, sei aber immer mehr gefordert worden – nur um sich am Ende sogar Vorwürfe anhören zu müssen. „Da war dann so, wo ich gesagt habe, okay, jetzt reicht's,“ so Noir, der damit den endgültigen Bruch markierte.
Diese Aussage wirft ein Schlaglicht auf die tieferliegenden Probleme, die sich offenbar über einen längeren Zeitraum angestaut hatten. Was als freundschaftliche und geschäftliche Verbindung begann, schien sich zu einer einseitigen Belastung zu entwickeln, die schlussendlich nicht mehr tragbar war.
Gebrochene Abmachungen: Mehr als nur persönliche Differenzen?
Marvin California hakte präzise nach und wollte wissen, ob auch Abmachungen finanzieller Natur eine Rolle gespielt hätten. Obwohl Noir keine konkreten Zahlen nannte, wurde seine Aussage dazu umso deutlicher. Es sei um "Abmachungen, die unser Geschäft, also unser Ursprungsgeschäft betreffen" gegangen. Und weiter: „Und da wurde sich dann gegen Ende für einen längeren, längeren Zeitraum nicht mehr dran gehalten.“ Trotz dieser mutmaßlichen Verfehlungen habe Noir weitergemacht, nach außen hin mitgezogen und Loyalität bewiesen. „Wenn das nicht Freund genug sei, dann wisse er auch nicht weiter,“ resümiert Noir enttäuscht.
Seine Erfahrung aus 27 Jahren "auf der Straße" – eine Zeit, in der er gelernt hat, Menschen und ihre wahren Absichten zu durchschauen – untermauert seine Sichtweise. „Ich hab meine Augen und 27 Jahre lang auch in der Realität gehabt und auf der Straße und ich kenne halt Menschen und ich weiß halt, wie der Mensch ist,“ betont Noir. Eine Aussage, die tief blicken lässt und seine Frustration über die entstandene Situation verdeutlicht.
Das Ende einer Vision: Zypern-Pläne auf Eis gelegt
Im weiteren Verlauf des Interviews deckt Noir ein weiteres entscheidendes Detail auf: Nach etwa sechs bis sieben Monaten des Weitermachens und der stillen Duldung soll Fler ihm sinngemäß mitgeteilt haben, dass man auf seinen Beitrag verzichten könne. Dieser Moment, so Noir, habe ihm die Augen geöffnet und ihm endgültig gezeigt, woran er ist. Damit zerschellt nicht nur eine persönliche Verbindung, sondern auch eine geschäftliche Partnerschaft, die eigentlich groß gedacht war.
Die beiden Künstler planten sogar einen gemeinsamen Umzug nach Zypern im Sommer 2025 – eine Vision, die nun als zerbrochene Hoffnung in den Akten liegt. Der Ausschnitt, der auf TikTok die Runde macht, (@doubleuclipz) zeigt Noir, wie er packt und seine Seite der Geschichte teilt. Ein trauriges Ende für eine Verbindung, die das Potenzial hatte, die Deutschrap-Landschaft nachhaltig zu prägen. BlackBeats.FM bleibt dran, um euch über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.
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