PA Sports & SSYNIC – Überraschende Worte nach dem Battle – Wer siegt wirklich?
Die Rap-Welt bebt noch immer nach dem, was am gestrigen Abend beim großen DLTLLY-Geburtstagsevent geschah. Eine Begegnung, die im Vorfeld für schier endlose Diskussionen sorgte und nun als eines der g...

PA Sports feiert ein fulminantes Debüt bei DLTLLY und erntet für sein Battle gegen SSYNIC massives Lob aus der Szene. Trotz des unbewerteten Formats räumte Veteran SSYNIC seinem Kontrahenten privat den Sieg ein, während beide Rapper die gegenseitige Fairness und den Sportsgeist betonten.
Die Rap-Welt bebt noch immer nach dem, was am gestrigen Abend beim großen DLTLLY-Geburtstagsevent geschah. Eine Begegnung, die im Vorfeld für schier endlose Diskussionen sorgte und nun als eines der größten Rap-Battles der jüngeren Geschichte in die Annalen eingehen dürfte: PA Sports gegen SSYNIC. Dieses unbewertete Showdown zwischen dem "Life is Pain"-CEO und dem gestandenen Battlerap-Veteranen setzte einen fulminanten Schlusspunkt unter ein Event, das ohnehin schon mit Spannung erwartet wurde.
Während die Meinungen in der Community über den finalen Ausgang des verbalen Schlagabtauschs naturgemäß gespalten sind, herrscht doch weitgehend Einigkeit über eines: PA Sports hat sich bei seinem DLTLLY-Debüt mehr als nur gut verkauft. Ein beeindruckender Einstand, der auch Tage danach noch für Gesprächsstoff sorgt. Heute meldete sich der Essener selbst via Instagram-Story zu Wort und ließ das denkwürdige Aufeinandertreffen noch einmal Revue passieren.
Gegenseitiger Respekt: PA Sports zollt SSYNIC Tribut
In seinen Statements fand PA Sports zunächst dankende Worte für das DLTLLY-Team und die gesamte Battlerap-Szene. Er zeigte sich "unfassbar dankbar" für die herzliche Aufnahme und die Möglichkeit, "diesen Moment" erleben zu dürfen. Ein PA Sports, der sichtlich Spaß an der Sache hatte: "Der Parham, der ich früher war, hatte Spaß und genauso hatte ich gestern Spaß", so der Labelboss. Die Begeisterung war so groß, dass er bereits eine mögliche Rückkehr in den Battle-Ring in Aussicht stellte. Ein Versprechen, das die Fans elektrisieren dürfte!
Besondere Anerkennung zollte PA seinem Kontrahenten SSYNIC. Er beschrieb den erfahrenen Battlerapper als "sehr, sehr fairen Sportsmann", der "sehr großen Respekt" verdiene. Als Neuling in dieser Szene wollte PA es sich nicht anmaßen, direkt nach dem Battle ein Urteil über den Gewinner zu fällen. Doch die private Botschaft von SSYNIC, in der dieser PA Sports den knappen Sieg einräumte, spricht Bände über den Sportsgeist und die Fairness zwischen den beiden Ausnahmekünstlern.
"Dass [SSYNIC] mir das einräumen konnte - von selbst, wie ein Gentleman, ohne verbittert zu sein, ohne bad vibes -, das weiß ich schon sehr zu schätzen. Auch an dich vielen Dank für die Möglichkeit."
Statements & Community-Echo: Ein Sieg für den Battlerap
Die Wertschätzung war definitiv gegenseitig. Schon im Interview direkt nach dem Battle hob SSYNIC die Stärke von PA Sports' zweiter und dritter Runde hervor. Danebenzustehen, während PA ablieferte, sei eine der "Top drei der unangenehmsten Gefühle auf der Bühne" gewesen, die er je erlebt habe. Auch in seiner eigenen Instagram-Story gratulierte SSYNIC seinem Gegner zu einem "fantastischen Debüt" und betonte, dass das Duell "das beste, was Battlerap hätte passieren können", gewesen sei. Solche Worte von einem Veteranen sind Gold wert.
Die sozialen Medien brodelten ebenfalls vor Lob für PA Sports' Performance. Größen wie Mr. Rap bezeichneten das Aufeinandertreffen auf X (ehemals Twitter) als "Hammer Battle" und bescheinigten dem Essener eine "sehr starke" Leistung. Baba Saad teilte ein Bild aus dem Festsaal Kreuzberg und stellte klar: "Keiner mehr reden", denn PA habe "abgerissen". Sierra Kidd fasste die Stimmung neutraler zusammen und sah darin einen "geilen Moment für Rap". Auch wenn die Community sich über den konkreten Sieger uneinig bleibt, die Quintessenz unter dem VOD des Battles ist klar: "3:0 für Battlerap!"
PA Sports als Wegbereiter: Eine Message an die "Industrie-Rapper"
PA Sports nutzte seine neu gewonnene Erfahrung, um eine wichtige Botschaft an seine sogenannten "Industrie-Rapper"-Kollegen zu senden. Er rief sie dazu auf, selbst den Schritt in den Battle-Kreis zu wagen. Aus erster Hand könne er nun bestätigen: Battlerap sei keineswegs ein "Horrorszenario" oder "Hexenkessel", sondern "einfach Hiphop". Er betonte, dass die Battlerap-Community dort jeden mit dem nötigen Respekt behandle, unabhängig vom Ausgang des Matches. Wer als "Industrie-Rapper" eine Leidenschaft für Battlerap hege, sich aber dennoch nicht traue, sei schlicht mental nicht dazu in der Lage.
"Wenn du dort geil performst, wirst du geil behandelt. Und selbst wenn du dort scheiße performst, wirst du nicht schlecht behandelt. Das heißt, jeder, der nicht dort hingeht, obwohl er Battlerap affin ist oder eine Leidenschaft dafür hat, geht nicht nicht dorthin, weil er Angst hat, dass dort irgendwie unfair gespielt wird, sondern einfach nur, weil er diesen [...] Schlagabtausch nicht ertragen kann."
Diese klare Ansage von PA Sports könnte eine Tür öffnen für weitere namhafte Künstler, die sich bisher vor dem direkten verbalen Duell gescheut haben. Ein mutiger Schritt, der die Brücken zwischen kommerziellem Rap und der Battlerap-Szene weiter festigen könnte. Für alle, die dieses historische Aufeinandertreffen von SSYNIC und PA Sports selbst miterleben wollen, sind die vollständigen Runden noch immer im PPV auf battlerap.de verfügbar.

