Rap-Gruppe binhieramleben – mit Ulf Poschardt bei einer großen Veränderung
BlackBeats.FM – Die Plattform für echte Black Music binhieramleben und Ulf Poschardt: Ein Beifall für den Rap-Kulturkampf Wenn man sich in den sozialen Medien umschaut, wird man schnell auf die dreikö...

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binhieramleben und Ulf Poschardt: Ein Beifall für den Rap-Kulturkampf
Wenn man sich in den sozialen Medien umschaut, wird man schnell auf die dreiköpfige Rap-Crew binhieramleben stoßen – Helmuth, Gustavguns und MiasZK. Diese Kombination aus humorvollen Freestyles und kreativen Livestreams hat sich in den letzten Jahren zu einem unverkennbaren Akteur in der Nischen-Rap-Welt gemausert. Ihre Videos, oft mit Gästen aus der Rap-Szene, sind nicht nur lustig – sie zeigen, wie Rap heute nicht nur um Rhythmus geht, sondern auch um Humor, Selbstironie und eine klare Positionnahme.
Der „Benjamin Blümchen G-Funk“-Diss: Ein kleiner Schlag in die Herkunft
Im kürzlich veröffentlichten Track „Benjamin Blümchen G-Funk“ landet ein direkter Diss von Helmuth an Ulf Poschardt: „Ich mache Ulf Poschardt mit der Bosch platt / Lass den Schwaben baden, geh’ in den Konstanz“. Der Ausspruch wirkt zunächst wie ein absurder Scherz – doch er löst eine wachsende Reaktion aus.
Poschardt, der ehemalige Chefredakteur von WeltN24 und bekannt für seine kritischen Texte, reagiert prompt auf X und Instagram. Er kritisiert nicht nur den Inhalt, sondern vor allem die falsche Annahme seiner Herkunft: „Meinen diese lehrerzimmer-rapper ich bin schwabe?“ – eine Aussage, die in der Rap-Kultur fast wie ein klassischer Satire-Griff wirkt.
Der „ULF!“-Freestyle: Eine Antwort mit Humor, aber mit Wucht
Die binhieramleben-Crew reagiert nicht mit einem bloßen „Diss-Feedback“, sondern mit einem echten Freestyle: „ULF!“. In diesem Track beschreiben Helmuth und MiasZK, was sie Ulf Poschardt „so alles schlimmes antun“ würden – und das mit voller Satire.
Die Liste ist nicht nur humorvoll, sondern auch satirisch: Sie würden ihm „oberlehrerhaft“ die „Leviten lesen“, ihn nicht über einen Popel in seiner Nase informieren, auf seinen Porsche pinkeln, seine Post abfangen und die Postleitzahlen ändern. Auch die „Fische in seinem scheiß Aquarium“ sollen überfüttert oder an den Thermostaten „rumgespielt“ werden.
Das ist kein echter Angriff – es ist eine kreative, ironische Antwort, die den Kampf zwischen Humor und Identität in der Rap-Welt deutlich macht. Und genau das macht die Szene so lebendig: Es geht nicht nur um Rhythmus, sondern um Wahrnehmung, Herkunft und Selbstverständnis.
Den kompletten „ULF!“-Freestyle könnt ihr hier anhören: https://t.co/qlaASt2o0I
Warum das für Black Music wichtig ist
binhieramleben zeigt, wie Rap heute nicht nur ein Genre ist – sondern ein Raum, in dem Identität, Humor und Kritik miteinander verflochten werden. Solche Begegnungen, selbst wenn sie absurde oder ironische sind, spiegeln die komplexe Dynamik der schwarzen Kultur wider – in der Freiheit, zu lachen, zu kritisieren und sich zu positionieren.

