Schluss nach über 20 Jahren – Nura vermisst das Kiffen kein Stück
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Schluss nach über 20 Jahren – Nura vermisst das Kiffen kein Stück

Über zwei Jahrzehnte lang gehörte Weed zum Alltag und zum Image von Nura wie fette Bässe zum Deutschrap. Doch damit ist jetzt endgültig Schluss: Die 37-jährige Musikerin hat überraschend verkündet, da...

24. Oktober 2026
3 Min. Lesezeit
Kevin Vollmer
VonRedakteur Deutschrap
Auf einen Blick

Nach über 20 Jahren Dauerkonsum hat Rapperin Nura ihren Cannabiskonsum von heute auf morgen beendet. Die 37-Jährige berichtet offen über gesundheitliche Probleme und schwere Entzugserscheinungen, feiert nun aber ihre neue Klarheit und ein gesundes Lebensgefühl ohne Drogen.

Über zwei Jahrzehnte lang gehörte Weed zum Alltag und zum Image von Nura wie fette Bässe zum Deutschrap. Doch damit ist jetzt endgültig Schluss: Die 37-jährige Musikerin hat überraschend verkündet, dass sie ihren Cannabiskonsum komplett eingestellt hat – und das von einem Tag auf den anderen. Auf ihrem TikTok-Kanal sprach die Berliner Künstlerin nun offen und ungeschminkt über ihren kalten Entzug, ihre Beweggründe und das neue Lebensgefühl, das sie daraus schöpft.

Alarmzeichen des Körpers: Schlussstrich nach über 20 Jahren Dauerkonsum

Dass dieser radikale Schritt nötig war, signalisierte ihr vor allem die eigene Gesundheit. Nura berichtete ihrer Community, dass sie bereits mit 13 oder 14 Jahren angefangen habe zu kiffen. Mit dem wachsenden Erfolg in der Musikbranche steigerte sich auch die Dosis, bis sie schließlich bei rund fünf Joints am Tag angelangt war. Eine Belastung, die extreme Spuren hinterließ: Zeitweise wog die Rapperin nur noch alarmierende 45 Kilo, da ihr natürliches Hungergefühl komplett abhandengekommen war.

Der Ausstieg verlief alles andere als schmerzfrei. Nura beschreibt die ersten Tage als echte Zerreißprobe mit massiven Entzugserscheinungen. In der ersten Woche kämpfte sie mit starkem Schwitzen, Schlaflosigkeit und Konzentrationsstörungen. Auch in der Folgewoche fiel ihr das Essen schwer. Erst nach drei bis vier Wochen normalisierte sich ihr Zustand spürbar. Dennoch stand ein Rückfall für sie nie zur Debatte – vielmehr fragt sie sich heute, warum sie diesen Schritt nicht schon viel früher gewagt hat.

Neues Lebensgefühl: Mehr Klarheit, drei Mahlzeiten und Verantwortung

Heute zieht die Rapperin ein durchweg positives Fazit und betont, wie sehr sie ihren nüchternen Alltag schätzt. „Ich vermisse es einfach kein Stück, weil ich liebe es einfach, klar zu sein“, stellte Nura klar. Nach 15 Jahren sei sie nun endlich wieder in der Lage, ganz regulär drei Mahlzeiten am Tag zu essen. Unterstützung fand sie dabei in sportlicher Betätigung sowie einer speziellen Tracking-App, für die sie ausdrücklich unbezahlte Empfehlungen aussprach.

Neben den körperlichen Faktoren spielte auch der Führerschein eine wesentliche Rolle bei ihrer Entscheidung. Die Vorstellung, bekifft am Steuer zu sitzen und womöglich jemanden zu verletzen, sei für sie unerträglich gewesen. Auch zur aktuellen Debatte rund um die Legalisierung von Cannabis fand die Künstlerin klare Worte: Das Gesetz ändere nichts daran, wie schädlich ein hoher Konsum für den Körper sein könne. Ihren Followern rät sie, das gesparte Geld lieber in Reisen, die Familie oder persönliche Hobbys zu investieren, und ruft ihre Fans zeitgleich zu einer gemeinsamen Aufhör-Challenge auf.

Fokussiert nach turbulenten Schlagzeilen

Mit diesem ehrlichen Einblick sendet Nura ein starkes, reflektiertes Signal an die Black Music-Community – besonders nach einer Phase, die von reichlich Unruhe geprägt war. Erst vor Kurzem sorgte ihre ehemalige SXTN-Partnerin Juju für Gesprächsstoff, als sie öffentlich betonte, keinen Kontakt mehr zu Nura zu wollen und die Gründe für das damalige Aus des Duos thematisierte. Zudem ging Nura im vergangenen August mit einem unglücklichen Stage Dive viral. Umso mehr beweist sie nun, dass sie abseits des Social-Media-Trubels die Kontrolle über ihr Leben zurückgewonnen hat.

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