Schock bei Tiefbasskommando – Shoki geht eigene Wege!
Von Alina Amin, BlackBeats.FM Redaktion – 07. August 2026 Die deutsche Hip-Hop-Szene ist in Aufruhr: Rund einen Monat, nachdem sich das Tiefbasskommando (TBK) von seinem Mitglied Eisberg getrennt hat,...

Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen das Ex-Mitglied Eisberg verlässt nun auch Shoki das Berliner Kollektiv Tiefbasskommando. Die Rapperin begründet ihren Ausstieg mit ihren persönlichen Werten und kündigt an, sich künftig vollständig auf ihre Solokarriere zu konzentrieren.
Von Alina Amin, BlackBeats.FM Redaktion – 07. August 2026
Die deutsche Hip-Hop-Szene ist in Aufruhr: Rund einen Monat, nachdem sich das Tiefbasskommando (TBK) von seinem Mitglied Eisberg getrennt hat, meldet sich nun auch Shoki, die weibliche Stimme der Berliner Crew, mit einem Paukenschlag. In einem eindringlichen Statement auf Instagram verkündet die Musikerin ihren Ausstieg und setzt damit ein klares Zeichen. Doch was führte zu dieser drastischen Entscheidung und welche Rolle spielen die schwerwiegenden Vorwürfe, die gegen Eisberg im Raum stehen?
Die Vorwürfe, die TBK erschüttern
Die Trennung von Eisberg erfolgte nicht geräuschlos. Gegen das ehemalige TBK-Mitglied wurden ernsthafte Anschuldigungen laut, darunter der Missbrauch seiner Position als Rapper. Es geht um Kontaktaufnahmen zu weiblichen Fans in sozialen Medien, motiviert durch "sexuelles Interesse", und sexuelle Handlungen, teils mit sehr jungen Fans. Diese Enthüllungen haben die gesamte Szene in ihren Grundfesten erschüttert und werfen einen Schatten auf das einst so gefeierte Kollektiv.
Shoki selbst geht in ihrem Statement auf die Gründe für ihre späte Reaktion ein. Sie erklärt, dass sie anfänglich davon ausgegangen sei, es ginge lediglich um "Nachrichten an Fans". Erst später sei ihr das ganze Ausmaß der Situation bewusst geworden. Es folgten intensive Gespräche innerhalb der Band, in denen sich Shoki zunehmend distanzierte. Sie betont, von den "Treffen und sexuellen Handlungen" nichts mitbekommen zu haben, was sie unter anderem mit ihrer zunehmenden Fokussierung auf ihre Solokarriere begründet:
„Die Vorfälle sind nicht im Konzertkontext passiert, und wegen meiner Solokarriere habe ich am Privatleben der Band immer weniger teilgenommen.“
Shokis klares Statement: Eine Frage der Prinzipien
Für Shoki, als einzige Frau im TBK-Umfeld, war die Entscheidung unumgänglich. Sie macht deutlich, dass es ihrer persönlichen Überzeugung widerspricht, keinen sicheren Ort für Frauen zu schaffen. Ihr Ausstieg ist eine direkte Konsequenz aus den Geschehnissen und ein Bekenntnis zu ihren Werten. Sie wird sich zukünftig voll und ganz auf ihre Solokarriere konzentrieren – ein Weg, den sie bereits seit einiger Zeit erfolgreich beschreitet und nun mit neuer Intensität verfolgen wird.
Unter Shokis Instagram-Post finden sich gemischte Reaktionen. Während einige User ihre Entscheidung respektieren, werfen andere ihr vor, sich zu spät geäußert oder sogar Täterschutz betrieben zu haben. Eine hitzige Debatte, die die Komplexität der Situation widerspiegelt und zeigt, wie tief die Vorkommnisse die Fangemeinde gespalten haben.
Eisbergs Eingeständnis und die Konsequenzen
Bereits kurz nach Bekanntwerden der TBK-Trennung hatte sich Eisberg selbst zu den Vorwürfen geäußert. Er gestand ein, über mehrere Jahre seine "Macht als Rapper" missbraucht zu haben und "durch ein sexuelles Interesse gesteuert" weibliche Fans kontaktiert zu haben, mit denen er auch sexuelle Handlungen einging. Seine Erklärung, in der er auch einige Dinge klarstellen wollte, sorgte ebenfalls für viel Gesprächsstoff. Die ganze Story dazu findet ihr hier in unserem ausführlichen Artikel.
Der Ausstieg von Shoki markiert einen weiteren Wendepunkt für das Tiefbasskommando und die gesamte Black Music Szene. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wege der einzelnen Künstler entwickeln und welche Lehren aus dieser schwierigen Zeit gezogen werden.

