Sido – Späti schließt sich an Mieterhöhung von 50% – Was kommt nach?
Sido muss sein Späti schließen – und das nicht aus einem persönlichen Grund, sondern aus einem finanziellen. Im Rahmen des „Take me Späti“-Interviews hat der bekannte Berliner Rapper und Kulturpionier...

Sido muss sein Späti schließen – und das nicht aus einem persönlichen Grund, sondern aus einem finanziellen. Im Rahmen des „Take me Späti“-Interviews hat der bekannte Berliner Rapper und Kulturpionier Sido offen gezeigt, dass sein eigenes Spätkauf-Unternehmen bereits im kommenden Monat schließen wird. Der Laden, den er gemeinsam mit Partnern in Berlin betreibt, steht vor dem Ende – und der Grund liegt in der Miete.
Der Name „Späti“ hat eine Geschichte
Der Name „Späti“ stammt nicht aus einem Marketingkonzept, sondern aus dem echten Leben der Gründer. Sido erklärt, dass sich die drei Mitbegründer zu dieser Zeit gegenseitig „Späti“ genannt hätten – ein kleiner, persönlicher Scherz, der sich später zu einem Markenname entwickelt hat. „Svenny hätten wir Späti genannt“, sagt er lachend. „Denn wir haben uns gegenseitig so genannt.“
Die Miete: Von 4.000 auf 6.000 Euro – ein Anstieg von 50%
Das Finanzmanagement des Ladens hat sich dramatisch verändert. Als der Laden 2010 gegründet wurde, kostete die Miete 4.000 Euro im Monat. „Wir haben bei vier angefangen“, sagt Sido. „Das kannst du heute nicht mehr mit Blättchen finanzieren.“ Heute beläuft sich die Miete auf 6.000 Euro pro Monat. Ein Anstieg von 50% macht das Geschäftsmodell untragbar – selbst wenn der Laden erfolgreich ist und Verkaufserträge generiert.
Kein neuer Späti – Sido plant keine Fortsetzung
Obwohl Sido als Kultfigur in der Berliner Hip-Hop- und Kulturlandschaft bekannt ist, gibt er klar aus: „Nö, nicht geplant“, wenn es um einen neuen Späti an einem anderen Ort geht. Seine Karriere als Späti-Betreiber ist damit offiziell beendet. In einem halben Scherz bietet er den Laden sogar direkt dem Team von „Take me Späti“ an – ein klarer Hinweis auf die enge Verbindung zwischen dem Format und dem Künstler.
Das Interview liefert mehr als nur einen Blick hinter die Kulissen: Sido teilt auch, wie er seine Freundinnen kennengelernt hat und wie er seine Rap-Texte schreibt. Doch das, was bleibt, ist ein tiefes Bild: ein Kulturprojekt, das von einer persönlichen Idee zu einem realen, aber letztlich finanziell untragbaren Betrieb geworden ist.
Das komplette Interview mit Sido könnt ihr hier ansehen – und seht, wie ein Kult-Name aus dem Alltag entsteht und dann wieder verschwindet.

