Skandal: Kollegah-Konzert in München vor dem Aus?
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Skandal: Kollegah-Konzert in München vor dem Aus?

Heißes Pflaster München: Kippt Kollegahs Zenith-Gig? Yo Mic-Checker und Box-Dropper! Hier ist BlackBeats.FM mit den freshesten News direkt von der Front. Diesmal geht es um einen Gig, der ordentlich W...

9. März 2026
3 Min. Lesezeit
Sarah Kaya
VonMusikredakteurin
Auf einen Blick

Das Linke Bündnis gegen Antisemitismus München fordert die Absage von Kollegahs Konzert am 28. März im Zenith. Dem Rapper werden in mehreren Tracks antisemitische Verschwörungsmythen vorgeworfen. Der Veranstalter hält jedoch bislang an dem geplanten Auftritt fest.

Heißes Pflaster München: Kippt Kollegahs Zenith-Gig?

Yo Mic-Checker und Box-Dropper! Hier ist BlackBeats.FM mit den freshesten News direkt von der Front. Diesmal geht es um einen Gig, der ordentlich Wellen schlägt und Diskussionen anheizt: Kollegahs geplanter Auftritt am 28. März in der Münchener Zenith-Halle steht unter Beobachtung. Der selbsternannte Boss, bürgerlich Felix Blume, sieht sich einmal mehr mit heftigem Gegenwind konfrontiert.

Die "Häng' dir diesen Song an deine Wand wie ein Bild von Jesus an 'nem Holzkreuz!"-Attitüde von Kollegah stößt in der bayerischen Landeshauptstadt auf massive Kritik. Das "Linke Bündnis gegen Antisemitismus München" (LBGA) – eine Organisation, die sich laut eigenen Aussagen der "Bekämpfung aller Formen von Antisemitismus" verschrieben hat – fordert lautstark die Absage des Konzerts. Dabei werden alte Vorwürfe neu aufgewärmt, die Kollegah schon länger begleiten.

In einer Stellungnahme vom Dezember 2025 bezeichnet das LBGA München Kollegahs Album "Kanzler" als "antisemitisches Gesamtkunstwerk". Sie werfen dem Rapper vor, in Tracks wie "Der Boss flaniert", "NWO 2" und "Paradies" "verschwörungsideologische" mit "antizionistischen Inhalten" zu vermischen. Als Beispiele nennen sie Lines über Blutopfer, Freimaurer und die ominöse "New World Order", sowie Verweise auf eine Fortsetzung seines berüchtigten Tracks "Apokalypse".

Erinnert ihr euch? In "Apokalypse" aus dem Jahr 2016 malte Kollegah in vier Akten ein Endzeitszenario, das in einem Krieg in Jerusalem gipfelt, wobei einer der Antagonisten mit einem Davidstern-Ring zu sehen war. Das mittlerweile nicht mehr verfügbare Musikvideo sorgte damals schon für Furore.

Das LBGA München kritisiert zudem Kollegahs Track "So wie Kanye", in dem er sich mit dem US-Rapper vergleicht, der in jüngster Vergangenheit durch antisemitische Äußerungen und die Bewunderung Hitlers auffiel. Der Vorwurf: Kollegah "entlarve" sich hierdurch "am meisten". Sie spitzen die Lage zu mit der Aussage: "Dass derartige Propaganda in München wieder Hallen füllen soll – in diesem Falle das Zenith – bildet eine weitere Eskalationsstufe des gegenwärtigen antisemitischen Furors."

Auch Kollegahs Bezug zu Palästina – unter anderem im Song "Große Kunst" mit der Zeile "Ich sagte 'Free Palestine', bevor es salonfähig war" und dem Tragen eines Kuffiya-Schals in der Doku "Kollegah in Palästina" – wird vom LBGA München scharf kritisiert. Sie sehen in der Kuffiya ein "identitätsstiftendes Accessoire" für antisemitischen Terrorismus, obwohl sie weithin als Symbol pro-palästinensischer Solidarität gilt.

Der Bayerische Rundfunk hat den Veranstalter, Street Life International, zu den Vorwürfen befragt. Street Life bestreitet die Schlussfolgerungen des LBGA München und betont, dass eine Absage des Konzerts nicht geplant sei. Das Management von Felix Blume hat die Antisemitismusvorwürfe angeblich strikt zurückgewiesen. Kollegah selbst hat sich auf Anfrage des BR bisher nicht persönlich zu den Anschuldigungen geäußert. Die Luft bleibt dick – BlackBeats.FM hält euch auf dem Laufenden!

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