Skepta bricht Schweigen – Erklärt Israel-Foto als "jung & naiv
BlackBeats News

Skepta bricht Schweigen – Erklärt Israel-Foto als "jung & naiv

Yo, BlackBeats.FM Family! Wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, dann hat ein bestimmtes Foto von Skepta in den letzten Jahren ganze Romane gefüllt – und für ordentlich Gesprächsstoff gesorgt. Die...

17. August 2026
4 Min. Lesezeit
Carla Mendes
VonRedaktion Black Music
Auf einen Blick

Grime-Pionier Skepta distanziert sich von einem viralen Foto aus dem Jahr 2007, das ihn mit einer israelischen Flagge zeigt. Der Rapper bezeichnete die Aktion rückblickend als jung und naiv, wobei er jegliche politische Absicht hinter dem damaligen Fan-Post in Tel Aviv abstritt.

Yo, BlackBeats.FM Family! Wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, dann hat ein bestimmtes Foto von Skepta in den letzten Jahren ganze Romane gefüllt – und für ordentlich Gesprächsstoff gesorgt. Die Rede ist vom berüchtigten Schnappschuss aus dem Jahr 2007, der den Grime-Pionier nach einem Auftritt in Tel Aviv mit einer um den Kopf gewickelten israelischen Flagge zeigt. Nach jahrelanger Spekulation und immer wieder aufflammenden Diskussionen hat die Ikone selbst nun das Schweigen gebrochen und sich via X () zu dem viralen Relikt geäußert.

Die "Junge und Naive" Erklärung zum Israel-Foto

Das Internet vergisst bekanntlich nichts, und so landete das Bild, das Skepta wie eine Art "Sturmhaube" aus der israelischen Flagge tragend zeigt, immer wieder auf den Timelines seiner Fans. Nun, mit 43 Jahren und einer gefestigten Karriere, hat Joseph Adenuga Jr. – so sein bürgerlicher Name – Klarheit geschaffen. Er antwortete auf einen Post, der das Foto erneut verbreitete: „Keep seeing this pop-up on my timeline kmt I was young and naive. First ever show in Tel Aviv and thought I’d gas up my fans with this picture but this picture is not a political statement in anyway 😖“

Er erklärt also, dass er damals schlichtweg "jung und naiv" gewesen sei. Sein Ziel sei es gewesen, seine Fans in Tel Aviv bei seiner allerersten Show dort anzuheizen – keineswegs beabsichtigte er damit ein politisches Statement. Eine nachvollziehbare Erklärung für die Hitze des Moments, die aber im Kontext von Skeptas späterer Haltung nicht ganz ohne weitere Diskussion bleibt.

Skeptas Haltung im Wandel: Zwischen Solidarität und Kontroverse

Gerade die Top-Antwort auf Skeptas Tweet forderte ihn auf, seinem Statement ein klares "Free Palestine" hinzuzufügen, um seine Position eindeutig zu untermauern. Und das nicht ohne Grund: Skepta hatte sich in der Vergangenheit mehrfach pro-palästinensisch positioniert. Im Mai 2021, während einer Instagram-Fragerunde, reagierte er auf die Aufforderung eines Fans, etwas Gutes zu sagen, schlicht mit "Free Palestine". Dies zeigt eine Entwicklung in seiner politischen Haltung, die das 2007er-Bild noch deutlicher als jugendliche Unbedachtheit erscheinen lässt.

Doch die jüngsten Jahre waren für den Grime-Artist ohnehin von einer Achterbahnfahrt der öffentlichen Meinungsbildung geprägt. Schon 2024 geriet er in die Schlagzeilen, als eine geplante Kollaboration mit dem Sportartikelhersteller Puma auf Kritik stieß. Einige Fans sahen in Puma Verbindungen zu Israel und warfen Skepta vor, dies zu ignorieren. Seine damalige Reaktion auf X: „Ain’t gonna lie, I’ve realised it’s a lot more than reading the small print before signing contracts, gotta do your due diligence and yes I am forever a student in practice to eventually take the independent route. Love Abid🧘🏿‍♂️“ Ein Statement, das seine Lernkurve im Umgang mit Deals und der Bedeutung von Hintergrundinformationen unterstreicht.

Ständige Rechtfertigung: Der Preis der Prominenz

Skepta musste sich nicht nur für vermeintliche politische Statements rechtfertigen, sondern sah sich auch von der anderen Seite unter Beschuss. Im Zuge der Veröffentlichung seines Tracks "Gas Me Up (Diligent)" im Januar 2024 wurde ihm Antisemitismus vorgeworfen. Das ursprüngliche Coverartwork, das in Verbindung mit dem Songtitel von einigen als Holocaust-Referenz interpretiert wurde, sorgte für einen massiven Shitstorm. Skepta reagierte schnell, entschuldigte sich und änderte das Cover umgehend.

Diese Serie von Vorfällen zeigt, dass Künstler im heutigen Zeitalter unter ständiger Beobachtung stehen. Jedes Wort, jedes Bild, jede Kooperation wird unter dem Mikroskop betrachtet und bewertet. Für Skepta bedeutet dies eine fortlaufende Auseinandersetzung mit seiner öffentlichen Rolle und der Notwendigkeit, seine Absichten klar zu kommunizieren. Ob seine jüngste Erklärung zum Israel-Foto die Diskussionen endgültig beendet, bleibt abzuwarten, aber sie liefert zumindest eine lange erwartete Perspektive des Künstlers selbst.

Stay tuned für weitere Updates aus der Welt des Hip-Hop und Grime – natürlich hier auf BlackBeats.FM!

Passendes Video

Automatisch passend zum Artikel via YouTube

Kommentare

0 aktive Diskussionen

Live · Letzte 7 Tage

Meistgelesen

Die Stories, die gerade jeder liest