The Game – Label verprasste Marketing-Budget – Sales leiden
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The Game – Label verprasste Marketing-Budget – Sales leiden

The Game vs. UMG: Ungenutzte Millionen und enttäuschte Album-Sales? Die Musikindustrie ist ein hartes Pflaster, und manchmal kommt es vor, dass selbst etablierte Künstler mit ihren Labels aneinanderge...

2. Oktober 2026
3 Min. Lesezeit
Tobias Frank
VonCharts & Statistik
Auf einen Blick

The Game verklagt Universal Music und Virgin Music wegen angeblicher Vertragsbrüche beim Album Drillmatic. Laut Klage wurden von 500.000 Dollar Marketingbudget über 320.000 Dollar nicht investiert, was zu enttäuschenden Verkaufszahlen und Platz 12 der Charts geführt haben soll.

The Game vs. UMG: Ungenutzte Millionen und enttäuschte Album-Sales?

Die Musikindustrie ist ein hartes Pflaster, und manchmal kommt es vor, dass selbst etablierte Künstler mit ihren Labels aneinandergeraten. Aktuell sorgt Rapper The Game mit einer Klage für Schlagzeilen, die die Praktiken großer Plattenfirmen beleuchtet. Sein Unternehmen, 100 Entertainment Inc., wirft Universal Music Group (UMG) und Virgin Music vor, zugesagte Marketinggelder für sein Album "Drillmatic – Heart vs. Mind" nicht ausgegeben zu haben – mit gravierenden Folgen für die Verkaufszahlen. BlackBeats.FM hat die Details.

Der Deal: Eine halbe Million für "Drillmatic"

Laut den von TMZ erhaltenen Gerichtsdokumenten hatten UMG und Virgin Music zugesagt, satte 500.000 US-Dollar in die Marketing- und Promotion-Kampagne für The Games 2022er Album "Drillmatic – Heart vs. Mind" zu investieren. Dies ist eine beachtliche Summe, die den Erfolg eines Releases maßgeblich beeinflussen kann. Das Pikante daran: Nur wenige Tage vor der Veröffentlichung des Albums sollen beide Parteien einen detaillierten Budgetplan unterzeichnet haben. Dieser Plan sah vor, Gelder für Musikvideos, digitale Werbung, Promotion im Ausland und stolze 125.000 US-Dollar speziell für Radiopromotion zu verwenden. Ein klarer Fahrplan also, um "Drillmatic" die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die es verdient.

Marketing-Fail: Wo blieb das Geld?

Doch die Realität sah offenbar anders aus. The Games Unternehmen behauptet, dass lediglich etwa ein Drittel der versprochenen Summe tatsächlich ausgegeben wurde. Das bedeutet, über 320.000 US-Dollar blieben ungenutzt – ein kapitaler Fehler in einem so wettbewerbsintensiven Geschäft. Besonders schockierend ist die Behauptung, dass die gesamten 125.000 US-Dollar, die für die Radiopromotion vorgesehen waren, überhaupt nicht angetastet wurden. Eine solche fehlende Radio-Präsenz kann für ein Hip-Hop-Album verheerend sein, da Radio-Airplay nach wie vor ein entscheidender Faktor für Reichweite und kommerziellen Erfolg ist. Zudem wird The Game zufolge das wenige Geld, das doch eingesetzt wurde, von seinen Lizenzgebühren "recooped" – also wieder abgezogen. Das ist ein gängiger Praxis im Musikgeschäft, aber besonders bitter, wenn die versprochene Marketingleistung nicht erbracht wurde.

Die Auswirkungen: Enttäuschende Verkaufszahlen und die Klage

Die Folgen dieser angeblichen Marketing-Versäumnisse ließen nicht lange auf sich warten. Das Album "Drillmatic – Heart vs. Mind" verkaufte in der ersten Woche umgerechnet etwa 25.000 Einheiten und landete auf Platz 12 der Billboard 200 Charts. Für einen Künstler vom Kaliber The Games, der in seiner Karriere bereits große Erfolge feierte, waren dies wohl enttäuschende Zahlen. 100 Entertainment Inc. ist überzeugt, dass die schwache Promotion den Album-Launch in der wichtigsten Phase – direkt nach dem Release – stark beeinträchtigt hat. Das Unternehmen ist der Meinung, dass "Drillmatic" deutlich besser performt hätte, wäre das gesamte Marketingbudget ausgeschöpft worden. Aus diesem Grund verklagt The Games Firma UMG und Virgin Music nun auf mindestens 500.000 US-Dollar Schadenersatz. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Rechtsstreit entwickelt und welche Einblicke er noch in die oft undurchsichtigen Abläufe der Major-Labels gewähren wird.

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