The Voice – Kandidatin verweigert Shirin-David-Hit aus Glaubensgründen
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The Voice – Kandidatin verweigert Shirin-David-Hit aus Glaubensgründen

Bei The Voice of Germany kam es am Freitagabend zu einem beispiellosen Zwischenfall, der selbst die erfahrenen Coaches vor eine neue Herausforderung stellte. Im Team von Deutschrap-Star Shirin David s...

25. Oktober 2026
3 Min. Lesezeit
Sarah Kaya
VonMusikredakteurin
Auf einen Blick

Bei "The Voice of Germany" verweigerte Kandidatin Jessica Paulo aus religiösen Gründen die Performance von "Ave Maria". Coach Shirin David ermöglichte daraufhin Solo-Auftritte statt eines Duetts, was bei den anderen Coaches für deutliche Kritik an der Sonderbehandlung sorgte.

Bei The Voice of Germany kam es am Freitagabend zu einem beispiellosen Zwischenfall, der selbst die erfahrenen Coaches vor eine neue Herausforderung stellte. Im Team von Deutschrap-Star Shirin David sorgte die Songauswahl für die anstehenden Battles für heftige Diskussionen: Das 20-jährige Talent Jessica Paulo weigerte sich strikt, das für sie vorgesehene Stück zu singen – und berief sich dabei auf ihren christlichen Glauben.

Eklat bei den Proben: Jessica Paulo verweigert „Ave Maria“

Ursprünglich hatte Shirin David ein kontrastreiches Crossover-Battle geplant. Die Bernerin Jessica sollte gemeinsam mit dem 46-jährigen Opernsänger Hank den weltberühmten Klassiker „Ave Maria“ auf die Bühne bringen. Doch die evangelische Sängerin legte ihr Veto ein. Das Marienlied empfindet sie als ein Gebet, das sie mit ihren religiösen Werten nicht vereinbaren könne. „Wir beten Maria nicht an. Ich bete nur Jesus Christus an“, stellte Jessica unmissverständlich klar. Weiter betonte sie: „Ich würde mich gar nicht gut fühlen, wenn ich ein Gebet zu Maria machen müsste.“

Ihr Battle-Partner Hank konnte die religiösen Bedenken kaum nachvollziehen und hielt musikalisch dagegen: „Ich will nur Musiker sein. Ich will kein Prediger sein.“ Für Coach Shirin war die Konfrontation im Proberaum ein echter Schock: „Ich bin einfach komplett schockiert, dass die diesen Song nicht singen wollen.“

Shirin Davids Kompromiss bricht mit den Show-Regeln

Um das Problem zu lösen, griff die Rapperin zu einer im Format ungewöhnlichen Maßnahme: Statt gemeinsam im Duett anzutreten, durften beide Talente mit getrennten Songs solo performen. Hank sang auf der Battle-Bühne „The Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel, während Jessica den Worship-Titel „Gratitude“ von Brandon Lake interpretierte.

Shirin begründete ihre Entscheidung mit Blick auf Toleranz: „Weil ich jemanden nicht aufgrund seiner Religion und seines Glaubens ausgrenzen möchte.“

Kritik von Michi Beck und Nico Santos – Shirin hält an Talenten fest

Auf den roten Sesseln der anderen Coaches traf diese Sonderbehandlung allerdings auf geteilte Meinungen. Vor allem Michi Beck von den Fantastischen Vier sprach Klartext: „Ich find's nicht okay.“ Er erinnerte an frühere Staffeln und erklärte, dass man bei Unwohlsein stets nach einer gemeinsamen Song-Alternative gesucht habe, mit der beide Talente d'accord gehen. Kollege Smudo pflichtete bei, dass es in den Battles darum gehe, Talente auf einer gemeinsamen Ebene zu vereinen.

Auch Nico Santos zeigte sich nachdenklich über die verpasste Chance zur Verbindung: „Der Glaube sollte Menschen eigentlich zusammenbringen. Das ist hier leider nicht passiert.“

Shirin zeigte Verständnis für den Einwand: „Ich find es total fair, was ihr sagt. Ich respektier das total und ich bin da auch bei euch.“ Aufgrund des massiven Zeitdrucks wenige Tage vor den Battles sei eine komplette Neuaufstellung des Teams jedoch nicht mehr machbar gewesen. Trotz der Kontroverse gab es am Ende keinen Verlierer: Shirin David nahm sowohl Hank als auch Jessica Paulo mit in die Teamfights. Jessica, die bereits in den Blind Auditions mit dem Titel „Oceans“ einen Vierer-Buzzer erzielte und als einer von Shirins großen Favoriten gilt, bleibt dem Wettbewerb damit erhalten.

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