Trotz Haft – Tory Lanez plant unfassbare Tour – Wie geht das?
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Trotz Haft – Tory Lanez plant unfassbare Tour – Wie geht das?

Von der BlackBeats.FM Redaktion Datum: 16. September 2026 Die Black Music Szene ist seit Tagen im Aufruhr: Tory Lanez , der kanadische Rapper und R&B-Sänger, bekannt für seine energiegeladenen Auftrit...

16. September 2026
5 Min. Lesezeit
Marcel Berger
VonChefredakteur Hip-Hop
Auf einen Blick

Tory Lanez kündigt trotz seiner zehnjährigen Haftstrafe die „Not on 'Tor' Tour“ durch Nordamerika an. Bei der als Listening Experience konzipierten Eventreihe wird der Rapper virtuell präsent sein, während DJ-Sets und Gastauftritte für 24 US-Dollar das Live-Erlebnis ersetzen.

Von der BlackBeats.FM Redaktion

Datum: 16. September 2026

Die Black Music Szene ist seit Tagen im Aufruhr: Tory Lanez, der kanadische Rapper und R&B-Sänger, bekannt für seine energiegeladenen Auftritte und kontroversen Texte, hat eine Tournee angekündigt – und das, obwohl er seit August 2023 eine zehnjährige Haftstrafe absitzt. Drei Jahre sind seit seiner Verurteilung vergangen, und der Künstler hat aus dem Gefängnis heraus bereits drei Alben veröffentlicht. Nun der nächste Schachzug, der die Fans gleichermaßen verwirrt und elektrisiert: die „Not on 'Tor' Tour“.

Für viele scheint es ein Rätsel, wie ein verurteilter Häftling auf Tour gehen kann. BlackBeats.FM beleuchtet die Details dieser ungewöhnlichen Ankündigung, die einmal mehr zeigt, dass im Kosmos von Tory Lanez nichts unmöglich scheint.

Die "Not on 'Tor' Tour": Eine virtuelle Präsenz aus dem Knast

Die offizielle Ankündigung erfolgte über einen Post auf Instagram und sorgte umgehend für Diskussionen. Unter dem Titel "Tory Lanez & Friends" soll die Tour durch die Vereinigten Staaten und Kanada führen. Der erste Stopp ist bereits für den 25. September in New York City geplant. Doch schnell wird klar: Lanez wird nicht physisch auf der Bühne stehen. Das geht aufgrund seiner Haftstrafe natürlich nicht.

Das Ankündigungsvideo spielt mit den Erwartungen: Es zeigt Ausschnitte älterer, mitreißender Live-Performances von Tory Lanez, nur um dann seine Stimme zu präsentieren – gefiltert, als käme sie direkt aus einem Gefängnistelefon. Seine Botschaft an die Fans ist dabei eindeutig: „Okay, ihr könnt das alles zwar nicht haben, aber ich kann euch dafür das hier geben.“ Eine klare Anspielung auf seine physische Abwesenheit und gleichzeitig ein Versprechen auf eine alternative Erfahrung.

Ein von @torylanez geteilter Beitrag

Was erwartet die Fans bei einer "Listening Experience"?

Die „Not on 'Tor' Tour“ wird nicht als herkömmliche Konzertreihe beworben, sondern als „offizielle Tory Lanez Listening Experience“. Dies deutet darauf hin, dass die Events eine Mischung aus DJ-Sets mit seinen bekannten Hits und neuen Tracks, gepaart mit Live-Auftritten seiner "Friends" sein könnten. Wer genau diese "Friends" sind, die Lanez auf der Bühne unterstützen sollen, wurde bisher noch nicht verraten. Es bleibt spannend, welche Hochkaräter der Szene sich hier engagieren werden.

Spekulationen reichen von DJ-Sets, die Lanez' umfangreiches Repertoire auflegen, bis hin zu der Möglichkeit, dass sich der Künstler selbst per Video- oder Audioanruf zuschalten könnte – eine virtuelle Präsenz, die die Lücke zur physischen Abwesenheit überbrücken soll. Das Konzept ist mutig und innovativ, auch wenn es für Traditionalisten des Live-Erlebnisses sicherlich gewöhnungsbedürftig ist.

Günstige Tickets und die "Wunsch-Box"

Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt der Tour sind die Ticketpreise. Mit lediglich 24 US-Dollar sind die Eintrittskarten im Vergleich zu den heutigen Preisen für Live-Konzerte ausgesprochen günstig. Ein cleverer Schachzug, um trotz der ungewöhnlichen Umstände eine breite Fanbasis anzusprechen und die Hürde für den Besuch einer "Listening Experience" niedrig zu halten.

Zusätzlich bietet die Verkaufsseite eine interaktive Komponente: Fans haben die Möglichkeit, sich eine "Tory Lanez Listening Experience" für ihre eigene Stadt zu wünschen, sollte diese nicht unter den anfänglichen sieben Tourstopps sein. Ein direkter Draht zur Community, der zeigt, dass Lanez trotz der Gitterstäbe den Kontakt zu seinen Anhängern aufrechterhalten möchte.

Ein Gefängnisaufenthalt voller Turbulenzen

Die Ankündigung der Tour erfolgt vor dem Hintergrund eines turbulenten Gefängnisaufenthalts für Tory Lanez. Er wurde im August 2023 zu zehn Jahren Haft verurteilt, weil er Megan Thee Stallion in den Fuß geschossen hatte. Gegen diese Strafe geht er weiterhin juristisch vor.

Zusätzlich zu den juristischen Auseinandersetzungen musste Lanez während seiner Haft einen schweren Vorfall verkraften: Er wurde im Gefängnis mit 14 Stichen niedergestochen. Ein Ereignis, das ihn dazu veranlasste, den Bundesstaat Kalifornien auf eine beachtliche Summe zu verklagen. Mehr Details zu diesem Vorfall und der Klage findet ihr hier:

Im Gefängnis niedergestochen: Tory Lanez verklagt Kalifornien auf 100 Millionen Dollar

Die „Not on 'Tor' Tour“ ist ein weiteres Kapitel in der außergewöhnlichen und oft schockierenden Karriere von Tory Lanez. Ob sie ein Erfolg wird oder nicht, eines ist sicher: Sie wird die Diskussionen um den Künstler weiter anheizen und die Black Music Szene in Atem halten.

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