Tupacs Mörder Keefe D. – Anwalt tot aufgefunden kurz nach Berufung
Las Vegas, 7. November 2023 – Der Anwalt Michael Sanft, der im Prozess um den Mord an Tupac Shakur für Duane „Keefe D“ Davis vertreten hat, wurde am Freitag, dem 6. November, in seinem Haus in Las Veg...

Der Anwalt Michael Sanft, der für Keefe D. vertreten hat, wurde 2023 in Las Vegas tot aufgefunden – seine Todesursache ist unklar. Keefe D. wurde 2023 wegen Mordes ersten Grades verurteilt, ohne selbst geschossen worden zu sein, und bleibt die einzige Person, die für den Tod von Tupac zur Rechenschaft gezogen wurde.
Las Vegas, 7. November 2023 – Der Anwalt Michael Sanft, der im Prozess um den Mord an Tupac Shakur für Duane „Keefe D“ Davis vertreten hat, wurde am Freitag, dem 6. November, in seinem Haus in Las Vegas tot aufgefunden. Das Büro des Gerichtsmediziners von Clark County bestätigte den Tod des 55-jährigen Anwalts. Die Polizei von Las Vegas hat alle Anfragen an die Gerichtsmedizin jedoch abgewiesen.
Sanft: Ein leitender Anwalt mit mehr als 150 Verfahren
Michael Sanft war leitender Prozessanwalt der Kanzlei SOS Injury Lawyers und hatte für den Fall von Keefe D. ein eigenes Team aufgebaut. In seiner Karriere hat er mehr als 150 Verfahren vertreten. Er war bekannt für sein ernsthaftes Engagement und seine ehrliche Haltung gegenüber der Justiz. Nach dem Urteil sagte er dem Sender FOX5: „Ich sehe nicht, was ich hätte anders machen können.“
Der Mordfall: Keefe D. verurteilt – erste und einzige Person zur Rechenschaft gezogen
Der Prozess um den Mord an Tupac Shakur endete am 31. August 2023 mit einem einstimmigen Schuldspruch. Nach knapp zwei Wochen Verhandlung beriet die Jury weniger als drei Stunden. Keefe D. (Duane Davis, 63) wurde wegen Mordes ersten Grades verurteilt – er wurde nicht beschuldigt, selbst geschossen zu haben, sondern für die Organisation der Tat im Jahr 1996 verantwortlich gemacht. Er ist die erste und einzige Person, die für den Tod des Rappers zur Rechenschaft gezogen wurde.
Am 13. Oktober verurteilte Richterin Carli Kierny Davis zu 40 Jahren bis lebenslang. Die Strafe beinhaltet einen zwingenden Zuschlag von 20 Jahren, weil er an der Tat verdient haben wollte. 731 Tage Untersuchungshaft werden angerechnet. Staatsanwalt Marc DiGiacomo sagte, Davis werde „garantiert“ im Gefängnis sterben. Die Richterin betonte: „Sie dürfen keinen Mann aus seiner Familie reißen. Erst recht nicht, wenn dieser Mann Tupac Shakur ist.“
Berufung eingelegt – Zukunft des Falls ungewiss
Am 30. Oktober reichte Sanft eine Berufung ein. Er argumentierte, dass die Staatsanwaltschaft nicht nachweisen konnte, dass Davis die tödlichen Schüsse organisiert hat. Davis’ frühere Aussagen in Interviews und in seinen Memoiren wurden als reine Unterhaltung eingeordnet. Die Todesursache und die Todesart stehen jedoch weiterhin aus. Der Anwalt Michael Troiano bezeichnete Sanft als „ehrlich, bescheiden und einen talentierten Prozessanwalt“. Er hinterlässt zwei Kinder.
Ob und wie die Berufung nun weitergeführt wird, ist bis heute offen. Der Fall bleibt ein zentrales Thema in der Black Music- und Justice-Geschichte – denn Tupac Shakur, 25 Jahre alt, starb am 7. September 1996 bei einer Schießerei in Las Vegas. Davis wurde im September 2023 festgenommen. Die drei anderen Insassen des Cadillacs, darunter sein Neffe Orlando „Baby Lane“ Anderson, sind bereits gestorben.

