Zackavelli liefert intensives Video – probiert dich auch zu hassen
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Zackavelli liefert intensives Video – probiert dich auch zu hassen

Der Berliner Untergrund schläft nie, und vor allem einer beweist immer wieder ein Gespür für frischen Sound: Zackavelli . Mit seinem neuesten Release „probiert dich auch zu hassen“ schlägt der Hauptst...

30. Oktober 2026
2 Min. Lesezeit
Erik Lang
VonMusikjournalist
Auf einen Blick

Zackavelli überrascht mit seiner neuen Single „probiert dich auch zu hassen“ durch ungewohnt verletzliche Töne auf einem atmosphärischen Gitarren-Instrumental. Der Berliner Rapper thematisiert darin Trennungsschmerz und die Schwierigkeit, trotz Enttäuschungen loszulassen.

Der Berliner Untergrund schläft nie, und vor allem einer beweist immer wieder ein Gespür für frischen Sound: Zackavelli. Mit seinem neuesten Release „probiert dich auch zu hassen“ schlägt der Hauptstädter nun allerdings überraschend verletzliche Töne an. Der sonst für kompromisslosen Trap bekannte Rapper betritt neue musikalische Gefilde und kombiniert melancholischen Vibe mit tiefgehender Introspektion.

Melancholischer Vibe trifft auf Akustik-Gitarren

Statt auf die gewohnten, harten 808s und düsteren Trap-Synths setzt Zackavelli bei seiner aktuellen Single auf ein reduziertes, gefühlvolles Soundbild. Für die Produktion zeichnen die Producer Coolpacc und Barsky verantwortlich, die dem Berliner Rapper ein atmosphärisches Gitarreninstrumental auf den Leib geschneidert haben.

Der Sound erinnert nicht von ungefähr an die einflussreiche Ära von Young Thugs gefeiertem Album „Beautiful Thugger Girls“. Die Kombination aus warmen Akustiksaiten, melodischem Flow und Trap-typischer Emotionalität verleiht dem Track eine ganz besondere Tiefe, die man so im Deutschrap-Segment nicht alle Tage zu hören bekommt. Coolpacc und Barsky schaffen genau die richtige Soundlandschaft, auf der sich der Künstler ungefiltert entfalten kann.

Zwischen Trennungsschmerz und Loyalität: Die Story hinter den Zeilen

Auf „probiert dich auch zu hassen“ gewährt uns der Rapper, in der Szene vielen auch als Masi bekannt, einen intimen Einblick in sein Seelenleben. Inhaltlich dreht sich der Song um das schmerzhafte Scheitern zwischenmenschlicher Bindungen – seien es zerbrochene Liebesbeziehungen oder Brüche innerhalb des eigenen Freundeskreises.

Dabei wird der Titel zum Programm: Der Track beschreibt den verzweifelten Versuch, Groll und Hass aufzubauen, um den emotionalen Abstand zu erzwingen – und das unausweichliche Scheitern dieses Vorhabens. Trotz der Enttäuschungen und des Schmerzes gesteht Zackavelli offen ein, dass er die betroffenen Menschen noch immer nicht vollends loslassen kann. Diese ehrliche Selbstreflexion ohne falsches Machogehabe hebt den Track deutlich von standardisierten Deutschrap-Releases ab und sorgt bei den Fans für sofortige Identifikationsmomente.

Visuelle Umsetzung durch Regisseur Tafarel Müller

Ein derart persönlicher Track verlangt natürlich auch nach einem stimmigen visuellen Rahmen. Für das offizielle Musikvideo zeichnet Regisseur Tafarel Müller verantwortlich, der den Vibe der Single perfekt mit der Kamera eingefangen hat.

Die Bildsprache unterstreicht die Schwere und Nachdenklichkeit des Tracks und spiegelt die Isolation sowie die Zerrissenheit des Protagonisten wider. Mit „probiert dich auch zu hassen“ unterstreicht Zackavelli einmal mehr seine Vielseitigkeit als Musiker und beweist, dass moderner Trap aus Berlin mühelos mit Tiefgang, Experimentierfreude und Emotionen punkten kann. Das Video ist ab sofort online und sollte auf keiner Playlist für späte Autofahrten und melancholische Momente fehlen.

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