Zu wenig Tickets verkauft – RIN muss seine Nostalgia-Tour verschieben
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Zu wenig Tickets verkauft – RIN muss seine Nostalgia-Tour verschieben

Schlechte Nachrichten für alle Deutschrap-Fans: RIN muss seine mit Spannung erwartete „Nostalgia“-Tour verschieben. Eigentlich sollten die Shows bereits in wenigen Wochen starten, doch daraus wird vor...

23. Oktober 2026
3 Min. Lesezeit
Denis Okafor
VonReporter International
Auf einen Blick

RIN verschiebt seine „Nostalgia“-Tour aufgrund schwacher Ticketverkäufe überraschend auf Mai und Juli 2027. Der Rapper begründet den Schritt ungewohnt offen mit einer wirtschaftlichen Fehlkalkulation. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit oder können zurückgegeben werden.

Schlechte Nachrichten für alle Deutschrap-Fans: RIN muss seine mit Spannung erwartete „Nostalgia“-Tour verschieben. Eigentlich sollten die Shows bereits in wenigen Wochen starten, doch daraus wird vorerst nichts. Der Rapper aus Bietigheim-Bissingen wandte sich via Instagram direkt an seine Community – und überraschte dabei mit bemerkenswerter Offenheit bezüglich der Hintergründe.

Ehrliche Worte statt Ausreden: RIN räumt Nachfrageprobleme ein

Während Konzertabsagen oder Tourverlegungen in der Musikbranche gerne mal hinter fadenscheinigen technischen Problemen oder plötzlichen Erkrankungen versteckt werden, wählte RIN den direkten Weg. Er sei weder krank, noch gebe es Bühnenprobleme – der wahre Grund seien schlichtweg die schwachen Ticketverkäufe.

Nachdem er im Zuge seines 2021 veröffentlichten Erfolgsalbums „Kleinstadt“ seine bislang größte Tournee auf die Beine gestellt hatte, wollte RIN für die neue Platte „Nostalgia“ eigentlich noch einen draufsetzen. Doch die Realität sah anders aus: Die Verkaufszahlen blieben spürbar hinter den Erwartungen zurück. Das Team habe die aktuelle Nachfrage schlicht überschätzt. Alles andere als Ehrlichkeit wäre seinen Fans gegenüber respektlos, betonte der Musiker in seinem emotionalen Statement.

Neue Termine im Mai und Juli 2027: Was Ticketinhaber jetzt wissen müssen

Ganz ins Wasser fällt die Live-Rutsche zum Glück nicht. Die „Nostalgia“-Tour wird ins Frühjahr und den Sommer verlegt: Als neuer Zeitraum wurden Mai und Juli 2027 angesetzt. Durch diesen deutlichen Aufschub verschaffen sich RIN und sein Management die nötige Zeit, um die Tourplanung wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.

Im Zuge der Neuansetzungen kommt es auch zu einer örtlichen Änderung: Der ursprünglich für Düsseldorf vorgesehene Tourstopp wird nach Köln verlegt. Für alle, die bereits einen Pass besitzen, gibt es Entwarnung: Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit. Wer an den Ausweichterminen verhindert ist, kann sein Ticket problemlos an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurückgeben.

Auch für Fans mit speziellen „Front of Stage“-Tickets (FOS) gibt es eine Lösung: In Städten, in denen dieser vordere Bühnenbereich bei den neuen Terminen wegfällt, werden die FOS-Karten automatisch in Early-Access-Tickets umgewandelt. Neben dem früheren Einlass verspricht RIN den Betroffenen zusätzlich ein exklusives Goodie als kleine Entschädigung.

Dauerkrise im Live-Geschäft: Rap-Acts unter finanziellem Druck

Das Schicksal von RIN zeigt einmal mehr, wie angespannt die Lage im Live-Sektor der Black-Music-Szene aktuell ist. RIN ist keineswegs ein Einzelfall. Erst kürzlich begründete beispielsweise Prinz Pi seinen Abschied von der Musikbühne mit den massiv gestiegenen Kosten und Risiken für Konzertreisen.

Seit dem Ende der Pandemie kämpfen Veranstalter und Musiker mit extremen Teuerungen für Hallenmieten, Personal, Technik und Logistik. Müssen Ticketpreise angehoben werden, überlegen sich viele Hip-Hop-Fans zweimal, welches Konzert sie noch besuchen können. Für Rapper verwandelt sich eine ausgedehnte Hallentournee dadurch schnell in ein unkalkulierbares finanzielles Risiko, bei dem schnell sechsstellige Verluste drohen. RINs Entscheidung, die Reißleine zu ziehen und offen damit umzugehen, zeigt zwar Mut – verdeutlicht aber auch die harte Realität hinter den Kulissen der Rap-Industrie.

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