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Interviews




Interview mit: Digler
Datum: 10.12.2011
Autor: Karo
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Bewertung:



BlackBeats.FM : Hallo Digler. Willkommen zum Interview mit BlackBeats.FM, eines der größten Internetradios im Black Music Bereich in Deutschland. Wie geht es dir?

Digler: Hallo.
Mir geht es sehr gut soweit, obwohl die Aussicht auf den Winter und die sinkenden Temperaturen meine Laune oft etwas trüben.

BlackBeats.FM : Heutzutage verbinden viele Menschen Deutsche Rap Musik sofort mit Beleidigungen, Battles etc. Was meinst du, warum ist es so?

Digler: Naja nach meiner Meinung könnte es daran liegen, dass eben ein großer Prozentsatz der „deutschen Rap Szene“ genau dieses Klischee erfüllt. Gerade für die jüngeren Rapper, die gerade erst angefangen haben sich, bzw. ihren Rap Stil zu finden ist das erst einmal eine Möglichkeit, ohne großen Aufwand auf sich aufmerksam zu machen.
Umgekehrt läuft es glaube ich genauso, dass einige der bereits etablierten deutschen Rapper diese Gangsterschiene fahren, weil der Großteil der Käufer und Konzertbesucher eben eher das jüngere Publikum verkörpert und die eben auch solche Art von Musik feiern und hören wollen. Man kann sich natürlich immer und immer wieder darüber streiten wer von den mittlerweile Unmengen an Künstlern jetzt authentisch ist oder nicht. Ich erlaube mir mal hier an dieser Stelle kein Urteil darüber und denke mal, dass das die jeweiligen Personen mit sich selber ausmachen müssen.
Aber nach wie vor hat „deutscher Gangsterrap“ natürlich seine Daseinsberechtigung und ich zolle jedem meinen Respekt der wahre Geschichten und Erlebtes auf seinen Tracks verarbeitet und vielleicht damit sogar einen positiven Einfluss auf die gerade jüngeren Zuhörer hat.
Ganz ehrlich!? Vor 10 Jahren hab ich auch noch ganz andere Musik gefeiert, als ich das heute tue und nicht alle meine Songs, die ich in der Vergangenheit veröffentlicht habe sind unbedingt jugendfrei. Aber das gehört eben dazu. Man wird älter und entwickelt sich und fängt einfach an über vieles anders zu denken und das wirkt sich dann natürlich auch auf die Art von Musik aus, die man macht.

BlackBeats.FM : Diese typischen „Gangsta-Raps“ findet man in deinen Songs nicht. Denn diese sind melancholisch, ehrlich und realitätswahr. Warum hast du dich bewusst für diese Art Rap entschieden?

Digler: Ich glaube nicht, dasa ich mich von vornherein für irgendwas entschieden habe. Ich bin von Natur aus ein sehr nachdenklicher Mensch und die Melancholie liegt mir eben auch so ein bisschen im Blut. Ich beobachte viel, habe vieles erlebt und manches davon war eben nicht immer schön. Es ist einfach meine Art Musik zu machen und es gibt wichtigeres im Leben, als krampfhaft zu versuchen jemand zu sein, der man nicht ist.


BlackBeats.FM : Gibt es einen deutschen Rapkünstler, den du auf Anhieb sehr talentiert findest? Wer ist es und warum?

Digler: Naja ist immer etwas schwer zu sagen da ich selber gar nicht so unbedingt viel deutschen Rap höre. Natürlich halte ich mich immer auf dem Laufenden und finde den ein oder anderen besser oder schlechter.
Momentan gefällt mir ganz gut was Motrip so abliefert, aber auch Joka aus Bremen oder Fard gefallen mir von den Texten und so auch sehr gut.
Es gibt natürlich noch eine große Anzahl an Leuten, die sehr talentiert sind, aber alle Namen zu nennen würde hier wohl den Rahmen sprengen.
Abgesehen davon bin ich von einigen, der am meisten in Deutschland bekannten Rapper und deren Releases teilweise ziemlich enttäuscht und gelangweilt
Man hört eben raus, wer schon auf Deutsch gesagt „satt“ ist und wer noch so richtig mit dem Herz dabei ist.


BlackBeats.FM : Womit beschäftigst du dich, wenn du mal nicht im Studio sitzt und an Tracks arbeitest?

Digler: Ehrlich gesagt bin ich selbst, wenn ich nicht im Studio bin, gedanklich immer mit irgendwelchen Tracks beschäftigt. Falls ich mein Handy mal verliere, würde sich der Finder bestimmt über meine auf dem Voicerecorder aufgenommenen Ideen und gesummten Melodien kaputt lachen. Ich glaub ein normaler Mensch wüsste damit überhaupt nichts anzufangen, und würde denken „was ist das dann für ein Irrer“!
Ansonsten ist Motorrad fahren noch meine große Leidenschaft und in letzter Zeit auch wieder regelmäßiger Sport.
Man wird ja nicht jünger nicht wahr zwinkern!

BlackBeats.FM : „Weißer Raum“ wird dein neues Album heißen. Welche Bedeutung hat dieser Albumtitel und wann wird es veröffentlicht?

Digler: Mit dem Namen „Weißer Raum“ verbinden die meisten Leute im ersten Moment eine Zelle in einer geschlossenen Nervenheilanstalt, Sanatorium oder so etwas in der Art und erwarten deswegen wahrscheinlich, dass das kommende Album total durchgeknallt und verrückt wird.
Jedoch ist es vielmehr so, dass ich zu Beginn meiner Arbeit an diesem Album meinen Kopf einmal komplett gelöscht habe und somit alles wie ein großer weißer Raum vor mir lag der nur darauf gewartet hat mit meinen Texten und Beatz gefüllt zu werden.
Wenn alles so läuft, wie ich will, wird das Album so im März erscheinen. Den Leuten, die jetzt wieder voller Ungeduld meckern sei gesagt, dass ich parallel dazu noch eine EP veröffentlichen werde, die es nur in limitierter Auflage geben wird und auch nur für diejenigen, die das Album auch wirklich gekauft haben.
Das wird dann über Gutscheincodes, die das Album enthalten wird, geregelt und jeder Code ist auch nur wirklich einmal gültig, sodaas keiner mogeln kann.
Ich kann jetzt noch nicht sagen, ob es für die Leute völlig umsonst sein wird, oder eben nur so teuer, dass ich die Materialkosten wieder raus hab. Aber für alle Besitzer eines Codes ist die EP auf jeden Fall schon einmal viel billiger.

BlackBeats.FM : Was darf man von dem neuen Album erwarten und woher hast du dir die Inspirationen für die Lyrics geholt?

Digler: Auf jeden Fall ist „Weißer Raum“ wieder einmal zu hundert Prozent Digler. Was bedeutet, dass ich alle Beatz, wie auch bei den beiden Alben zuvor, selbst produziert habe.
Seit „Der Himmel brennt „ ist bei mir eine Menge geschehen und vieles davon hat mich natürlich inspiriert und wird sich in meinen Songs wiederfinden.
Ich denke mal für jeden wird etwas dabei sein und für ein paar Überraschungen wird auch noch gesorgt zwinkern


BlackBeats.FM : Dein Plattenlabel lautet „Auf K Musik Berlin“. Unter diesem Namen veröffentlichst du deine Tracks, Alben usw. Stellst du dein Talent auch anderen Künstlern zwecks Beatproducing, Textwriting o.ä. zur Verfügung?

Digler: Also Texte schreiben (für andere Rapper) eher nicht, obwohl es da auch schon so einige Anfragen gab. Aber mal ehrlich!?Was sind das für Leute, die ihr Zeug nicht selber schreiben? Soll es ja momentan eine Menge von in der oberen Rap Liga geben …ha ha!
Beatz gebe ich hin und wieder auch mal weg und bin für ernstgemeinte Anfragen immer zu haben.

BlackBeats.FM : Viele Rapper tun sich mit anderen Rappern zusammen und nehmen Kollabos auf. Du gehst größtenteils deinen eigenen Weg. Gibt es hierfür einen bestimmten Grund?

Digler: Das mit den Kollabos hab ich ja auch schon alles hinter mir.
Ich für meinen Teil habe mich aber immer irgendwann von dieser Arbeitsweise distanziert, weil ich das Gefühl hatte, dass das Hauptziel, nämlich „gute Songs" zu machen, oftmals bei solchen Gruppenprojekten auf der Strecke geblieben ist. Manche Leute aus dieser Zeit sahen dieses ganze Musikding auch einfach nur als Hobby und waren aus meiner Sicht nicht mit dem Herz dabei. Natürlich wird es wieder die ein oder andere Kollabo mit dem ein oder anderen Rapper, Sänger oder Sängerin geben, aber ansonsten ist und bleibt Digler erst mal Einzelgänger. Aber man weiß ja nie was die Zukunft noch so bringt.

BlackBeats.FM : Wenn du einen Wunsch frei hättest, der nicht mit Geld erfüllt werden kann, was würdest du dir dann wünschen?

Digler: Als erstes natürlich einmal das alle (inklusive mir) um mich herum gesund und munter bleiben. Ich habe in letzter Zeit bei mir selbst und in meinem Freundeskreis gesehen. dass das wirklich das Allerwichtigste ist und einen Schicksalsschläge schneller ereilen, als man denkt. Natürlich wünsche ich mir auch Erfolg und, dass ich irgendwann einmal von der Musik leben kann.
Aber das ist alles im Gegensatz dazu zweitrangig.

BlackBeats.FM : Das Jahr 2011 nähert sich so langsam dem Ende. Wie schließt du das laufende Jahr ab und wie schaust du dem Jahr 2012 entgegen?

Digler: Darüber habe ich mir noch nicht wirklich Gedanken gemacht. Ich warte ja noch darauf, dass mich irgendjemand über Weihnachten und Neujahr zu einer Karibikreise einlädt, aber da kann ich wohl lange warten (lach).
Werde bestimmt mit den engsten Freunden irgendwo spontan feiern und mir um 12 gemütlich, mit ‘nem Drink das Feuerwerk über Berlin anschauen.
2012 wird auf jeden Fall eine Menge passieren und ich blicke recht positiv ins kommende Jahr. Wir arbeiten gerade auch daran, dass die Leute mich im nächsten Jahr auch mal wieder live erleben können und auch ansonsten wird bald alles etwas professioneller und strukturierter ablaufen. Infos dazu wird es sicherlich bald geben.
Ich habe so viele Ideen, Pläne und groben Unfug im Kopf und wenn mich die Leute weiterhin so gut unterstützen und die Fangemeinde noch größer wird, kann eigentlich nichts schief gehen.

BlackBeats.FM : Vielen Dank für das interessante und informative Interview. Wir wünschen dir für deine Zukunft das Beste.

Digler: Ich habe zu danken und wünsche euch allen ob Freund oder Feind einen angenehmen Tag.
Unterstützt die Musiker und kauft CDs, anstatt alles wie die Assis aus dem Netz zu ziehen. Ihr wollt Qualität, also sorgt dafür, dass wir euch diese auch weiterhin bieten können.
Digler –Auf K Musik Berlin

Besucht Digler im Internet auf Facebook oder bei Youtube!!!

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Kommentare:

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#3 von Hrvatska [Kroatien] Krunk
E-Mail: devilmane@live.com Offline
1. Diese Frau macht hammer gute Interviews zwinkern"MEINE FRAU lächeln "
Und 2. wenn du kritik ausüben willst dann mit was sinnvollem und nicht mit "GEFALLT MIR NICHT" aber gutes interview ...bisschen sinnlos wa!!!
Geschrieben am 25.01.2012 - 17:05
#2 von  [Russland] Karo Clanmitglied
E-Mail: karo@blackbeats-radio.de Offline
Hallo PittBrett. Was gefällt dir denn nicht? lächeln
Geschrieben am 21.01.2012 - 18:52
#1 von Deutschland PittBrett
E-Mail: maknikfrek@googlemail.com Offline
Gefällt mir nicht, aber gutes Interview.
Geschrieben am 11.01.2012 - 20:34

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