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Interviews




Interview mit: Lonyen
Datum: 05.03.2012
Autor: Karo
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BlackBeats.FM: Hallo Lonyen. Willkommen zum Interview mit BlackBeats.FM, eines der größten Webradiostationen im BlackMusic-Bereich Deutschlands. Wie schaut es aus? Geht es dir gut?

Lonyen: Mir gehts gut und dir?

BlackBeats.FM: Wenn man zurück in die Vergangenheit schaut, müssten so einige Menschen dein Gesicht bereits kennen. Denn du hast an einer TV-Doku teilgenommen, bei der es ums Tätowieren ging. Wie entstand das Ganze und wann genau lief es und auf welchem Sender?

Lonyen: Das lief auf dem Sender DMax und wir waren damals, vor 4 Jahren, die erste deutsche Tattoo-Doku-Serie mit dem Namen “Eine Familie sticht zu“ .Wir wurden damals gefragt und haben zugesagt und 8 Folgen abgedreht .

BlackBeats.FM: Körperkunst, Fernsehen, Musik – Dein Leben ist geprägt von so einigen Talenten aber auch von schlechten, sowie guten Erlebnissen. Du hattest damals als Jugendlicher eine Ausbildung in einem Jugendheim für schwer erziehbare Kinder begonnen. Kurz vor der Beendigung kam es jedoch zu einem schlimmen gewalttätigen Vorfall. Möchtest du uns etwas über diese Zeit und deine Erlebnisse erzählen?

Lonyen: Ich hatte damals, mit ca 18 Jahren. ziemlich viele Dummheiten begangen, was dafür sorgte, dass ich öfters vor dem Richter stand. Als meine Bewährungsauflage musste ich in diesem Jugendheim zwangsweise meine Ausbildung machen, ironischerweise stach mir dann ein rechtsgerichteter Geisteskranker ein Messer ins Herz, weil er das "arbeitslose Pack" dezimieren wollte. Meine schriftliche Gesellenprüfung hab ich dann im Krankenhaus einige Monate später gemacht.

BlackBeats.FM: Wie ist deine Einstellung zum Leben, nachdem du so vieles erlebt hast?

Lonyen: Nun da das nicht der einzige Vorfall war, der mich geprägt, hat kann ich sagen, man sollte jeden Tag schätzen, was man viel zu oft nicht tut, denn es kann ganz schnell gehen und es ist vorbei. Eine Diagnose oder eine Schlägerei kann dein Leben komplett zerstören. Man sollte dankbar sein, solange man gesund ist und versuchen seine Träume wahrzumachen.

BlackBeats.FM: Letztendlich hast du das als Drummer bei einer Rockband Fuß gefasst und bist mit denen fünf Jahre lang durch Europa getourt. Erinnerst du dich gerne an die Zeit?

Lonyen: And das, woran ich mich erinnere, erinnere ich mich eigentlich ganz gerne, wie sagt man? Wer sich an die Zeit erinnert war nicht dabei…das betrifft eigentlich die Hippies, aber auf meine Band trifft das auch zu.

BlackBeats.FM: War Körperkunst, speziell Tattoos, schon immer deine Leidenschaft? Wie entstand dein eigenes Studio und was hast du alles dafür tun müssen?

Lonyen: Als ich zurückkam von der Zeit, an die ich mich nicht mehr erinnern kann zwinkern musste ich irgendetwas Sinnvolles mit mir anstellen und das Tätowieren kam mir da genau richtig. Es hat mir die Möglichkeit gegeben leidenschaftlich an etwas zu arbeiten, bis es Früchte trägt

BlackBeats.FM: Die Feuer und die Liebe zur Rapmusik ist vor drei Jahren in dir entfacht. Vom Rocker zum Rapper? Wie passiert so etwas?

Lonyen: Nun ja ich höre das schon sehr lange, ca seit 17 Jahren und verfolge das Rapgeschehen in Deutschland, seit den ersten Sachen, die aufkamen. Hab es mal kurz probiert, aber mich dann ganz auf die Kunst konzentriert. Irgendwann kam der Wunsch zu rappen wieder auf. Ich habe mich immer alle paar Jahre gefragt, was ich erreicht hätte, hätte ich damals weitergemacht.

BlackBeats.FM: Wer ermöglichte dir den Einstieg in das Musikbusiness bzw. wer hat dich unterstützt und dir dabei geholfen?

Lonyen: Mein guter Freund Volker (IDR) Gebhardt hat mir Raf vorgestellt und von da an war es eigentlich ein Selbstläufer. Ich habe die Jungs, wie Silla, Nazar, Motrip usw. tätowiert und mich als deren Stammtätowierer etabliert. Nebenbei haben wir in meinem Studio Mukke gemacht und so kommt es, dass ich diese ganzen Features auf dem Album hab. Den Kontakt zu Sido hab ich selbst gesucht, da er auch im Tattoobiz vertreten ist und ein Studio hat. Ich arbeitete dort und hab ihn so kennengelernt und ihn schließlich gefragt, ob er einen Beitrag zu meinem Album leisten würde.

BlackBeats.FM: Lownien, Lonien und nun Lonyen. Wieso hast du deinen Namen geändert und bleibt es jetzt endgültig dabei?

Lonyen: Lownien steht für Provokation pur, das war meine Anfangszeit des Rappens und da ich einen Prozess durchlaufen habe, wo sich mein Style, mein Reimschema und auch die Richtung der Texte geändert haben, hielt ich es für besser, das unter einem neuen Synonym zu machen und quasi bei Null anzufangen. Mein jetztiger Sound ist bis auf einige Bangertracks, die schon älter sind, eher als deep zu bezeichnen. Das bin auch eher ich, auch wenn ich ab und zu gerne mal auf die Kacke haue.

BlackBeats.FM: Dein erstes Album “Unter die Haut“ erscheint am 16. März 2012 über das Mannheimer Label “Odd-Sound“. Was geht denn hier genau unter die Haut? Und wie würdest du dein Album beschreiben?

Lonyen: Wie gesagt es gibt viele deepe Songs, die bei manchen aus meinem engen Kreis Gänsehaut erzeugten und es geht oft ums Tätowieren - beides geht unter die Haut.

BlackBeats.FM: Deine Lyrics sprechen ihre eigene Sprache und sagen verdammt viel aus. Was möchtest du mit deiner Musik rüberbringen bzw. erreichen?

Lonyen: In erster Linie kommt das alles einfach so aus mir raus, was ich damit genau erreichen will, kann ich nicht sagen. Ich will kein Vorbild oder Lehrer sein, trotzdem denke ich, dass zwischendrin auch Dinge gesagt werden, die Sinn machen und vielleicht anderen helfen könnten. Dann ist da aber auch viel Wut, die einfach nur rausmusste und eher destruktiv ist. Aber warum hören Kids DeathMetal, wo es darum geht anderen die Gedärme rauszureissen? Vielleicht, weil man sich da abreagieren kann. Jeder muss selber seinen Bezug dazu finden und ich habe nicht darauf geachtet es jedem rechtzumachen oder so kommerziell, wie möglich zu sein, auch wenn das Soundbild durchaus mit Majorprodukten mithält.

BlackBeats.FM: Kann man auf jeden Fall weiterhin musiktechnisch mit dir rechnen? Gibt es bereits schon weitere Pläne, die du uns verraten kannst und möchtest?

Lonyen: Nun jetzt stehen ein paar Live-Sachen an und dann, wenn die ganze Veröffentlichungsphase vorbei ist, werde ich wieder im Studio mit meinen Freunden rumexperimentieren, um neue spannende Dinge zu produzieren.

BlackBeats.FM: Wir bedanken uns für das nette Interview und wünschen dir für deine musikalische, aber auch private Zukunft alles Gute. Möchtest du noch etwas loswerden?

Lonyen: Ich grüße alle meine Freunde und Supporter und bedanke mich für das Interwiew- thats all folks.

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