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Sparmaßnahmen: RP baut Lehrerstellen ab
Gepostet in: GesellschaftBildung ist ein Menschenrecht. Aber wenn es zu wenige Schüler/innen gibt, muss man auch Stellen abbauen. Das Bundesland Rheinland-Pfalz hat nun ein Gutachten, welches aussagt, dass in den kommenden Jahren mehr als 10 Prozent weniger Kinder die Schule besuchen werden.
Die Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz Doris Ahnen (SPD) will an der Haushaltsschraube drehen, indem sie bis zu 1.050 Stellen abbaut. Dadurch würden in etwa 111 Millionen Euro im Haushalt fehlen. Um dies durchführen zu können, hat sie eine Studie in Auftrag gegeben, die am 04. Mai veröffentlicht worden ist.
Diese Studie besagt, dass sich die Zahl der Schüler/innen in Rheinland-Pfalz von derzeit rund 569.000 Schüler/innen bis zum Schuljahr 2016/17 um mehr als zehn Prozent verringert auf etwa 509.000. Hieraus schließt sich, dass der Bedarf an Lehrern sinkt, allerdings sollen diese freien Lehrkräfte dazu eingesetzt werden die Unterrichtsqualität und –versorgung zu verbessern. Zwar führt dies immer noch zu Stellenabbau, aber um maximal 1.050 Lehrern von vorher 3.800.
Gegenüber dem SWR sagte ein Sprecher des Philologenverband Rheinland-Pfalz, dass das Gutachten so gemacht wurde, um die Sparpläne der rot-grünen Landesregierung zu verwirklichen. Die Unterfinanzierung der Schulen bleibt bis auf Weiteres bestehen.
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