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Interviews




Interview mit: Dissziplin
Datum: 16.10.2012
Autor: Karo
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Bewertung:
BlackBeats.FM: Hallo Dissziplin! Willkommen zum Interview mit BlackBeats.FM, eines der größten Webradiostationen im BlackMusic-Bereich Deutschlands. Wie geht es dir?

Dissziplin: Hallo, mir geht es sehr gut. Mein Album Release steht kurz bevor und ich bin voll motiviert!

BlackBeats.FM: Du hast dem Wort Disziplin, welches für Selbstberherrschung oder auch Zurückhaltung steht ein weiteres "S" hinzugefügt und daraus deinen
Künslternamen gemacht. Was genau steht in diesem Fall für Dissziplin? Wird
damit das Wort "dissen" mit in Bezug genommen?

Dissziplin: Ja, zu der Zeit in der ich angefangen habe zu rappen, habe ich mich viel mit Battle-Tracks und auch Freestyle Battles beschäftig. Ich wollte damals ein deutsches Wort als Namen, weil ich das cooler fand, als „MC King One“ oder sowas. Da kam ich auf das Wort Disziplin, weil es eine interessante Tugend ist und diesen Namen noch keiner trug. Und um es mit dem Battle zu verknüpfen habe ich ein „Diss“ mit eingebaut.

BlackBeats.FM: Deine Heimatstadt ist Cottbus und liegt im Osten Deutschlands. Einst war es eine große und gut bewohnte Stadt in Brandenburg gewesen. Doch mittlerweile scheint es dort immer weniger Einwohner und sogar auch viele leerstehende Gebäude zu geben. Woran mag das liegen?

Dissziplin: Naja, das ist ganz einfach. Es gibt dort einfach nur sehr wenige Jobs. Und wenn es Jobs gibt, sind diese meistens schlecht bezahlt. Deshalb gehen viele Leute in den Westen oder in die Großstädte im Osten. Man hat hier einfach nicht so viele Möglichkeiten. Diese Abwanderung läuft jetzt schon seit über 20 Jahren und ließ viele leerstehende Gebäude zurück. Mittlerweile wurden aber halbe Stadtviertel abgerissen um die Mieten hochzuhalten.
Viele meiner Freunde sind weggezogen. Freundeskreise, die seit Jahren bestehen, werden dadurch leider zerrissen. Das ist unser Los des Lebens.

BlackBeats.FM: Wann und aus welchem Grund bist du dann dort weggezogen?

Dissziplin: Ich bin 2007 weggezogen, um eine Lehre als Mediengestalter zu machen. Diese Möglichkeit gab es leider nicht in Cottbus.

BlackBeats.FM: Deine Art Rap ist ehrlich und kompromisslos. Was ist dir bei deinen Texten besonders wichtig? Was möchtest du mit ihnen ausdrücken?

Dissziplin: Ich möchte den Leuten etwas vermitteln, ihnen etwas geben. Ich denke Musik ist die beste Form, um Leuten etwas mitzuteilen. Ich möchte keine Musik machen, die belanglos ist, sondern Musik, die den Leuten Kraft geben kann oder durch die sie sich verstanden fühlen und somit einen Song für ihre jeweilige Lebenssituation haben. Manchmal möchte ich auch provozieren, um damit die Leute einfach aufzurütteln.


BlackBeats.FM: 2007 hast du dein erstes Album "Plattenbauten" herausgebracht. Es scheint so, als würde es sehr mit deiner Heimat Cottbus in Verbindung stehen. Was bedeutet dieses Album für dich und welche genauen Hintergründe hat es?

Dissziplin: Ja, da hast du recht. Dieses Album habe ich als Jugendlicher gemacht. Da habe ich noch in Cottbus gewohnt und jedes einzelne Lied dort ist ein Lied, welches diese Stadt mir geschrieben hat. Dort gibt es viele Dinge, die ich wirklich erlebt habe. Diese habe ich aufgeschrieben und Songs darüber gemacht.

BlackBeats.FM: Den nationalen Durchbruch hast du dann mit deinem zweiten Album "Platz an der Sonne", welches 2009 veröffentlicht wurde, erlangt. Bei diesem
Projekt haben dich Künstler, wie Ossi Ostler, King Orgasmus One, Joe Rilla
und Morlockk Dilemma unterstützt. Bist du denen besonders dankbar?

Dissziplin: Na klar, ich bin jedem Künstler dankbar, der mit mir Musik macht. Damals hat mich Joe Rilla sehr gepusht. Er kannte meine Musik schon seit Plattenbauten und hat sie gefeiert. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er damals mit mir zusammengearbeitet hat. Auch Morlockk, der eigentlich völlig andere Musik macht, hat sich die Ehre gegeben. Natürlich war das Ding mit Orgi auch Knaller und Ossi Ostler ist ja eh einer meiner besten Freunde.

BlackBeats.FM: Jetzt, drei Jahre später, bringst du dein drittes Album "Volksmusik" heraus. Was hast du die letzten Jahre so gemacht?

Dissziplin: Ich bin kurz nach meinem letzten Album nach Dresden umgezogen und habe mich selbstständig gemacht. Das hat sehr viel Zeit und Kraft gekostet und ich hatte auch erstmal kein Studio zum Aufnehmen. Ich hatte wirklich so viel zu tun, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie schnell die Zeit vergeht (lacht). Ich habe hier und da auch immer Texte geschrieben, aber so eine Album-Produktion nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und die hatte ich die letzten Jahre nicht. Jetzt stehe ich hier und denke: „Krass schon 3 Jahre vergangen?“

BlackBeats.FM: "Volksmusik" wurde mit Unterstützung von Chakuza und Liquit Walker in den Studios von RAF Camora aufgenommen. Dem Namen zufolge handelt dein neues Album erneut von Menschen und deren Herkunft. Ist das richtig? Bitte
erzähle uns mehr über die neue Platte.

Dissziplin: Nein, das ist nicht richtig. Mein Album umfasst viele Themen. Es ist das vielseitigste meiner Alben. Ich habe dort Representer drauf, dann sehr persönliche Sachen. Ich habe dort nachdenkliche Songs und auch Songs mit gesellschaftlicher Thematik drauf. Natürlich zieht sich durch das Album immer der typische Dissziplin Style mit, wie du schon richtig sagtest, ehrlichen und kompromisslosen Texten. Allein das Intro dürfte vielen Redakteuren schon den Schweiß auf die Stirn treiben (lacht).


BlackBeats.FM: Wann ist der offiziele Release von "Volksmusik"? Und wo wird es überall erhältlich sein?

Dissziplin: Release ist der 02. November 2012. Das Album wird es überall im Handel geben. Bei Amazon gibt es das Album auch als Bundle mit Shirt. Ansonsten gibt es das Album aber auch bei Media Markt, Saturn, Müller und so weiter.

BlackBeats.FM: Zwar steht dein neues Album in den Startlöchern, doch hast du bereits Pläne für weitere Projekte oder Features?

Dissziplin: Ich habe heute auf jeden Fall schon mal den ersten neuen Beat von Cristal gepickt und werde gleich nach Album Release loslegen. Mal sehen was mein Album so bringt. Wenn es gut angenommen wird, bin ich natürlich extrem motiviert für neue Sachen. Wenn es floppt und ich auf ein paar tausend Euro Schulden sitzen bleibe, bin ich dementsprechend unmotivierter (lacht).

BlackBeats.FM: Warum sollen die Menschen da draußen ausgerechnet dein Album kaufen? Was unterscheidet dich von den anderen deutschen Rapkünstlern?

Dissziplin: Ich denke, dass ich mich wirklich stark vom Rest unterscheide. Ich mache Musik in der eine Message steckt, die vielen Menschen Kraft geben kann. Ich rede eben nicht davon, wie viel Geld ich habe und das Geld alles ist, sondern von Dingen, die wirklich wichtig sind im Leben. Das mache ich aber nicht auf eine Art, die soft ist, sondern mit harten Texten, in denen klare Aussagen stecken, sodass es jeder verstehen kann.
Außerdem habe ich die härtesten Texte in Deutschland. Dazu muss ich kein „Fick deine Mutter sagen“, denn ich sage Sachen, die sich keiner traut auszusprechen.

BlackBeats.FM: Wir danken dir vielmals für das nette Interview und wünschen dir auf deiner weiteren Laufbahn als deutscher Rapkünstler alles Gute. Das letzte
Wort gehört nun dir!

Dissziplin: Ich habe zu danken! Ich würde mich freuen, wenn ihr mein Album kauft, es steckt wirklich sehr viel Herzblut dort drin! Hört es euch an, es wird euch nicht enttäuschen. Egal ob Ost oder West, jeder von euch wird sich in den Texten dieses Albums wiederfinden!


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